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Landtagsabgeordnete informieren sich über den Arbeitsmarkt in Mittelhessen

Foto v.l.: Die Landtagsabgeordneten Frank-Tilo Becher und Lisa Gnadl, beide SPD, mit dem Leiter der Arbeitsagentur Gießen, Eckart Schäfer
Foto v.l.: Die Landtagsabgeordneten Frank-Tilo Becher und Lisa Gnadl, beide SPD, mit dem Leiter der Arbeitsagentur Gießen, Eckart Schäfer
Gießen | Der heutige Arbeitsmarkt ist geprägt vom demografischen Wandel, technischen Fortschritt und der Digitalisierung. Dass diese Entwicklungen zu großen Verschiebungen führen und auch viele Jobprofile stark verändern wird, ist den allermeisten bekannt. Daher stellt sich die Frage, welche Schritte sind zu gehen, welche Entscheidungen zu treffen, um möglichst viele Menschen bei den bevorstehenden Veränderungen zu begleiten. Dies haben die Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl und Frank-Tilo Becher, beide SPD, zum Anlass genommen, um sich mit dem Leiter der Arbeitsagentur Gießen, Eckart Schäfer, auszutauschen.

Die besprochenen Themen waren vielfältig. Schäfer verschaffte den Abgeordneten einen Überblich zur aktuellen Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Dabei ging es beispielsweise um die Quote im Bezirk der Gießener Agentur, die Anzahl der erwerbslos gemeldeten Menschen und auch die unbesetzten Ausbildungsstellen. Auf den Trend zur Akademisierung, weg von der Dualen Ausbildung wurde hingewiesen und als eine Herausforderung festgehalten. Ein Feld, an dem die regionale Berufsberatung täglich arbeitet. Zudem betonten die beiden SPD-Landtagsabgeordneten, dass sie sich insbesondere dafür einsetzen möchten, dass in allen Schulformen – auch den Gymnasien – frühere und intensivere Berufsberatung stattfindet und dafür dem Thema auch von schulischer Seite mehr Bedeutung beigemessen und Zeit eingeräumt wird.

Ein weiteres Thema war die Arbeitsmarktsituation der Menschen mit Fluchthintergrund. Hier fragten Gnadl und Becher nach der Zahl derjenigen, die mittlerweile einen Ausbildungs- oder auch Arbeitsplatz gefunden haben.

Die zwei SPD-Mitglieder wollten zudem wissen, wie das Qualifizierungschancen-Gesetz des Bundes seine Anwendung in der Praxis finden wird. Der Gießener Behördenleiter sieht darin eine Chance für eine nennenswerte Anzahl von Menschen in Mittelhessen. „Da wir zukünftig zunehmend mit unsteteren Erwerbsbiographien und häufigen Arbeitsplatzwechseln zu tun haben werden, ist eine regelmäßige berufliche Anpassung erforderlich“, so Schäfer. „Hier bietet die neue Gesetzeslage viele Fördermöglichkeiten, um berufliche Entwicklung und Strukturwandel zu unterstützen.“
Das Beratungsangebot um die „Lebensbegleitende Berufsberatung“ bei der Agentur für Arbeit zu erweitern, sei die logische Konsequenz gewesen. So können davon Schüler und Studierende sowie Arbeitslose und Beschäftigte profitieren.

Gnadl und Becher waren sich einig, dass ein regelmäßiger Austausch mit der Agentur für Arbeit, einer Einrichtung, die täglich mit den Sorgen erwerbsloser Menschen zu tun hat, gewinnbringend für die Arbeit im Landtag ist.

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