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Lidl-Kunden spenden 10.806 Euro an die Tafel Gießen

von Hans Pfaffam 10.09.20191067 mal gelesen2 Kommentare
Anna Conrad (Foto Mitte) und Erich Gelzenleuchter (r.) nahmen dankbar und erfreut den Lidl-Spendenscheck von (v.l.) Christian Bahlecke (Filialleiter), Ibrahim Kaya (Verkaufsleiter) und Sandra Neurohr (Beauftragte für Mitarbeiter und Soziales) entgegen.
Anna Conrad (Foto Mitte) und Erich Gelzenleuchter (r.) nahmen dankbar und erfreut den Lidl-Spendenscheck von (v.l.) Christian Bahlecke (Filialleiter), Ibrahim Kaya (Verkaufsleiter) und Sandra Neurohr (Beauftragte für Mitarbeiter und Soziales) entgegen.
Gießen | Die Tafel Gießen hatte sich um Fördermittel beim Tafel Deutschland e. V. beworben und wurde nun mit einem Betrag von 10.806 Euro bei der Finanzierung eines Kühlfahrzeugs, eines Dampfreinigers und einer Handkehrmaschine unterstützt. Anna Conrad (Foto Mitte) und Erich Gelzenleuchter (r.) nahmen dankbar und erfreut den Lidl-Spendenscheck von (v.l.) Christian Bahlecke (Filialleiter), Ibrahim Kaya (Verkaufsleiter) und Sandra Neurohr (Beauftragte für Mitarbeiter und Soziales) entgegen. „Wir sind froh, die gespendeten Lebensmittel so besser frisch halten und auch länger aufbewahren zu können. Dank des Dampfreinigers und der Handkehrmaschine sind die Räume der Tafel sowie der Außenbereich viel schneller und leichter zu reinigen“, sagte Anna Conrad.

„Mit der Pfandspende können die Tafeln über die klassische Lebensmittelabgabe hinaus gezielt finanziell gefördert werden. Dass unsere Kunden dies in einem so großen Umfang unterstützen, ist für uns eine großartige Bestätigung unserer Zusammenarbeit“, erklärt Sandra Neurohr, Beauftragte für Mitarbeiter und Soziales der Lidl- Regionalgesellschaft Butzbach.

Kunden spenden per Knopfdruck

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Tafel (58)Spenden (273)
Bereits seit März 2008 arbeitet das Unternehmen Lidl mit dem Dachverband der deutschen Tafeln zusammen und hat diese Zusammenarbeit kontinuierlich ausgebaut. Mittlerweile wurden knapp 6.100 Pfandautomaten in rund 3.200 Filialen mit einem Pfandspendenknopf ausgestattet. Bei der Rückgabe von Leergut können Kunden mittels Knopfdruck entscheiden, ob sie einen Teilbetrag oder den gesamten Pfandbetrag an die Tafel Deutschland spenden möchten.

Die Lidl-Kunden haben mit Kleinstbeträgen Unglaubliches möglich gemacht: Über 17 Millionen Euro gingen bis heute an den Tafel Deutschland e. V., davon rund 1.360.000 Euro an die Tafeln Hessen. Mit der Pfandspende werden finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, die den Dachverband der deutschen Tafeln in die Lage versetzen, die Arbeit der lokalen Tafeln projektbezogen und bedarfsgerecht zu fördern. So konnten in Hessen bereits rund 180 Projekte umgesetzt werden.

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.832
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 10.09.2019 um 21:57 Uhr
"Lidl Kunden bescheißen Bedürftige un notwendige Reformen der Sozialgesetze." So könnte die Überschrift auch klingen.
Martin Wagner
2.672
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.09.2019 um 10:29 Uhr
Ja Herr Schmidt - Wir brauchen andere Gesetze (und andere Regierungen) damit wir endlich die Tafeln abschaffen können.

Ich bin wahrlich kein Freund der Tafeln (habe hierzu in dieser Onlineausgabe mehrere Artikel und sehr viele Kommentare geschrieben), aber ich denke "irgendwie sollte mann / frau auch die Kirche im Dorf lassen".

Für Leute, welche immer noch denken, das Wirtschaftssystem (bzw. deren willfährigen Leute in Parlamenten, Verwaltungen und Justiz) werden es irgendwie und irgendwann schon (noch) richten (und das sind noch zu viele Mitbürger) ist so ein Automat der Tetzel der Neuzeit (Ablasshandel im Mittelalter).

Auch bei kaum getarnter (als Autor steht ja nicht die Firma drüber, sondern eine Privatperson) Firmenwerbung bin ich sehr kritisch. Aber in diesem speziellen Fall meckere ich nicht rum. Denn Lidl müßte das ja nicht machen.

Nur etwas sonderbar finde ich die Spannbreite der Vertreter der Spender am Spendencheck. Gut die Tafelleutchen müssen logo dabei sein, auch die Leute von Lidl (denn ohne deren Infrastruktur ginge das ja nicht); aber wo bleibt eigentlich eine Vertreter der uralten an Caritas gewöhnten Omas bzw. der hipp sein wollenden Jugendlichen die auf ihr Geld zugunsten der Tafel am Automat verzichtet haben?

Nur mal so eine Idee. Vielleicht macht es Sinn im Konzern nicht nur irgendwelche "Sozialtanten" (und "Sozialonkel" - ich will mir nicht den Zwischenruf nicht ausgewogen zu formulieren einhandeln) zur Abwicklung der (neudeutsch) Charity-Geschichten anzustellen, sondern darüber hinaus auch eine Beirat dazu wählen zu lassen. Lidl-Werbung (Fernsehen, Rundfunk, Zeitungen, Wurfsendungen etc.) gibt es doch genug, da könnten die Lidl-Leute dazu aufrufen in ein Gremium rein zu gehen, damit die Spender mitreden können. Da würde sich beim alleinige "Lidl und die Tafel" eventuell auch etwas ändern. Denn es gibt ja nicht nur die Tafel, sondern noch genug andere Organisationen, welche ihre Hilfe für die arm Gemachten anders organisieren.
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