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120-jähriges Jubiläum – die Gießener Kolpingsfamilie im Kurzporträt

Gießen | 28 Mitglieder gründeten am 8. August 1897 in der Frankfurter Straße 30, dem damaligen „Rheinischer Hof“, den Gießener Gesellenverein. Seitdem hat sich vieles getan. Allein zwischen 2009 und 2016 lieferte die Nachfolgeorganisation als Mitglied im Kolpingwerk 1215 Matratzen, 1080 Windeln und 593 Lattenroste nach Moldawien und Rumänien.

Das Kolpingwerk ist ein internationaler, katholischer Sozialverband. Er geht zurück auf das Wirken von Adolph Kolping im 19. Jahrhundert. Er wollte Handwerksgesellen helfen, die sozialen Umbrüche der industriellen Revolution zu überstehen. Der katholische Priester war zuvor selbst Schustergeselle gewesen und wusste um deren schwierige Lage. Als Folge wurden in vielen Orten Gesellenvereine gegründet. Diese boten ihren Mitgliedern Halt und einen Ort, um sich auszutauschen und weiterzubilden. Der Zusammenschluss der Gesellenvereine heißt seit 1935 Kolpingwerk. Dessen Ortsvereine werden Kolpingsfamilien genannt.

Wie der Name hat sich auch die Ausrichtung verändert. Die Kolpingsfamilie in Gießen sammelt nun Hilfsgüter für Osteuropa. Dabei handelt es sich um Artikel, wie Rollatoren
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oder Infusionsständer für Krankenhäuser, ein Brotbackofen für ein Kinderheim oder Kleidung für Bedürftige. Insgesamt seien so 4385 Kisten voller Textilien gespendet worden, erzählt die Vorsitzende Elisabeth Rühl. Auch lokale Projekte werden unterstützt. So fliest ein Teil der Erlöse des Sommerfestes 2017 in die Jugendwerkstatt Gießen gGmbH. Bei der Renovierung der St. Bonifatius Kirche wirkten die Mitglieder ebenfalls mit. Den neuen Fußboden und eines der Fenster hat die Kirchengemeinde ihnen zu verdanken.

Erich Bukovac ist seit 61 Jahren Teil des Gießener Ortsvereins und war schon als Kind bei gemeinsamen Ausflügen mit dabei. Er habe sich in der Gießener Familie immer einbezogen gefühlt, erzählt Bukovac. Wie bei vielen Vereinen geht auch ihre Mitgliederzahl zurück. Im Sommer 2017 lag sie bei 47 Mitgliedern. Das Durchschnittsalter in der Kolpingsfamilie Gießen sei zudem hoch, berichtet Rühl.

Viermal im Jahr gibt der Verein ein kleines Faltblatt, Pupille genannt, heraus. In diesem wird über das anstehende Programm der nächsten drei Monate informiert. Jeden Montag um 18 Uhr findet ein gemeinsamer Gottesdienst statt. Regelmäßig werden Vorträge zu Themen, wie der Krankenhausseelsorge oder den Hochschulgemeinden, veranstaltet.

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von:  Martin Naumann

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