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Der geheimnisvolle Alatsee bei Füssen

von Kurt Wirtham 01.09.2019604 mal gelesen1 Kommentar
Gießen | Der Alatsee liegt westlich von Füssen und südöstlich vom Weißensee unterhalb des Falkensteinkammes. Groß ist er nicht, man kann ihn in ca. einer halben Stunde umrunden.

Aber er hat es in sich. Nicht zuletzt deshalb warfen die Autoren der Kluftinger-Krimis Kobr und Klüpfel ein Auge auf ihn und schrieben ihren Krimi "Seegrund". Laut wikipedia ist es ein "meromiktischer" See. In diesem zirkuliert das Wasser nicht über die gesamte Tiefe. Es gibt eine Grenze von 15 bis 18 m Tiefe, oberhalb der das Wasser sauerstoffreich ist und unter der es praktisch keinen Sauerstoff gibt. Auf dieser Grenze leben Purpur-Schwefelwasserstoff-Bakterien, die das Wasser zeitweise purpurrot erscheinen lassen, der Volksmund sagt: der See blutet.

Während des II.Weltkriegs war der See Sperrgebiet. Die Flugzeugbaufirma Focke-Wulf führte im See ärodynamische Versuche durch (ärodynamisch klingt gut im Wasser:-)). Auch wurden Gerüchte, nach denen am Ende des Krieges im See Goldschätze der Reichsbank versenkt wurden, die zuvor auf Schloß Neuschwanstein lagerten, nie bestätigt, aber auch nicht widerlegt. Eisenstangen von den miltärtechnischen Versuchen sind jedoch im See vorhanden.

Im See verendeten von Zeit zu Zeit grössere Mengen an Fischen und es verschwanden auch Menschen. Man geht davon aus, daß freiwerdender Schwefelwasserstoff die Ursache ist. Der Faulenbach, der Abfluss des Sees weist einen erhöhten Gehalt an Schwefelwasserstoff auf, was man auch riecht.

Nichtsdestotrotz ist der Alatsee ein lohnendes Ausflugsziel.

 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.717
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.09.2019 um 00:47 Uhr
Klingt interessant und Klufti hab ich gelesen
Hallo Lieber Leser
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Kurt Wirth
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