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Keine Werbung für fanatische Abtreibungsgegner auf Stadtbussen!

von Michael Beltzam 12.09.20191819 mal gelesen5 Kommentare
Gießen | Der Kreisvorstand Gießen der DKP übt scharfe Kritik an der Werbung der fundamentalistischen Evangelischen Allianz für deren vorgebliche Schwangerschaftskonfliktberatung auf drei städtischen Bussen bis Februar nächsten Jahres.

Unter dem Deckmantel von „Profemina“, wobei wohl bewusst auf eine Verwechslung mit Pro familia gezielt wird, wird Schwangeren von einer Organisation eine „Beratung“ angeboten, die Abtreibung als „Mord“ und die Bescheinigung über eine Konfliktberatung als „Lizenz zum Töten“ bezeichnet.

Eine „Pluralität der weltanschaulichen Ausrichtung“, die nach § 3 der hessischen Verordnung Voraussetzung für jede Beratungsstelle sein muss, ist hier mit Sicherheit nicht gegeben.

Diese Werbung ist um so empörender in einer Stadt, deren Parlament sich gerade parteienübergreifend (bei Enthaltung der AfD) dafür ausgesprochen hat, durch eine Schutzzone dafür zu sorgen, dass vor Beratungsstellen und Praxen keine Kundgebungen von fanatischen Abtreibungsgegnern stattfinden dürfen und die Patientinnen nicht durch Belästigungen und Diffamierungen unter Druck gesetzt werden können.

Die DKP fordert den Magistrat der Stadt Gießen als 100prozentige Gesellschafterin der Stadtwerke Gießen sowie von MitBus auf, die Werbeflächen nicht zur fundamentalistischen Propaganda missbrauchen zu lassen.

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Kommentare zum Beitrag

Gerhard Born
323
Gerhard Born aus Lollar schrieb am 12.09.2019 um 21:06 Uhr
Selbst auf YouTube kann man die "Werbung" für 24 Sekunden verfolgen. Sehr bedauerlich.
Florian Schmidt
4.774
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 13.09.2019 um 09:05 Uhr
Putzig, diese evangelikalen und ihr Spleen mit dem ungeborenen Leben. Wenn man sich anschaut was der "Liebe Gott" laut der Bibel Kindern angetan hat oder befürwortet, von Misshandlung bis Massenmord ist eine Abtreibung als empfindungsloser Zellhaufen eigentlich recht erstrebenswert.
343
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 13.09.2019 um 10:35 Uhr
Eine fanatische Abtreibungsgegnerin und Anführerin der "Lebensschützer" ist Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag; das ist die, die vor Jahren öffentlich erklärte, dass an der Grenze gegebebenfalls auch auf Kinder geschossen werden müsse.
Michael Beltz
7.552
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.09.2019 um 17:07 Uhr
Auf meine Frage an die "Abtreibungsgegner", ob sie sich auch für lebende Kinder einsetzen würden, gab es nur nebulöse Schwafeleien. Und noch weniger kam es zu einer klaren Antwort auf die Frage, ob Deutschland viele Kinder für den nächsten Krieg benötigen würde.
Michael Beltz
7.552
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.09.2019 um 17:45 Uhr
Inzwischen hat sich der Magistrat, also die Gießener Regierung, eingeschaltet und will die Sache überprüfen. s aucj Gießener Allgemeine
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