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Friday for future heute - 3.5.2019 - in Gießen

Gießen | Der Auftakt für den Aktionstag zur Verkehrswende in Gießen wurde mit der Demonstration und Kundgebung der Bewegung "Fridays for Future" verbunden. Zwei Demonstrationszüge (aus der Herderschule und aus dem Phil I, incl. Ostschule) trafen um etwa 12.15 Uhr auf dem Berliner Platz ein.
Über 1000 Teilnehmer, hauptsächlich Schüler und auch viele Studenten, fordern deutliche Verbesserungen beim Klimaschutz.

Anhand der Redebeiträge war klar zu erkennen, dass die Schülerinnen und Schüler einen Zusammenhang herstellen, zwischen den Interessen der Großkonzerne, die z.B. an der Plastikproduktion verdienen, und der sich verschlechternden Umweltsituation. Mit Umweltschutz kann kein Profit erlangt werden.

Die Forderungen der Teilnehmer waren sehr deutlich, es wurde ein Politikwechsel gefordert.

Der Zug ging weiter in Richtung Elefantenklo und endete in der Neustadt, wo heute ein Straßenfest in der verkehrsberuhigten Straße stattfindet.

Auf Transparenten sind Botschaften zu lesen wie "Umweltschutz statt Profite", "Change politics - not climate", "Save me. There is no Planet B".

Immer wieder ist zu hören "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut" und "Gießen autofrei!"

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Nach den Schülern ergriff zuerst Klaus Zecher das Mikro, um im Namen des DGB die Aktionen der Bewegung zu unterstützen und forderte sie auf auch dran zu bleiben und laut zu sein, denn es gehe um unser aller Zukunft. Er lobte auch den Mut, den die Teilnehmer haben, auf die Straße zu gehen und um eine sichere Zukunft zu kämpfen.

Anschließend erinnerte Jörg Bergstedt (Projektwerkstatt Saasen) daran, dass die Stadt Gießen Anfang der 90er versprochen hat bis 2010 die CO2 Emissionen auf 50% zu kürzen. Bis heute -2019- hat es die Stadt lediglich auf 15% "geschafft".

Als Beweis wurden die Schreiben der Stadt kopiert und ausgehängt (siehe Fotogalerie).

Er betonte, wie wichtig solche Demonstrationen und Aktionen sind, denn Briefe und Onlinepetitionen an irgendwelche Politiker würden nichts bringen. Die Politiker und Konzerne müssen den Druck deutlich spüren.
Auch die Stadt Gießen sieht anscheinend keine Veranlassung ihre Politik zu ändern. Das müsse dringend geändert werden durch z.B. Verkehrsberuhigungen und Ausbau der Schienen- und Fahrradnetze.

Es wurde auch ein Flugblatt mit überzeugenden Argumenten der SDAJ verteilt, welches auch unten im Anhang zu sehen ist.

Klaus Zecher, DGB
Jörg Bergstedt, Projektwerkstatt Saasen

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
37.218
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.05.2019 um 16:22 Uhr
Ich bin so stolz auf unsere mutigen Jugendlichen ! Toll, toll, toll! Mein Enkelkind marschiert von Anfang an mit und wild entschlossen, ihren Beitrag zu leisten. Ihr seid Klasse- geht weiter auf die Strasse und schreit Euren ohnmächtigen Zorn heraus!
Elke Jandrasits
1.168
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 05.05.2019 um 10:22 Uhr
Erwachsene, die den Jugendlichen nicht nur auf die Schulter klopfen, sondern sie auch aktiv unterstützen wollen, können sich in gleich mehreren Initiativen engagieren:

www.parentsforfuture.de
www.2035Null.de
www.giessen-autofrei.tk

sowie die Ortsgruppen von z. B. BUND, NABU, Greenpeace usw.

Zudem sollte die Teilnahme an der Europawahl selbstverständlich sein. Hier kann man testen, welche Partei mit den eigenen Zielen und Überzeugungen am meisten übereinstimmt:
https://www.wahl-o-mat.de/europawahl2019/
Martina Lennartz
6.013
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 05.05.2019 um 17:05 Uhr
Liebe Elke Jandrasits, danke für die konkreten Tipps.
Vor allem in dem letzten Punkt stimme ich mit ihnen völlig überein. Der wahl-o-mat eignet sich ganz hervorragend, um zu testen, welche Partei mit meinen eigener Position übereinstimmt, oder auch welche Partei mich interessiert.

Es gibt auch die Möglichkeit den Kandidatinnen und Kandidaten direkt Fragen zu stellen:

http://www.abgeordnetenwatch.de/eu

Diese und die entsprechenden Antworten sind dann für alle online sichtbar.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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Martina Lennartz
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