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Erdgasumstellung – Phase 1 erfolgreich abgeschlossen

Karsten Will, Anlagenmechaniker und zudem Sachkundiger für Gasanlagen bei den Stadtwerken Gießen, kontrollierte im Auftrag der MIT.N die Methankonzentration in der Übergabestation Ruttershausen. Hier kam das neue H-Gas wie geplant am 3. September 2019 an.
Karsten Will, Anlagenmechaniker und zudem Sachkundiger für Gasanlagen bei den Stadtwerken Gießen, kontrollierte im Auftrag der MIT.N die Methankonzentration in der Übergabestation Ruttershausen. Hier kam das neue H-Gas wie geplant am 3. September 2019 an.
Gießen | In Staufenberg ist die Umstellung von L- auf zukunftssicheres H-Gas erfolgreich vollzogen. Dank einer gründlichen Vorbereitung ging der Wechsel ohne nennenswerte Vorkommnisse über die Bühne.

Die Umstellung von L- auf H-Gas in der Kommune Staufenberg ging wie geplant und reibungslos vonstatten. Dafür arbeiteten die Experten der Mittelhessen Netz GmbH (MIT.N) eng mit dem vorgelagerten Netzbetreiber, der Open Grid Europe, zusammen. Deren Spezialisten legten am 3. September Punkt 7.05 Uhr den entscheidenden Hebel um. Seither strömt nur noch Erdgas mit höherem Brennwert durch die Leitungen. Und das nicht nur in Staufenberg. Auch andere Kommunen entlang der Lahn – von Hüttenberg bis Marburg – erhalten seit Dienstag kein niederländisches Erdgas mehr. „Wir sind froh, dass alles so gut geklappt hat. Die aufwendige Vorbereitung macht sich jetzt bezahlt“, freut sich Rüdiger Schwarz, Geschäftsführer der MIT.N.

Ungefähr eineinhalb Tage
Selbstverständlich lässt sich das noch im Netz vorhandene L-Gas nicht auf Knopfdruck austauschen. Tatsächlich erreichte das von Open Grid Europe eingeleitete H-Gas die Übernahmestation
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der MIT.N um 9.45 Uhr und strömte ab dann sukzessive zu allen Privat-, Gewerbe- und Industriekunden in Staufenberg, Mainzlar, Daubringen und Treis weiter. Wie sich das H-Gas im Netz der MIT.N ausbreitete, kontrollierten deren Fachleute an zuvor ausgewählten Standorten. Und bereits am Mittag des 4. September konnte überall im Netz die höhere Methankonzentration des neuen Erdgases gemessen werden.

Bislang kam es zu keinerlei umstellungsbedingten Zwischenfällen. Und die Wahrscheinlichkeit eines echten Problems sinkt mit jeder Sekunde. „Natürlich traten wie erwartet an einigen Geräten Störungen auf. Aber die hatten unsere engagierten Dienstleister, die auch schon im Vorfeld tätig waren, schnell im Griff“, führt Rüdiger Schwarz weiter aus. Die Techniker sind ohnehin bis in den Oktober hinein in Staufenberg unterwegs. Denn sie müssen noch so manches Gasgerät an die neue Brennstoffqualität anpassen – nämlich diejenigen, bei denen der Hersteller eine Umrüstung im Nachgang vorschreibt.

Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die MIT.N in Staufenberg kein einziges Gasgerät wegen eines nicht sicheren Weiterbetriebs stilllegen musste. Weil Sicherheit in der Gaswirtschaft ganz oben auf der Agenda steht, verpflichtet das Energiewirtschaftsgesetz die MIT.N wie alle anderen Gasnetzbetreiber, Anlagen von der Gaszufuhr zu trennen, wenn sich der sichere Weiterbetrieb nicht gewährleisten lässt. Genau das wäre bei einem nicht rechtzeitig angepassten Gerät der Fall. „Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für die ausgesprochen gute Kooperation aller Staufenberger Gaskundinnen und Gaskunden bedanken. Ohne ihre Unterstützung hätten wir ein solches Mammutprojekt nicht erfolgreich abschließen können“, bringt es Rüdiger Schwarz auf den Punkt.

Nicht mehr lange hin
Staufenberg war aufgrund seiner Lage im gesamtdeutschen Gasnetz schon jetzt mit der Umstellung an der Reihe. Das verbleibende Netzgebiet der MIT.N, also die Stadt Gießen und die angrenzenden Gemeinden, folgen im Frühjahr 2020. „In Staufenberg konnten wir im kleineren Maßstab wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns beim bevorstehenden Großereignis im nächsten März und April enorm weiterhelfen“, ist sich Rüdiger Schwarz sicher. Und er äußert gleich noch eine Bitte: „Unsere Vorgehensweise in Staufenberg hat sich absolut bewährt. Was sich unter anderem darin widerspiegelt, dass wir kein einziges Gerät absperren mussten. Es haben wirklich alle Kunden mitgezogen. Wir würden uns freuen, wenn das auch im restlichen Netzgebiet gelingt. Deshalb bitte ich alle, unsere Anschreiben ernst zu nehmen.“ Letzten Endes profitieren alle davon. Denn an der Umstellung an sich führt kein Weg vorbei.

Kontakt und weitere Infos
Die Spezialisten im Erdgasbüro der Mittelhessen Netz GmbH beantworten alle Fragen zum Thema Erdgasumstellung, gleich ob sie schon erledigt ist oder noch ansteht.
Lahnstraße 31, 35398 Gießen
0641 708-1617,
E-Mail egu@mit-n.de
www.mit-n.de/erdgasumstellung

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