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Schäfer-Gümbel über die Grünen

Gießen | Die Grünen versuchen im Moment, alles Elend dieser Welt zu reduzieren auf die Frage des Klimawandels. Das halte ich für falsch. Die AfD erklärt die Migrationsfrage zum Übel der Welt. Auch das halte ich für grundfalsch. Beides verkürzt Politik in grotesker Weise.

Die Grünen stehen für Kapitalismus mit gutem Gewissen. Den Grünen ist die soziale Frage schnurzegal. Sie spielt überhaupt keine Rolle in ihrer Programmatik. Sie präsentieren sich als fortschrittliche Kraft, aber sie sind keine fortschrittliche Kraft. Ich erlebe sie in politischen Prozessen eher als autoritär.

Sie sind in den vergangenen zwei Jahren in eine programmatische Beliebigkeit abgeglitten. Es gelingt ihnen, im Moment gar keine Position mehr zu vertreten und sich so zum Objekt politischer Heilserwartungen zu stilisieren.

aus einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel vom 14. Juni 2019

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Kommentare zum Beitrag

Wolfgang Seibt
58
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 14.06.2019 um 15:13 Uhr
Sonderbar, was der ewige Verlierer da von sich gibt.
"Die Grünen stehen für Kapitalismus mit gutem Gewissen. Den Grünen ist die soziale Frage schnurzegal."
Hat Schäfer-Gümpel mal darüber nachgedacht, warum seine Partei seit Jahren keinen Stich mehr macht, sich nur noch dank Merkel in Berlin an der Regierung halten kann?
Wie sagt der Volksmund so treffend, wer mit einem Finger auf Andere deutet sollte immer daran denken, dass dabei drei Finger auf ihn selbst zeigen.
"Sie sind in den vergangenen zwei Jahren in eine programmatische Beliebigkeit abgeglitten. Es gelingt ihnen, im Moment gar keine Position mehr zu vertreten und sich so zum Objekt politischer Heilserwartungen zu stilisieren."
Aber Herr Schäfer-Gümpel. Sie haben wohl ihre Zettel vertauscht. Das war die Antwort auf die Frage über den Zustand ihrer Partei, die SPD. Sie waren wohl in Gedanken bereits bei Ihrem neuen Job.
Kurt Wirth
1.980
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.06.2019 um 18:45 Uhr
Vielleicht hat ja TSG die UZ - Zeitung der DKP gelesen: Dort schreibt Olaf Matthes am 31.5.19 in Auswertung der EU-Wahl:

"Grüne, die so viel von Klima und offener Gesellschaft sprachen, dass ihnen für die alltäglichen Probleme der arbeitenden Menschen die Luft fehlte".

Aber damit sind sie ja ziemlich gut gefahren, die Grünen. Ich für meine Person halte den Erhalt der für Menschen notwendigen Lebensbedingungen auf der Erde auch für die primäre Frage unserer Zeit. Sie betrifft ausnahmslos alle Menschen, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einer Klasse, Schicht, Nation, Religion oder sonst was. Also z.B. zuerst SUV-Produktion einstellen und sich dann Sorgen um die Automobilarbeitsplätze machen. Dafür wird dann schon noch Luft genug da sein, bzw. muß dafür da sein.
Nicole Freeman
9.947
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.06.2019 um 07:26 Uhr
das sozial hat die spd schon lange aus den augen verloren. waren es nicht die spd geführten jahre in denen die hartzgesetze eingeführt wurden? Waren es nicht die spd geführten jahre in denen die zeitarbeitsfirmen wie pilze aus dem boden wuchsen und die moderne sklaverei ein eurojober erfunden wurde? waren es nicht die spd geführten jahre.. ach ich könnte weitermachen aber für mich hat die partei ihe wurzeln schon lange vergessen und arbeitet für aufsichtsräte und nicht für die menschen um die sie sich kümmern müssten. die sozial schwachen werden immer mehr!
109
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 17.06.2019 um 12:29 Uhr
Einfach nur peinlich, dieser ewige Looser!
Michael Beltz
7.460
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.06.2019 um 16:43 Uhr
Jetzt ist die Frage zu stellen, wer befasst sich noch mit der sozialen Frage: GRÜNE, SPD, CDU? Vor allem: wer tut etwas für die Belange derjenigen, die Unterstüzung brauchen?
Hallo Lieber Leser
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Michael Beltz
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