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Lebenshilfe-Kita Watzenborn zeigt Bilder, die im Rahmen eines innovativen Kunstprojekts entstanden sind

Alles wie bei einer richtigen Vernissage - nur der Sekt war alkoholfrei.
Alles wie bei einer richtigen Vernissage - nur der Sekt war alkoholfrei.
Gießen | Pohlheim (-). Wie heißt der teuerste deutsche Künstler der Gegenwart? Wissen Sie es? Falls nicht, die „Wölfe“ können Ihnen helfen. Das sind 16 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren, die sich in der Kita Watzenborn der Lebenshilfe 73 Tage mit den Werken von sieben Künstlern der Moderne beschäftigt haben. Was dabei herausgekommen ist, zeigten sie ihren verblüfften Eltern und Freunden bei der Vernissage in ihrem Kindergarten in der Germaniastraße. Zur Eröffnung der Ausstellung stellten die Kinder ihre Werke, die von Miró, Hundertwasser, Ursus Wehrli, James Rizzi, Heidi Reil, Bodo W. Klös – und Gerhard Richter, dem teuersten deutschen Künstler der Gegenwart, inspiriert wurden. Eloquent beantworteten die Kinder die Fragen ihrer ErzieherInnen nach den Namen der KünstlerInnen, die mehrere Wochen ihren Alltag im Kindergarten bestimmten.

Die Idee für das Projekt entstand durch eine Kunst-Fortbildung zum Thema Materialkunde, an der die Erzieherin Johanna Hennemuth teilnahm. Dass sich Kinder in vorschulischen Einrichtungen mit dem Thema Materialvielfalt beschäftigen, ist nicht ungewöhnlich. Aber eben manchmal
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auch langweilig. Damit die Kinder - und die Erwachsenen - Spaß an dem Thema haben, beschlossen die ErzieherInnen kurzerhand, hinter jede Materialkunde einen Künstler zu stellen. Bestens vorbereitet und organisiert wurden so sieben Künstler kennengelernt und kleine Werke gezaubert. Jeweils zwei Wochen lang beschäftigten sich die kleinen Künstler mit ihren Werken. Verschiedene Materialien wie Kohle- und Graphitstifte, Wasserfarben, Styropor, Aquarellstifte wurden ausprobiert und erforscht. Eine eigene Leinwand wurde erschaffen und ein „sortiertes Kunstwerk“ - inspiriert von dem Schweizer Konzept-Künstler Ursus Wehrli - fotographisch festgehalten.

Die ausgestellten Arbeiten und die Atmosphäre bei der Vernissage zeigen, was passiert, wenn man sowohl Kindern als auch ErzieherInnen die Freiheit zur eigenen Gestaltung gibt und Ihnen etwas zutraut. Selbst Kinder, die sonst nicht eigenständig zum Pinsel greifen, haben während des Projekts erfahren, dass es das Selbstbewusstsein stärkt, sich kontinuierlich mit einem Thema zu beschäftigen. „Schließlich ist ein Miró auch nicht an einem Tag entstanden“, resümiert Kechel.

Zum Abschluss der Vernissage wurde eine Kunstauktion durchgeführt – dies gehöre nach Bekunden von Ann-Kathrin Kechel und Johanna Hennemuth zu einer richtigen Ausstellung. Versteigert wurde eine kleine Werkschau der Bilder, die bei der Beschäftigung mit dem Künstler Bodo W. Klös entstand.

Die Familie Önaktug ersteigerte die hochwertig präsentierten Duplikate der Klös-Adaptionen, an denen auch ihr vierjähriger Sohn Simon beteiligt war. Das erstandene Kunstwerk wurde noch am selben Abend im heimischen Wohnzimmer aufgehängt.

Alles wie bei einer richtigen Vernissage - nur der Sekt war alkoholfrei.
Alles wie bei einer... 
Stolze Besitzer der Bodo W. Klös-Adaptionen: Die Familie Önaktug hat dieses Bild ersteigert.
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