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Wuppertaler Schwebebahn - auch nach 118 Jahren ein revolutionäres Verkehrsmittel

von Kurt Wirtham 06.08.2019870 mal gelesen29 Kommentare
Der Kaiserwagen von 1900
Der Kaiserwagen von 1900
Gießen | Vorausgeschickt sei, daß meine Fotos/Dias in den 1980-er-Jahren entstanden und inzwischen neuere Wagengarnituren mit anderer Lackierung in Betrieb sind. Wer sich gleich tiefergehend sachkundig machen möchte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wuppertaler_Schwebebahn

Die Schwebebahn heißt genau: "Einschienige Hängebahn System Eugen Langen". Elektrisch betrieben verbindet sie die Wuppertaler DB Bahnhöfe Oberbarmen im Osten und Vohwinkel im Westen. Einschienige Hängebahn bedeutet nicht, dass die Züge jeweils nur in einer Richtung unterwegs sein können. Die Gerüste ermöglichen den Begegnungsverkehr in beide Richtungen. 10,6 km führt die Strecke immer über der Wupper, 2,7 km über Land. Die Bahnhöfe "hängen" ebenfalls am Fahrgerüst. Durch Kriegszerstörungen bedingt sind allerdings kaum noch Originalbahnhöfe erhalten, der Bahnhof "Werther Brücke" ist einer davon.

Bei Inbetriebnahme der Schwebebahn durch Kaiser Wilhelm II gab es die Stadt Wuppertal noch nicht. Sie entstand erst 1929 durch Zusammenschluss der beiden grossen Städte Barmen
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Verkehr (166)Geschichte (152)
und Elberfeld und einer Vielzahl weiterer Ortschaften. Zum Teil im engen Tal der Wupper gelegen, zum Teil in den Seitentälern und auf den angrenzenden Höhen. Die Schwebebahn war das ideale Verkehrsmittel für die Magistrale. Die von dieser Hauptachse im Tal ansteigenden Strassen, Seitentäler und Treppenanlagen ("Tippe-Tappe-Tönchen") brachten mich als gebürtigen Allgäuer zum Erstaunen: solche steile Verkehrswege war ich gar nicht gewöhnt. Dazu an den Strassen die imposanten mit reichhaltigem Stuck verzierten Gründerzeit- Häuser. Die hatten allerdings bis in die 1960-er-Jahre kaum Bäder und die Toiletten ausserhalb der Wohnungen auf halber Treppe. Die Zentren von Barmen und Elberfeld wurden im Krieg zerstört und anschliessend schnell und billig wieder aufgebaut.

Der gesamte Schwebebahnbereich ist seit 2017 barrierefrei mittels Aufzügen und speziellen Ein- und Ausstiegsvorrichtungen. Zumindest noch in den 1980-er-Jahren gaben die Räder selbst in gerinfügigen Kurvenbereichen beachtliches Kreischen und Quietschen von sich. Beim Bau gab man den Anwohnern, wo die Bahn dicht an den Fenstern vorbeifuhr, ein "Gardinengeld", damit sie sich vor neugierigen Blicken der Schwebebahnbenutzer schützen konnten.

Jüngst stand die Bahn ein paar
Station Werther Brücke - im Originalzustand erhalten
Station Werther Brücke - im Originalzustand erhalten
Monate still. 100 m Stromschiene waren überraschend heruntergefallen, verletzt wurde niemand. Auch gab es erst 1999 den ersten Unfall der Bahn mit Todesopfern, 5 an der Zahl. Nach Wartungsarbeiten wurde auf der Schiene ein Sicherheitsbremsschuh vergessen, nach Beendigung der Arbeiten wieder wegzunehmen. Der erste freigegebene Zug entgleiste und fiel teilweise vom Gerüst. Ansonsten gab es einige tödliche Unfälle im Sinne von Betriebsunfällen bei Wartungs- und Reparaturarbeiten.

Im Jahr 1950 wurde für das Drehen eines Werbefilms für die örtlichen Milchverarbeitungtsbetriebe ein junger Elefant des Zirkus Althoff in einen Waggon gesteckt. Nach wenigen Metern Fahrt durchbrach er eine Seitenwand und sprang in die Wupper. Verletzt wurde er nicht, er starb viele Jahre später in einem französischen Zirkus an Altersschwäche.

Es gibt noch eine original erhaltene und instandgehaltene Wagengarnitur, mit der das Kaiserpaar zu Eröffnung 1901 gefahren war. Diese kann für Sonderfahrten, Hochzeitsfahrten etc. gemietet werden und reiht sich dann zwischen die verkehrsmässigen ein.

Fragt sich, ob dieses für damalige Verhältnisse gewaltige und viel Stahl verschlungen habende Verkehrsmittel, das auch die Landschaft und die Stadt nachhaltig veränderte, seinerzeit ohne Kritik der Bevölkerung gebaut wurde?

Der Kaiserwagen von 1900
Station Werther Brücke - im Originalzustand erhalten
Blick aus  der Station Völklinger Strasse
In der Nähhe vom Zoo
"Moderne" Station Ohligsmühle
ebenfalls Ohligsmühle
Nähe Ohligsmühle. Hinten der "Sparkassenturm"
Station Landgericht
Station Landgericht
"Landstrecke" in Vohwinkel
Station Robert-Daum-Platz
Nähe Döppersberg

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Da hatte man noch Zeit zum Lesen...
in diesem Fall sind es allerdings mittelalterliche Relikte unter dem St.Mang-Platz in Kempten
Archäologie ist spannend
weitere Erläuterungen unten als Kommentar
Der "Adler" in Großholzleute - wahrlich historisch. Kaiserin Maria Theresia und Günter Grass stiegen hier ab
Erntefest mit Herbstmarkt im Hessenpark
Am Wochenende fand der Herbstmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark...

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.08.2019 um 10:56 Uhr
Herr Wirth; ich möchte ja nicht kleinkariert sein; aber ich finde die Verwendung des Begriffes "Revolution" in Verbindung mit Technik nicht angebracht.

Revolution werden von Menschen gemacht um die Kapitalisten und deren Handlanger zu entmachten. Kurz gesagt: Was oben war wird nach unten gestürzt und was unten war regiert.

Neuheiten in der Technik mögen bahnbrechend sein - sie sind aber in der Regel immer Fortentwicklungen des Bestehenden. Also eben nicht die diametrale Position zu dem bisher Herrschenden.

Da Sprache bei uns in der heutigen Zeit immer Herrschaftssprache ist, bin ich dafür, dass linke Leute * damit bewusst umgehen. Und nicht - wie bei dem Begriff "revolutionäre Entwicklungen in der Technik - zur Aufweichung politischer Positionen beitragen.

* Ich kenne Sie nicht persönlich, aber Ihren Artikeln entnehme ich, dass sie einer Fraktion der Linken zu zurechnen sind.
H. Peter Herold
28.306
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.08.2019 um 12:35 Uhr
Wortklauberei :-(

Wichtig ist doch was gemeint wurde und was sicher alle(Fast alle) auch richtig verstehen.

Ich finde den Bericht großartig. Danke Kurt.
Kurt Wirth
2.409
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 07.08.2019 um 13:23 Uhr
Revolutionen werden von Menschen gemacht, Technik wird aber auch von Menschen gemacht und ist nichts von ihnen Unabhängiges. Zumindest bei Teilen der Linken ist der Begriff "wissenschaftlich technische Revolution" durchaus geläufig, der überhaupt nichts mit dem bürgerlichen Sprachgebrauch zu tun hat. Näheres hierzu im "Philosophischen Wörterbuch" von Georg Klaus und Manfred Buhr, in mehreren Auflagen in der DDR erschienen. Stark vereinfacht gesagt: eine Entwicklung, die bis dahin nicht für möglich gehalten wurde, ermöglicht durch die Automatisierung in der Produktion. Aber ich meinte hier "revolutionär" im umgangssprachlichen Sinne, nicht im wissenschaftlichen.
H. Peter Herold
28.306
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.08.2019 um 13:31 Uhr
:-))
Bernd Zeun
11.355
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 07.08.2019 um 19:25 Uhr
Herr Wagner, Sie hatten mal wieder die ideologischen Scheuklappen auf und deshalb fehlt ihnen der Überblick. Revolutio heißt im Lateinischen nicht mehr als Umdrehung, Umwälzung und deshalb sprach Kopernikus als erster von Revolution und meinte damit den Umlauf der Planeten um die Sonne, nachdem er diese Entdeckung gemacht hatte. Das war dazu eine Revolution in der Wissenschaft.

In welchem Sinne Revolution alles gebraucht wird (natürlich auch in Ihrem, wenn Kapitalisten mit Hilfe von Revolvern - die heißen so, weil die Trommel, bis sie leergeschossen ist, ebenfalls eine Revolution macht - entmachtet werden) dazu lesen Sie sich am besten einfach mal den Wikipediaartikel zu Revolution durch.
H. Peter Herold
28.306
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.08.2019 um 19:31 Uhr
Lieber Bernd, nimm Martin nicht seinen Glauben an die linke Revolution. Nicht dass er sich noch nach rechts DREHT.:-)
Bernd Zeun
11.355
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 07.08.2019 um 19:38 Uhr
Da die Erde eine Kugel ist, kommt automatisch, wer zu lange nach links geht, irgendwann rechts an ;-)
Bei Herrn Wagner würde ich aber eher vermuten, er bewegt sich im Kreis.
H. Peter Herold
28.306
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.08.2019 um 19:44 Uhr
So habe ich das noch nie betrachtet. Da besteht ja die Gefahr dass die Rechten noch mehr werden.
Stefan Walther
4.559
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.08.2019 um 22:10 Uhr
Martin, du gehst hier einseitig an die Sache ran, Kurt Wirth hat dir schon die richtige Antwort gegeben. Selbst Marx sprach schon von der industriellen Revolution... und sicher, da hast du Recht, werden z.B. auch die technischen Errungenschaften nicht "automatisch" auch zu einer Verbesserung der Lage der arbeitenden Menschen führen, dazu bedarf es einer Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse...
Aber: beides gehört zusammen, das Eine bedingt das Andere.

Revolutionen sind auch nichts Neues, es wäre falsch dies nur auf die Zeit des Kapitalismus einzuengen. Wie ist denn der Kapitalismus enstanden? Allein durch den technischen Fortschritt?

Bernd - während Kurt Wirth sehr sachlich antwortet - du begibst dich auf ein Niveau das ich von dir hier nicht gewohnt bin ( nicht nur wegen dem Hinweis auf wikipedia ). So ein blöder Spruch wie "wer zu lange nach links geht, kommt automatisch irgendwann rechts an", den kannst du dir schenken. Ich teile mitunter nicht die Ansichten von Martin Wagner aber "im Kreis" bewegt er sich sicher nicht, er weiß schon was er will... Bei manch anderen, die nur kritisieren?, bin ich mir da nicht so sicher...
Bernd Zeun
11.355
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 08.08.2019 um 01:08 Uhr
Stefan, vielleicht ist dir ja das Zwinkersmiley entgangen, der Spruch war natürlich ein Scherz, na gut, unser Humor mag manchmal verschieden sein. Aber deine Abneigung gegen Wikipedia verstehe ich nicht (ich habe da übrigens auch gelegentlich zu Themen geschrieben), was hast du z.B. an dem Artikel zum Begriff Revolution auszusetzen? Wenn du was für falsch hältst, steht es dir doch frei, es zu verbessern?

Und was Herrn Wagner betrifft, da finde ich schon, dass er sich im Kreis dreht. Da schreibt Herr Wirth einen guten Beitrag zur Schwebebahn und Herrn Wagner fällt nichts Besseres ein, als mal wieder seine schwarz-weiße Kapitalisten-Proletarier-Herrschender-Block-Welt durchblicken zu lassen. Dabei habe ich ihn schon mehrfach gefragt, wo denn für ihn in der heutigen differenzierten Welt die Grenzen zwischen den einzelnen Klassen/Gruppierungen liegen, bloß nie eine vernünftige Antwort bekommen.
Stefan Walther
4.559
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.08.2019 um 08:12 Uhr
Bernd, warum ich da etwas empfindlich reagiere ( aus deiner Sicht evt. überreagiere? ) und wenig Sinn für Humor habe: die ganze bürgerliche Meinungsmache wie z.B. "rechts gleich links", die so genannte "Querfronttheorie" und ähnliches haben nur den Zweck die Menschen in die Irre zu führen... und leider gelingt es auch viel zu häufig.
Wikipedia? = nun, Wikipedia ist keineswegs, wie viele glauben, eine neutrale Plattform, schon gar keine wissenschaftlich fundierte. Wie du selbst schreibst, kann hier jede(r) seinen/ihren Senf abgeben und so lange das den Administratoren von Wikipedia nicht gegen den Strich geht wird das dann auch aufgenommen ( oft aber auch nicht ). So ist z.B. auch das ganze Zeugs was unter dem Begriff "Revolution" dort eingestellt ist sehr beliebig, auch wenn es den Schein ( wie bei vielen anderen Begriffen auch ) einer wissenschaftlichen bzw. breiten Analyse hat...

Ja, Diskussionen mit Martin Wagner sind mitunter etwas schwierig und auch anstrengend. Er beantwortet viele Fragen einfach nicht, weigert sich seine Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen, redet dann oft von "Dogmatismus" statt sich mit Inhalten auseinander zu setzen usw. usf. Da ist er aber in manch "guter" Gesellschaft, auch andere Linke hier in der GZ ( gerade was deine aufgeführte Frage betrifft hattest du doch auch schon weitere Erfahrungen gemacht ) ignorieren schonmal die ein oder andere (Nach-)frage oder "antworten" mit nem angeblich coolen Spruch oder ner nichtssagenden Phrase...

Mein Motto, so lange meine Schmerzgrenze bei dauerhafter Ignoranz nicht überschritten ist = hartnäckig bleiben, nachhaken, Phrasen als Phrasen entlarven, konkrete Antworten auf konkrete Fragen einfordern...
Bernt Nehmer
1.965
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 08.08.2019 um 09:30 Uhr
Steiles Weggelände in Wuppertal und in den Kommentaren.
2.458
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 08.08.2019 um 09:55 Uhr
Ich überlege mir jetzt, ob ich nicht doch noch einmal nach Wuppertal fahren und die Schwebebahn ausprobieren sollte.
Stefan Walther
4.559
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.08.2019 um 10:02 Uhr
Lohnt sich auf jeden Fall, berufsbedingt war ich öfter in Wuppertal, ist auch ein kleines Erlebnis...
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 08.08.2019 um 12:01 Uhr
Gertraud, das solltest du unbedingt mal, am besten im Rahmen einer Gruppenfahrt, ich habe so eine Fahrt schonmal mitgemacht, da kommst du nämlich einmal rundherum. Wir hatten dann einen Oldtimerwagen mit Bewirtung, aber auch eine normale Fahrt ist sehenswert.
2.458
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 08.08.2019 um 12:49 Uhr
Außerdem gibt es in Wuppertal einen schönen Skulpturenpark.
Ich war schon öfter dort, aber die Schwebebahn hab ich bis jetzt nur angeschaut. erst kamen wir nicht dazu, dann war sie längere Zeit geschlossen.
Die Anfahrt mit dem eigenen Auto war allerdings wegen der Verkehrsverhältnisse sehr stressig. Da wäre die Gruppenfahrt vielleicht eine gute Alternative.
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 08.08.2019 um 15:51 Uhr
Wir waren 2017 mit einem Bus der Burschenschaft Beuern dort. Sie hatten ein tolles Programm zusammengestellt. Das Highlight war die Fahrt in einer historischen Bahn. Sie ist ja erst seit kurzem mit neuen modernen Wagen wieder eröffnet worden.
2.458
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 08.08.2019 um 16:51 Uhr
Danke, Jutta!
Vielleicht werde ich auch so etwas Ähnliches machen!
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.08.2019 um 17:11 Uhr
Es ist etwa 45 Jahre her da bin ich von Wuppertal mit dem Oberleitungsbus nach Solingen gefahren. (Nicht als Erlebnisfahrt, sondern weil ich nie ein Auto hatte und trotzdem mit dem OEPNV in der BRD überall hin gekommen bin.)

Im Rahmen der Gestaltung von umweltfreundlicheren Stadtbuslinien kommt in den lezten Jahren auch der Ausbau von Oberleitungsbussen wieder ins Gespräch. (Aber etwas anders als zwischen Wuppertal und Solingen bzw. im Stadtgebiet Solingen. Dort "zapft" der einzelne Omnibus seine Energie über eine Stangenverbindung von einer über die Straße montierten Stromleitung. Heute gehen Verkehrsexperten davon aus, dass Busse mit geladenen Akkus - und da das oft nicht reicht mit Stromabnehmer auf bestimmten Teilstrecken - im bergiges Gelände (bzw. und / oder Wendepunkten) ausreichend "Kraft ziehen" können.)

In Wuppertal / Solingen geht es rauf und runter (vergleichbar mit Marburg), wohl ein Grund, dass die sonst nicht mehr gängige Technik sich dort über die Jahrzehnte halten konnte.

Kurz: Meine Empfehlung - Schwebebahn plus einmal Oberleitungsbus fahren ---> das Erlebnis für Technikbegeisterte

https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus_Solingen
H. Peter Herold
28.306
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.08.2019 um 17:17 Uhr
O-Bus kenne ich aus meiner Jugend. Muss das Erlebnis also nicht irgendwo suchen und wegen der Schwebebahn fahre ich nicht nach Wuppertal.
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.08.2019 um 17:27 Uhr
Martin und seine "schwarz-weiße Kapitalisten-Proletarier-Herrschender-Block-Welt".

MMh; ja ich rede öfters von Kapitalisten, vom herrschenden Block und wie diese Kombination die Welt im Kleinen (hier in Giessen und Landkreis) und im Großen (Hessen / BRD / Europa / Welt) bestimmt. Das stimmt schon.

Aber was ist da schlecht dran? So sehe ich das nun einmal. Ob ich damit ein geistiger Kleingärtner bin oder so weit links mich bewege, dass ich schon wieder rechts bin....? Das kann ich offen lassen. So etwas geht mir am Allerwertesten vorbei.

Widersprüche in meiner Argumentation (und die kommen immer wieder vor - ich bin ja kein Studierter) greife ich in der Regel auf und versuche sie zu widerlegen bzw. gebe auch schon einmal zu, dass ich in der und der Fragestellung nach den und den Kommmentaren meine Ansichten geändert habe.

Lektüreempfehlungen nach dem Motto "mach Dich doch einmal zu der und der Theorie schlau" wehre ich ab. Dogmatismus - egal in welcher Form - ist nicht mein Ding. (Ich lese übrigens sehr viele Bücher aus dem Bereich neuere Geschichte, Politik, Soziologie, Psychologie und so weiter - taucht da aber ein "ismus" auf lege ich das Buch weg.)

Offensichtlich nerve und / oder langweilige ich damit andere Bürgerreporter.
Das mache ich aber nicht bewußt, sondern das ergibt sich aus meinen Grundeinstellungen.
H. Peter Herold
28.306
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.08.2019 um 17:32 Uhr
Ist gut so Martin. Nennt sich Meinungsfreiheit und du greifst keinen persönlich an.
2.458
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 10.08.2019 um 18:15 Uhr
Oberleitungsbusse kenne ich seit meiner Kindhnocheit in Salzburg. Und es gibt sie immer noch!
H. Peter Herold
28.306
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.08.2019 um 18:17 Uhr
In Gießen fuhren die auch
Kurt Wirth
2.409
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 10.08.2019 um 20:22 Uhr
Neuerdings kommen in verschiedenen deutschen Städten Seilbahnprojekte zur Diskussion. Bisher kannte man die hierzulande eigentlich nur als Überbleibsel von Gartenschauen (Koblenz, Köln). Unter bestimmten geographischen Bedingungen sind sicherlich auch diese überlegenswert. In einigen südamerikanischen Großstädten wurden sie als Verkehrsmittel etabliert (La Paz, Medellin), nicht nur für bestimmte touristische Attraktionen.

Im Geschäft damit ist übrigens die Firma Doppelmayr aus dem österreichischen Vorarlberg, die auch die Alpen weithin mit Seilbahnen und Skiliften ausgestattet hat.
Kurt Wirth
2.409
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 10.08.2019 um 20:40 Uhr
@Martin Wagner: Herr Wagner, Ihr erster Diskussionsbeitrag hat mich überhaupt nicht unangenehm berührt. Die Frage, ob hier "revolutionär" nicht zu hoch gegriffen ist, war durchaus legitim. Das zieht aber natürlich die Klärung nach sich, was unter "revolutionär - unter Linken - zu verstehen ist. Und das gäbe ein vielseitiges Werk. Nun kenne ich ja ihre Diskussionsbeiträge seit einigen Jahren und damit auch ihre Phobie vor dem "-ismus". Nicht jeder "-ismus" ist Dogmatismus. Ich würde Ihnen einen ausgeprägten "Individualismus" zuerkennen, was ja nicht unsympathisch ist. Gelegentlich auch einen "Anarchismus" und "Anarchosyndikalismus". Bei anderer Gelegenheit habe ich Ihnen auch einen gewissen Hang zum "Prolet-Kult" nachgesagt.

In irgendeinen "-ismus" werden wir Sie schon reinkriegen. Das ist aber alles kein Vergehen. Viel problematischer sind Menschen, denen alles am A... vorbeigeht. :-)
Stefan Walther
4.559
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.08.2019 um 21:47 Uhr
Schön Martin dass du auf die Kritiken eingehst!
Nimm es mir nicht übel: hinter den von dir aufgeführten Themen ( Bücher die du liest ) steckt meines Erachtens immer auch irgendein "..ismus", ob du das wahrhaben willst oder nicht. Z.B. Bücher zu Politik oder Geschichte ( aber auch Psychologie und Soziologie ) sind doch keine "neutralen" Betrachtungen, sie haben immer einen Zweck, einen Blickwinkel usw.
Und ich kann Kurt Wirth nur zustimmen = nicht jeder "..ismus" ist Dogmatismus, das "predige" ich dir ja - bisher leider vergeblich - schon so lange, dass es dir wahrscheinlich aus den Ohren heraus kommt.
"Anarchosyndikalismus" trifft es meiner Meinung nach nicht schlecht ( natürlich nicht in allen Fragen ).

Was die Widersprüche betrifft = "ich habe ja nicht studiert", das ist eine schlechte Ausrede. Soll ich jetzt sagen "ich habe noch nicht mal Abi"? Gerade Arbeiter und andere abhängig Beschäftigte müssen sich auch mit Theorie - in ihrem ureigensten Interesse - beschäftigen, denn wie heißt es richtig: ohne richtige Theorie auch keine richtige Praxis. Sie bilden eine dialektische Einheit!
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.08.2019 um 15:58 Uhr
Interessant; also ich tendiere nach Einschätzung von Fachleuten zum
"Anarchosyndikalismus".

Wenn ich einmal Zeit habe - im Moment habe ich leider keine; denn ich bin Ersatz-Opa geworden und muss da viel lernen - werde ich einmal nachschauen, was mann / frau darunter versteht.
H. Peter Herold
28.306
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.08.2019 um 17:15 Uhr
Viel Spaß beim Windeln. Da wirst du ganz neue Erfahrungen, wichtige fürs Leben machen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Kurt Wirth

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