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„Sie sind keine Bittsteller“ - Dorothea Terpitz und Frauke Ackerfeld ermuntern Eltern beim JuLe-Infoabend zum Thema „Inklusion in Schule und Bildung“

„Sie sind keine Bitsteller“ – Dorothea Terpitz und Frauke Ackfeld machten Gießener Eltern Mut, sich für ihre Rechte und die Rechte ihrer Kinder stark zu machen. (Foto: Lebenshilfe/David Maurer)
„Sie sind keine Bitsteller“ – Dorothea Terpitz und Frauke Ackfeld machten Gießener Eltern Mut, sich für ihre Rechte und die Rechte ihrer Kinder stark zu machen. (Foto: Lebenshilfe/David Maurer)
Gießen | „Inklusive Beschulung findet als Regelform in der allgemeinen Schule statt“ - viele Eltern von Kindern mit Förderbedarf wünschen sich diese Schlagzeile. Obwohl dieser Satz sogar in §51 des hessischen Schulgesetzes zu lesen ist, sieht die Realität häufig ganz anders aussieht. Das wurde auch den rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Infoabends der Jungen Lebenshilfe (JuLe), der Elterninitiative für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung in Stadt und Landkreis Gießen, in der Lebenshilfe-Frühförderstelle in der Grünberger Straße schnell klar.

JuLe hatte Dorothea Terpitz zum Vortrag über den Stand, die rechtlichen Vorgaben und Praxisbeispiele der inklusiven Beschulung in Hessen geladen. Terpitz ist Vorsitzende des Vereins IGEL OF e.V., der als Elterninitiative in Offenbach entstand und heute hessen- und auch deutschlandweit Beratung im Bereich Inklusion anbietet. Die Rednerin überzeugte die anwesenden Eltern von Kindern mit Behinderungen mit ihrem umfassenden Wissen zu dieser komplexen Thematik. Egal ob Förderausschuss, sonderpädagogisches Feststellungsverfahren, Nachteilsausgleich, Förderpläne oder Fragen zu Teilhabeassistenten - Dorothea Terpitz konnte alle offenen Fragen beantworten.

Unterstützung kam von Frauke Ackfeld von der Inklusiven Beratungsstelle Hessen in Frankfurt. Sie stellte sich als weitere kompetente Fachfrau vor, die die bestehenden Elterninitiativen in Hessen weiter vernetzt und bei der Errichtung weiterer lokaler Beratungsinitiativen behilflich ist. Die engagierte Mutter berichtete von ihrem Sohn, der mit einer Behinderung eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt gefunden hat – ein hervorragendes Beispiel für gelungene Inklusion.

Die Eltern gingen nach einer angeregten Diskussion bestärkt nach Hause, die Rechte ihrer Kinder in der Zusammenarbeit mit Schule, Jugendamt und Sozialhilfeträgern wahrzunehmen und aktiv einzufordern. „Sie sind keine Bittsteller“, ermunterten Terpitz und Ackfeld die JuLe-Teilnehmer.

Wer sich für die Arbeit und das Angebot der JuLe interessiert oder Fragen an Eltern von Kindern mit Behinderung vor Ort hat, kann sich gerne an Andrea Pohl (06408-502812 oder jule@lebenshilfe-giessen.de) wenden. Weitere Informationen der beiden Referentinnen erhält man unter www.inklusion-hessen.de oder www.igel-of.de.

Das nächste Treffen der JuLe ist am Dienstag, dem 04.06.2019, in der Frühförderstelle. Herzlich eingeladen sind alle Eltern von Kindern mit Behinderung in Stadt und Landkreis Gießen.

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