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Engels-Denkmal in Wuppertal - Die starke Linke

Das Proletariat hat nichts zu verlieren als seine Ketten
Das Proletariat hat nichts zu verlieren als seine Ketten
Gießen | Im Wuppertaler Stadtteil Barmen befindet sich der Engels-Garten, eine Grünanlage, begrenzt auf der einen Seite durch das Engels-Haus, eine Art Museum für den "großen Sohn" der Stadt, auf der anderen Seite durch einen Gedenkstein an das im Krieg zerstörte Wohnhaus der Familie Engels und Geburtshaus von Friedrich Engels. Zwischen beidem steht zum einen eine überlebensgrosse Bronzestatue von Friedrich Engels, ein Geschenk der Volksrepublik China, errichtet im Juni 2014 und geschaffen von dem chinesischen Künstler Prof. Zeng Chengang. Verständlicherweise gab es um die Errichtung dieses Denkmals kontroverse Diskussionen. Siehe zu diesem Denkmal:
http://de.wikipedia.org/wiki/Engels-Denkmal

Im Jahre 1981 wurde das in diesem Beitrag abgebildete, ebenfalls im Engelsgarten stehende Denkmal des 2009 verstorbenen österreichischen kommunistischen Bildhauers, Malers und Grafikers Alfred Hrdkicka eingeweiht. Erich Honecker besuchte es und das Engels-Haus bei seinem Besuch 1987 in der BRD. Es wurde für ihn eigens ein Übergang über die Strassenbahngleise geteert, um vom Hubschrauber dorthin zu gelangen. Vor dem Denkmal überreichte ihm Udo Lindenberg eine E-gitarre mit den Worten: Gitarren statt Knarren.

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Die Fertigstellung des Denkmals von Hrdlicka barg allerhand Komplikationen. Anfangs waren 130.000,- DM für das Objekt geplant. Lieferschwierigkeiten des Marmorblocks aus Carrara (der erste bekam zu Beginn des Transports einen Riß), Unklarheiten über die Finanzierung des Sockels, die Änderung des Entwurfs durch den Künstler führten zu Kosten von 300.000,- DM. Ursprünglich schwebte Hrdlicka ein marmornes Buch vor, aus dem reliefmäßig Menschen hervordringen sollten. "Methamorphose des Geschriebenen in die Realität" bezeichnete er es. Mit dem ausgeführten Denkmal mit ineinander verschlungenen Menschen, nur ansatzweise erkennbar, und dem linken Arm, der herausragt und die Fesseln sprengt, wird die Stärke und Macht der Arbeiterbewegung symbolisiert, die ihre Ketten sprengt. (Seit dem Siegeszug der Computer wurde ja der Slogan abgewandelt: Das Proletariat hat nichts zu verlieren als seine "Dis-Ketten") :-)

Die Bezeichnung "die starke Linke" erhielt das Denkmal vor allem in Abgrenzung zu dem späteren chinesischen Denkmal.

Zum Hrdlicka-Denkmal siehe auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_starke_Linke

http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Hrdlicka

Hrdlicka gestaltete auch in Hamburg das Gegendenkmal zum sog. "Kriegsklotz" am Dammtor. Auch das 1988 eingeweihte Mahnmal gegen Krieg und Faschismus auf dem Wiener Albertina- bzw. Helmut-Zink-Platz stammt von ihm, errichtet aus dem Granit aus den Steinbrüchen von Mauthausen.

In Wuppertal-Elberfeld befindet sich auch das "Marx-Engels-Zentrum" der Marx-Engels-Stiftung e.V.

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Gedenkstein an das im Krieg zerstörte Geburtshaus von Friedrich Engels
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in diesem Fall sind es allerdings mittelalterliche Relikte unter dem St.Mang-Platz in Kempten
Archäologie ist spannend

Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.157
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.07.2019 um 20:40 Uhr
Dir Linken geben
anscheinend ihren Traum anscheinend nicht auf
Kurt Wirth
2.236
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 31.07.2019 um 20:45 Uhr
Warum auch?
H. Peter Herold
28.157
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.07.2019 um 20:47 Uhr
Wo ist die Linke stark?
Kurt Wirth
2.236
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 31.07.2019 um 20:49 Uhr
Kommt noch
H. Peter Herold
28.157
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.07.2019 um 20:53 Uhr
Das ist das wss ich als Traum bezeichne. Ich weiß wovon ich rede. Bin auch Träumer
Kurt Wirth
2.236
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 31.07.2019 um 20:58 Uhr
Dann sind wir uns ja einig
Bernt Nehmer
1.825
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 01.08.2019 um 13:23 Uhr
Wuppertal kann man alleine wegen des Museums anreisen.
Kurt Wirth
2.236
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 01.08.2019 um 19:58 Uhr
da ist natürlich die Frage, welches Museum Sie meinen, Herr Nehmer. Es gibt da ja eine ganze Reihe. Weithin bekannt ist das Von der Heydt Museum in Elberfeld mit seinen Schätzen der Malerei, Grafik und Bildhauerkunst. Als ich noch in Wuppertal wohnte, gab es noch das Fuhlrott-Museum. Fuhlrott war der Entdecker des Neandertals mit seinen Funden, ganz in der Nähe Wuppertals. Dieses wurde leider geschlossen. Wie so viele kulturelle und sportliche Einrichtungen in Wuppertal, das eine der "klammsten" Städte in NRW ist.

Zu den vorhandenen Museen siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Museen_in_Wuppertal
Bernt Nehmer
1.825
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 02.08.2019 um 13:43 Uhr
Von-der-Heydt mitten in der Stadt meinte ich. Die Schwebebahn schwebt wieder seit gestern. Ob die ÖPNV Bahnehöfe alle barrierefrei sind, wäre für Rollifahrer gut zu wissen.
Kurt Wirth
2.236
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 02.08.2019 um 19:37 Uhr
Zu meiner Wuppertaler Zeit war meiner Erinnerung nach kein Schwebebahnhof barrierefrei, vielleicht die beiden größten, zugleich an den grossen DB-Bahnhöfen gelegenen Döppersberg/Elberfeld und Barmen. Wie ich dem Netz entnehme, soll seit 2017 der gesamte Schwebebahnbereich barrierefrei sein:

http://www.ksta.de/nrw/neue-schwebebahn-im-zwei-minuten-takt-durch-das-tal-der-wupper-1987854

Das wäre eine beachtliche Leistung (für die Betroffenen natürlich gutes Recht) unter Berücksichtigung der baulichen Tatsache, daß man an jeder Haltestelle hoch hinauf muß, um zur Schwebebahntür zu gelangen. Viele der Bahnhöfe "hängen" am Tragegerüst, wie die Schwebebahn selbst, die ja besser Hängebahn hieße.

Ich werde demnächst auch noch einen Beitrag über die Schwebebahn als solche einstellen. Hätte es zu ihrer Bauzeit "Umweltschützer" gegeben, wären die sicher gegen den Bau Sturm gelaufen. Zu seiner Zeit war das ein Monstrum, das gigantischen Arbeits- und Materialverbrauch verursachte. Aber fast 100 Jahre tat sie ihren Dienst ohne jeglichen Unfall (abgesehen von Betriebsunfällen bei Unterhalt und Pflege). Erst in den 90-ern geschah ein Unfall mit 5 Todesopfern, als nach getätigten Wartungsarbeiten ein Bremsschuh auf der Schiene versehentlich dort belassen wurde. Ansonsten ist nur in den 50-ern beim Dreh eines Werbefilms für die Wuppertaler Milchprodukte namens "Tuffi", symbolisiert durch einen kleinen Elefanten, ein solcher in die Schwebebahn gepfercht worden und durch die offene Tür in die Wupper gesprungen. Der überlebte auch das und wurde in einem französischen Zirkus uralt.
Christine Stapf
7.507
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 06.08.2019 um 14:58 Uhr
Als Rollstuhlfahrer informiere ich mich (mache ich persönlich) vor Städtereisen über die Barrierefreiheit. Werde ich im Internet nicht fündig, erfahre ich bei einem Telefonat alles was ich wissen möchte.

Hier der Link mit dieser Information:


In der neuen Generation von Schwebebahnfahrzeugen wurde angemessener Platz für Rollstühle und Kinderwagen geschaffen. Dieser Bereich bendet sich direkt hinter der Fahrerkabine. Der Einstieg mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen erfolgt deshalb an der ersten Tür erfolgen. Die integrierte Rampe erleichtert das barrierefreie Einsteigen. Positionieren Sie sich an der Einstiegshaltestelle an einem Ort, an dem unsere Fahrerinnen und Fahrer Sie gut sehen können, um Ihnen die integrierte Rampe auszuklappen und beim Einstieg zu helfen. Geben Sie dem Fahrpersonal beim Einstieg Bescheid, an welcher Haltestelle Sie aussteigen möchten.

http://www.wsw-online.de/wsw-mobil/mehr-service/service/barrierefrei-unterwegs/
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Kurt Wirth
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