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Was braucht man um aus einer feuchten Wiese eine nasse Wiese zu machen?

von Peter Baieram 23.05.20191234 mal gelesen10 Kommentare
Gießen | Wasser, Wasser und nochmals Wasser.
Der Stadt ist dies in einem Eu- Schutzgebiet gelungen.
Es handelt sich um die FFH- Wiese hinter der Flachwasserzone der Oberlache.
Obwohl das letzte Jahr sehr Trocken war hat die Feuchtigkeit der Wiese weiter zugenommen.
Seltene Arten im Bereich Fauna und Flora sind schon verschwunden.
Warum hier ein Zaun um das Schutzgebiet herum gebaut wurde erklärte mir Herr Dr. Hasselbach vom Naturschutz Amt.
Das zweimalige mähen der Wiese ist mit Maschinen nicht mehr möglich.
Kühe sollen nun dieses Schutzgebiet retten und das Gras 2 mal Jährlich abfressen.
Hört sich erst einmal gut an aber bei weiterer Durchfeuchtung wird man diese Kühe nicht mehr auf die Wiese weiden lassen können.
Warum ist diese Wiese so feucht?
Der Umbau der Wieseck und Oberlache,für die LGS 2014 ist der Grund.
Die Wiese verfügt über Be- und Entwässerungsgräben, zum bewässern wurde das Wehr (Bild 9)
in der Oberlache geschlossen und damit die Gräben gefüllt. Nach dem Umbau der Oberlache ist der Wasserstand jetzt so hoch das die Gräben immer gefüllt sind. Durch den vorhandenen Lehmboden kann das Wasser nicht versickern.
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Durch den Eingriff im EU Schutzgebiet wurde der Zustand nachhaltig verschlechtert.
Hier besteht ein Handlungsbedarf!
Den Wasserstand der Wieseck und der Oberlache zu senken wäre eine Möglichkeit, nur würde der Schwanenteich kein Wasser mehr bekommen, wenn nicht auch am Zulaufbauwerk nach gearbeutet wird.
Eine andere Möglichkeit hatte ich Herrn Dr. Hasselbach vorgeschlagen.
Dazu müsste eigentlich nur in de Bewässerungsgraben eine Schwelle eingebaut werden, damit nur ab einen bestimmter Wasserstand erst Wasser in die Gräben fliesen kann.
Oder gar ein kleines Wehr.
Damit könnte bis auf eine kleine Bereich neben der Flachwasserzone die Feuchtigkeit weichen.
Zu Bild 1- 3.: Im Vordergrund von rechts nach links ist die Oberlache zu sehen.
Dahinter in der rechten Bildhälfte ist der Bewässerungsgraben welcher parallel verläuft zu sehen.
Auf den Bilder 4-5 sind verschiedene Wassergräben zu sehen.
Durch den Zaun werden wenigstens jetzt die Hundehalter von der Wiese ferngehalten.
Diesen Zaun hätte es schon länger an dieser Stelle geben sollen.

https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/kuhe-sollen-schutzgebiet-in-giessen-retten_19164629

Nachtrag 25.Mai.2019
Bild 10 zeigt uns eine Karte wo es Sinn macht Regenwasser versickern zu lassen.
Dazu gehört die Wieseckaue nicht dazu.
Grüne Punkte zeigen eine gute möglichkeit Regenwasser versichern zu lassen. Ein gelber Punkt zeigt eine, mittlere und ein Roter Punkt eine schlechte Möglichkeit zum versickern.
Die Farbe grau zeigt einen Untergrund aus Auelehm.
Orange steht für einen Sand/Lehm Untergrund.
Gelb steht für einen Terrassenkies / Lehm Untergrund.
Die Bewässerungsgräben sind auch zu sehen. Durch den Untergrund aus Auelehm entstand der jetzige zustand und wird sich nicht ändern. Hier muss die Ursache bekämpft werden.

Wassergraben.
Vorne Oberlache hinten Wassergraben
Zaun an der Ringallee.
Neuer Zaun neben der Wieseck.
Kleines Wehr mit Schwelle.

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.547
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 23.05.2019 um 14:25 Uhr
Danke Peter für den sachkundigen Artikel.

Öffentlickeit schaffen ist ein Sache - bei den larmarschigen Behörden Druck machen aber genau so wichtig.

Peter, hast Du den Link zu Deinem Artikel auch ins Rathaus geschikt?
H. Peter Herold
28.077
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.05.2019 um 11:48 Uhr
Das kommt davon und anscheinend in Gießen des öffteren. Da wird in und an der Natur rumgemacht ohne sich Gedanken um die Folgen zu machen und das unter der ehemaligen grünen BM.
Könnte, sollte jetzt da sie weg ist besser werden.
Martina Lennartz
5.949
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 24.05.2019 um 16:00 Uhr
Das ist ein Thema, um einen entsprechenden Antrag für die nächste STVV zu stellen. Wir bleiben weiter dran.

Herzlichen Dank, Peter, dass du das wunderbar mit den Bildern hier veröffentlicht hast!
H. Peter Herold
28.077
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.05.2019 um 16:06 Uhr
Ja der legt machen Finger in offene Wunden.
Martin Wagner
2.547
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.05.2019 um 07:37 Uhr
kurz zu Peter H.

So ganz stimmt das nicht. Die "grüne" BM, Frau Gräusselich ist zwar aktuell nicht mehr BM (Hintergrund: die völlig versagenden Parteien des bürgerlichen Blockes wurden bei der letzten Kommunalwahl so stark von den Wählern, welche überhaupt noch zur Wahl gehen, abgestraft, dass sie eine weitere Partei an den Suppentopf ran lassen mussten. Dadurch verlor besagte Frau ihren BG-Job.) , aber sie darf weiter mit einem sehr großen Löffel am Tisch namens "hauptamtlichen Magistrat" sitzen.

Es ist schon eine Schande, dass alle Parteien sich den Staat "zur Beute gemacht haben". Wenn es schon nicht zu verhindern ist, dass Parteileute sich gegensetig wahnsinnig gut bezahlte Stellen in der Verwaltung "zuschieben", dann sollten diese Leute weigstens gute Fachleute sein. Bei der besagten Frau bezweifele ich das sehr stark.
H. Peter Herold
28.077
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.05.2019 um 09:50 Uhr
Die Linken in Gießen müssten stärker werden. Isr nur schwierig, die Bürger sind in der Mehrzahl satt und zufrieden.
Peter Baier
10.312
Peter Baier aus Gießen schrieb am 25.05.2019 um 18:15 Uhr
Text zu Bild 10 siehe Nachtrag im Artikel..
Das Problem ist doch das die Stadt in ein vorhandenes EU-Schutzgebiet eingegriffen wurde und der Zustand sich verschlechtert hat. Ich bin mir sicher das die Stadt auch hier eine Erklärung hat. Was auffällt ist das auch diese Umgestaltung, nach der Umgestaltung der Oberlache, das Zulaufbauwerk für den Schwanenteich sowie den Amphibienteich, in die Hose ging.
H. Peter Herold
28.077
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.05.2019 um 18:19 Uhr
Die wollen nur nicht zugeben, dass sie mal wieder total daneben lagen.
Zu Martin

Ich sage es immer wieder und jetzt nochmal. Die Bürger sind es zufrieden, sonst würden sie es anders regel. Sie sind in der Mehrzahl satt und zufrieden.
Peter Baier
10.312
Peter Baier aus Gießen schrieb am 25.05.2019 um 18:30 Uhr
Für die Wieseckaue und dem EU-Schutzgebiet empfehle ich der Stadt die Gelben Seiten damit sie jemanden fragen können der sich damit auskennt.
Fehler können passieren nur sollten sie beseitig werden.
H. Peter Herold
28.077
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.05.2019 um 19:20 Uhr
:-))
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Peter Baier
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