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Es war schon wieder Feuerwerk ...

Eigentlich eine klare Nacht, wäre da nicht die kilometerlange Feinstaubwolke über Gießens Innenstadt am 14.9.2019
Eigentlich eine klare Nacht, wäre da nicht die kilometerlange Feinstaubwolke über Gießens Innenstadt am 14.9.2019
Gießen | Keine Ahnung das wievielte in diesem Jahr in Gießen, aber es schien mir eindeutig eines zuviel. Da wird in den Medien täglich über Feinstaub geschrieben, gesprochen und gesendet und nach jedem Feuerwerk zieht eine kilometerlange Feinstaubwolke über die Stadt. Was sagt das Umweltamt eigentlich dazu? Dreimal im Jahr, Frühjahrs- und Herbstmesse meinetwegen plus Silvester würde völlig genügen.

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Kommentare zum Beitrag

Martina Lennartz
6.223
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 15.09.2019 um 00:48 Uhr
Lieber Bernd . Ich gebe dir zu 100% Recht. Ich habe vom Hochhaus die riesen Feinstaubwolken gesehen, die das auf drei " Portionen " geteilte Feuerwerk über Gießen bildete.
Es war laut und heftig und ich stellte mir die gleichen Fragen. Ich gehe noch einen Schritt weiter und kann ganz auf diese Feuerwerke verzichten. Ich verstehe höchstens das an Silvester aus traditionellen Gründen. Selbst hier sollte es in Zukunft limitiert werden . Man kann anschließend kurz nach 24 Uhr unter den Schwaden kaum noch atmen in der Innenstadt. Wie es den Tieren geht weiß ich. Vom Krach will ich hier gar nicht sprechen. Ich kaufe seit Jahren keine Feuerwerkskörper mehr
Nicole Freeman
10.706
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 15.09.2019 um 07:07 Uhr
ich auch nicht. diese belastung muss ich meinen mitlebewesen nicht antun. feiern kann ich auch anders. anstatt feuerwerk eine feuershow. ist weniger laut und bei weitem nicht so belastend.
Bernd Zeun
11.570
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 15.09.2019 um 08:30 Uhr
Ich habe auch vielleicht vor 20 Jahren den letzten Feuerwerkskörper gekauft und finde wie Martina maximal solche aus historischen Gründen akzeptabel. Inzwischen wird anscheinend bei jeder "Hundehochzeit" eines genehmigt. Weiß jemand, was diesmal der Anlass war?
Otmar Busse
922
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 15.09.2019 um 08:39 Uhr
Die Zahl der Feuerwerke, die nicht an Silvester stattfinden, hat überall deutlich zugenommen.
Feiern am Dutenhofener See werden trotz der unmittelbaren Nähe zu den naheliegenden Naturschutzgebieten sehr häufig mit Feuerwerk gerockt.
Es ist nicht neu und auch nicht unbekannt, dass hier während des Durchzugs der Kraniche, rastenden Vögel nachts aufgeschreckt wurden und sie orientierungslos nach einem neuen Rastplatz suchen mussten.
Kurt Wirth
2.938
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 15.09.2019 um 08:46 Uhr
Silvester hat noch die zusätzliche Komponente, daß all das Gekaufte hinterher zum größten Teil auf Strassen, Gärten und sogar auf den geheiligten Autos herumliegt. Bei Regen und Schneematsch in Breiform. Die Stadtreinigungen müssen allerorten Sonderschichten einlegen und alles läßt sich ohnehin nicht beseitigen.
Christine Stapf
8.073
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 15.09.2019 um 11:50 Uhr
Es heißt am Knossos an der Lahn sei eine Feier gewesen, zu diesem Zweck auch das riesige Zelt was dort steht.

Ja der Feinstaub. Marburg rief vor Wochen den Klimanotstand aus, wenige Tage später wurde am Schloss ein Feuerwerk abgebrannt.
Martina Lennartz
6.223
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 15.09.2019 um 18:50 Uhr
Ich werde für die nächste Stadtverortnetenversammlung daraus einen Antrag formulieren.
Weitere Begründungen und Gedanken sind dazu willkommen!!
Bernd Zeun
11.570
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 15.09.2019 um 21:51 Uhr
Gute Idee, dieser Feuerzauber ist eigentlich wie Zirkus mit Tieren nicht mehr zeitgemäß.
Nicole Freeman
10.706
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.09.2019 um 08:04 Uhr
das wäre echt toll! man muss sich gedanken machen. da werden autofreie tage gemacht die feinstaubbelastung zu reduzieren. Plaketten und Umweltzonen eingerichtet um die bevölkerung zu schützen. was nützt es wenn der nachbar bei jeder party ein feuerwerk zünden darf. hier ist die belastung deutlich zu spüren und vor allem super einfach zu vermeiden.
Elke Jandrasits
1.340
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 17.09.2019 um 21:31 Uhr
Ich finde, Feuerwerk gehört in die Hände von Fachleuten. Damit könnten jedes Jahr auch zig verletzte Personen und unzählige Sachschäden vermieden werden. Lieber 1-2 x im Jahr eine professionelle Durchführung, die auch optisch viel mehr hermacht als das private Geballer zu allen möglichen Gelegenheiten.
Ich persönlich könnte auch ganz ohne Feuerwerk auskommen.
Martina Lennartz
6.223
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 22.10.2019 um 16:10 Uhr
Ich habe einen Antrag gestellt, er wird am 29.10.2019 in der öffentlichen Sitzung ab 19 Uhr im Ausschuss "Planen, Bauen, Verkehr und Umwelt" besprochen!

Verbot der Feuerwerke in Gießen – mit Ausnahme an Silvester
an einigen wenigen ausgewiesenen Stellen

- Antrag der Fraktion Gießener LINKE vom 21.10.2019 -
Kurt Wirth
2.938
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 22.10.2019 um 18:34 Uhr
Im Kleinwalsertal werden dieses Jahr alle Einheimischen und Gäste gebeten, an Silvester Feuerwerk zu unterlassen. Ein Jahr später soll es verboten werden.
http://www.vol.at/silvester-kleinwalsertal-will-auf-feuerwerk-verzichten/6397070
Martina Lennartz
6.223
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 23.10.2019 um 00:17 Uhr
Sehr interessant. Der Artikel war mir sehr hilfreich. Vielen Dank!
Christoph Schäfer
782
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 23.10.2019 um 17:13 Uhr
Feuerwerke außerhalb Silvester und Neujahr sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Es stellt sich daher die Frage, warum die Stadt exzessiv solche Genehmigungen erteilt oder sich nicht darum schert, wenn diese ohne Genehmigung abgebrannt werden.
Kurt Wirth
2.938
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 24.10.2019 um 09:48 Uhr
Wie aktuell vielen Medien zu entnehmen ist, fordert die Deutsche Umwelthilfe seit Juli in 31 Städten und Gemeinden ein Verbot von privaten Sivesterfeuerwerken und aktuell von weiteren 67. Bei ihr geht es schwerpunktmäßig um die Feinstaubproblematik.
Bernd Zeun
11.570
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 30.10.2019 um 09:41 Uhr
Der Antrag der Linken ist ja in der Sitzung leider abgeschlagen worden. Besonders aufgefallen war mir der dumme Einwurf seitens des Vertreters der Freien Wähler (der auch erst nicht mitbekommen zu haben schien, dass es gar nicht um das Silvesterfeuerwerk, sondern nur um die vielen privaten ging), es könne ja jeder darauf verzichten, Feuerwerkskörper zu kaufen. Wenn das die Lösung wäre, würde heute noch in den Kneipen geraucht und ohne Gurt Auto gefahren.

Auch die Begründung Weigel-Greilichs mit der Gesetzeslage schien mir nicht einleuchtend. Wie ich das Gesetz verstehe, ist die Genehmigung außerhalb Silvesters für private Feuerwerke eine Kann-Genehmigung. Sie kann also sogar auch ohne Begründung abgelehnt werden, der private potentielle Feuerwerksveranstalter müsste dann gegen die Entscheidung klagen, aber ob er das täte?

Wenn man Weigel-Greilich folgt, könnte also auch jede Woche ein Feuerwerk gezündet werden. Würde mich mal interessieren, wo ihrer Meinung nach die Grenze liegt.
Karl-Ludwig Büttel
3.837
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 31.10.2019 um 10:54 Uhr
Herr Zeun der Antrag der Linken war nur ein Nebenantrag. Es geht um die Aufforderung der DUH in einigen Deutschen Städten darunter auch Gießen das Silvesterfeuerwerk einzuschränken. Natürlich könnte die Stadt unabhängig davon jedes private Feuerwerk ablehnen, da sie das schon jetzt kann bedarf es keinem weiteren Verbot. Es ist bereits geregelt. Heute berichten in Bezug auf das Silvesterfeuerwerk , auch die beiden Zeitungen in Gießen. Darunter habe ich folgendes geschrieben, dass gilt auch für hier;
Es sollte jeder freiwillig entscheiden können. Ich habe noch nie Feuerwerk gekauft und habe es auch nicht vor. Wenn aber Freunde und Bekannte daran Spaß haben warum nicht.Gestern kam auch ein Bericht des Umweltamtes, nachdem zwar die Feinstaubbelastung je nach Wetterlage an Sylvester kurzfristig hoch ist, aber nicht mit der dauerhaften und möglichweise gesundheitsbeeinträchtigen Belastung zu vergleichen ist. Diese Verbotsmentalität halte ich für den falschen Ansatz.Außer man würde die DUH verbieten, dass würde ich unterstützen.

PS: Herr Zeun in den Kneipen in denen noch geraucht werden darf und dass sind zum Glück einige ist immer noch am meisten los. Auf dem flachen Land wird es sowieso bis heute umgangen sonst könnten die Wirte schließen. Ds sehen selbst wir Nichtraucher ein sonst geht unsere bisschen Dorfkulutur auch noch kaputt. Auf die wenigen denen es nicht gefällt kann man dann verzichten. Sind eh Spaßbremsen. Man kann sich auch wegen allem in die Hose machen. Ich kaufe kein Feuerwerk und keine Zigaretten, lasse aber meiner Umgebung ihre Freiheit. Wenn ich was nicht will gehen ich nicht hin....und die paar Minuten Feuerwerk..........mein Hund erholt sich danach auch wieder und mir tut es nichts.
Kurt Wirth
2.938
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 31.10.2019 um 20:20 Uhr
Der "Umgebung die Freiheit lassen" kann zu "unterlassener Hilfeleistung" werden :-)
Hallo Lieber Leser
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