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Bundestag muss gesetzlichen Rahmen schaffen.

Gießen | „Ich finde es schade, dass der Bitte der Abgeordneten eine Entscheidung des Bundestages abzuwarten, nicht nachgekommen wurde.“. SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt äußert sich enttäuscht über die heutige Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu vorgeburtlichen Bluttests auf Down Syndrom. „Das entlässt jedoch keinesfalls den Bundestag aus seiner Verantwortung zu dem Thema eine eigene Position zu finden. Ich bin froh, dass der G-BA nicht so weit gegangen ist, eine Reihenuntersuchung zu beschließen und somit einer vorgeburtlichen Selektion zumindest Grenzen setzt.“
Auf Initiative einer interfraktionellen Gruppe, zu der auch Dagmar Schmidt gehört, hatte der Bundestag im April diesen Jahres eine Orientierungsdebatte zur Übernahme der Kosten der Bluttests durch die gesetzlichen Krankenversicherungen geführt. Der Bundestag müsse nun dringend einen gesetzlichen Rahmen setzen, der werdende Eltern unterstützt und ihnen ein Recht auf Nichtwissen sichert. Die Beratung werdender Eltern vor und nach dem Test müsse verbessert werden und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte besser ausgebildet werden. „Das Down Syndrom ist keine Krankheit, sondern gehört zur Vielfalt der Menschen. Wir brauchen eine Willkommenskultur für Menschen mit Down Syndrom oder anderen Besonderheiten und eine Unterstützung der Familien, die eine Entscheidung für das Kind einfach macht.“

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.774
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 20.09.2019 um 20:26 Uhr
Also die Bluttests weiter nur für Menschen die es sich leisten können, die ärmeren Frauen greifen dann auf die Fruchtwasseruntersuchung zurück die ein erhebliches risiko für das Kind birgt. Wer sich dann das Eine nicht leisten kann und das Risiko des Anderen scheut muss dann diese Wundertüte mit sich schleppen.
Und es ist ja auch klar dass die Entscheidung gegen ein Kind mit Behinderung geächtet werden muss. Ganz egal welche schweren Faktoren dahinter stehen. Die Frau, sobald erstmal schwanger, ist für die nächsten 9 Monate zum Brukasten degradiert.
Morgen laufen ja wieder die Quartalsirren durch Berlin und halten Fotos hoch von in Ketchup getunkten anatomischen Modellen, Marsch für das Leben nennt sich der Irrsinn.
Und es ist ja auch klar dass jede Frau so diabolisch selbstsüchtig ist, das Ergebnis zum Anlass einer Abtreibung zu nehmen, Frauen haben ja außer dem Haushalt und dem Stricken keine anderen Leidenschaften. 2 davon konnte man früher auch gut verbinden.
Das man bei einer früherkennung den Familien eine Chance gibt sich zu beraten, auszustatten und Hilfe zu suchen halte ich auch eher für abwegig.
Christine Stapf
7.663
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 21.09.2019 um 12:59 Uhr
„Das entlässt jedoch keinesfalls den Bundestag aus seiner Verantwortung zu dem Thema eine eigene Position zu finden."

Liebe Frau Schmidt, dieser Satz verpasst mir doch eine Gänsehaut, da es eine Entscheidung der Frauen sein soll, sich vielleicht gegen ein Kind mit Down Syndrom zu entscheiden, und nicht der Politik. Die Politik sollte einmal hinterfragen warum Familien einen Bluttest möchten, und sollten die Politiker, die von den Bürgern gewählt und bezahlt werden sich nicht alle Sorgen anhören ? Dieses Thema betrifft mich nicht, jedoch werde ich hier als Frau aktiv.
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