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Theater in Friedberg lebt weiter - Liquidation der Volksbühne Friedberg aufgehoben - Bernd Baier neuer 1. Vorsitzender

von Marc Rohdeam 07.06.20191298 mal gelesenkein Kommentar
Der neue 1. Vorsitzende Bernd Baier (links) und der zukünftige Geschäftsführer Marc Rohde
Der neue 1. Vorsitzende Bernd Baier (links) und der zukünftige Geschäftsführer Marc Rohde
Gießen | Der Clubraum der Stadthalle war am Dienstag den 28.05.2019 bis auf den letzten Platz gefüllt. Fast 50 Mitglieder der Volksbühne Friedberg sind der Einladung des scheidenden 1. Vorsitzenden Michael Keller gefolgt, um die Auflösung der etablierten seit 60 Jahren bestehenden Kulturinstitution in letzter Minute aufzuhalten. Anfang des Jahres sah es noch so aus, als würde sich kein neuer Vorsitzender finden.

Michael Keller berichtete über die vergangene Arbeit in der Liquidationsphase, die nun zu einem erfreulichen Weitergang führte. Der Schatzmeister erläuterte den Jahresabschluss 2018. Der scheidende Vorstand wurde entlastet und den bisherigen Vorstandsmitgliedern wurde herzlich für ihre jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit gedankt, darin eingeschlossen die langjährige Geschäftsführerin Susanne Keller.

Die Volksbühne stand in den letzten Jahrzehnten für ein hochkarätiges Theaterangebot, im Zeitgeist top aktuell und immer mit dem Ziel, das Bildungsangebot in dieser Stadt zu bereichern. „Dies war eine besonders schöne Aufgabe und es zu organisieren hat viel Freude bereitet“, so der alte Vorstand und die Geschäftsführerin.

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Bernd Baier stellte sich kurz vor: Er ist seit mehr als 30 Jahren Leiter Rechnungswesen in der Alten Oper Frankfurt und Inhaber des Ticket-Shop in Friedberg. Er veranstaltet selbst seit Jahren kleinere Veranstaltungen und ist beim Theater Altes Hallenbad aktiv. Damit bringt er fundierte Erfahrungen für die Volksbühne mit. Einstimmig wurde Bernd Baier danach zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als Schatzmeister bleibt Timo Blei im Amt. Es scheiden weiter aus dem Vorstand aus: Brigitta Hoth und Sabine von zur Mühlen. Neue Schriftführerin ist Gisela Rausch, als Beisitzer wurden Susanne Steinhauer und Ruth Müller im Amt bestätigt und Burghard Gold neu gewählt. Als Revisoren stellten sich Herr Gail und Karl Buxmann zur Verfügung. Die Position des /der 2. Vorsitzenden bleibt vorübergehend vakant, da die potenziellen Interessenten zunächst Vereinsmitglied werden müssen.

Als erste Amtshandlung gab Bern Baier den von ihm als Nachfolger von Geschäftsführerin Susanne Keller vorgesehen Marc Rohde Gelegenheit, sich den Anwesenden vorzustellen. Er ist ein kulturbegeisterter Mensch, der über viele Jahre das Theater Altes Hallenbad begleitet hat und auch Künstlertourneen organisiert. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so Bernd Baier. Die Besetzung der Geschäftsstelle im Alten Rathaus will Baier mit ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern gewährleisten. Die administrativen Arbeiten und die Programmgestaltung wird Marc Rohde im Flensburger Homeoffice mit Hafenblick ausüben. Weiterhin wird Rohde mehrere Wochen im Jahr in Friedberg vor Ort sein, um die Veranstaltungen in der Stadthalle zu begleiten, Gespräche mit Sponsoren zu führen und in der Geschäftsstelle mitzuarbeiten.

Susanne Keller wies darauf hin, dass neue Abonnenten gefunden werden müssen. Um hochklassige Theaterproduktionen aufführen zu können, sollte auch mit der Stadt Friedberg über die bühnentechnische Ausstattung geredet werden, da die Produktionen immer mehr Bühnentechnik verlangen. Sie wünscht Bernd Baier und dem neuen Vorstand die nötige Kraft und Ideen für die nächsten Jahre.

Bernd Baier dankte für die Anregungen. Ab dem kommenden Jahr wird es eine Jahresplanung des Programmes geben, d.h. von Januar bis Dezember eines Jahres. Ende Dezember 2019 wird als Auftakt der neuen Saison eine bereits geplante Veranstaltung stattfinden. Marc Rohde und Bernd Baier haben bereits im Vorfeld Kontakt zu einzelnen Sponsoren und der Intendanz zweier hessischer Theater aufgenommen und sind zuversichtlich dass sich hieraus einige neue Impulse für den Verein ergeben.

Ein persönlicher Wunsch des gelernten Bankkaufmanns Rohde ist die Aufführung eines Stücks über Aufstieg und Fall der Bankiersdynastie Lehman. „Toll wäre es, wenn eine der ortsansässigen Banken die Patenschaft hierfür übernehmen würde“, so Rohde. Zukünftig streben Baier und Rohde auch eine Beteiligung des Publikums bei der Stückauswahl an.

Bernd Baier dankte abschließend den Mitgliedern für das zahlreiche Erscheinen und freut sich auf die zukünftige Arbeit in der Volksbühne. „Ihr seid alle gefragt, an der wichtigen kulturellen Bildungsarbeit der Volksbühne für die Stadt Friedberg mitzuwirken“, sagte Bernd Baier. Ein Dank nochmal an den bisherigen Vorstand und die Geschäftsführerin, die eine sehr gute Basis für die kommende Arbeit weitergeben.

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