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„Eine Erfolgsgeschichte – seit 50 Jahren“ - Kinder- und Familienzentrum „Helen Keller“ feiert Jubiläums-Frühlingsfest

„Das höchste Ergebnis der Erziehung ist die Toleranz.“ Dieses Zitat von Helen Keller wird in der Ringallee bis heute beherzigt.
„Das höchste Ergebnis der Erziehung ist die Toleranz.“ Dieses Zitat von Helen Keller wird in der Ringallee bis heute beherzigt.
Gießen | Giessen (-). Die Lebenshilfe Gießen feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum. Das schließt allerdings nicht aus, dass einzelne Lebenshilfe-Institutionen zusätzlich einen eigenen runden Geburtstag begehen. So auch das Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Helen Keller in der Gießener Ringallee, das 2019 auf seinen nunmehr 50. Ehrentag blickt. Gebührend gefeiert wird dieser am Samstag, den 4. Mai (11 bis 16 Uhr), mit einem Jubiläums-Frühlingsfest - natürlich vor Ort.

„Das Frühlingsfest zu Ehren des Kinder- und Familienzentrum Helen Keller bedeutet den Auftakt des Feier-Reigens der Lebenshilfe Gießen im Jahr 2019. Dank der Pionierarbeit unserer heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Maren Müller-Erichsen gilt die Ringallee 64 seit den 1980er Jahren als eine wahre Institution in Sachen inklusiver Kinderbetreuung. Das macht stolz und das möchten wir mit diesem Fest gerne wertschätzen“, erklärt Dirk Oßwald, Vorstand der Lebenshilfe Gießen.

Die Besucher des Jubiläums-Frühlingsfest erwartet ein abwechslungsreiches Programm. „Es sind viele Angebote geplant, vor allem natürlich für Kinder“, stellt KiFaZ-Leiterin Michaela Damm in Aussicht. So soll eine Hüpfburg aufgebaut werden, ferner gibt es eine Schminkecke, eine Fotobox und beispielsweise eine Luftballon-Aktion, um nur einen Teil der Auswahl zu nennen.

Im Kinder- und Familienzentrum Helen Keller werden aktuell 97 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut. Neben zwei Krabbelgruppen (1 bis 3 Jahre) existieren vier Kindergartengruppen (3 bis 6 Jahre), die derzeit von 26 pädagogischen Fachkräften begleitet werden.

„In unsere Kinder- und Familienzentrum ermöglichen wir Kindern und Familien seit jeher einen vorurteilsfreien Umgang untereinander, regen Toleranz, Respekt und Verständnis füreinander an. Mädchen und Jungen verschiedenen Alters lernen in allen Gruppen gemeinsam – unabhängig von Alter, Kulturhintergrund oder Behinderung. ‚Helen Keller‘ ist eine Erfolgsgeschichte – und das bereits seit 50 Jahren! Zu verdanken ist das vor allem dem Engagement unserer tollen MitarbeiterInnen, der Eltern, natürlich aber auch unserer gelungenen Kooperation mit der Stadt und dem Landkreis Gießen“, betont Dr. Rebecca Neuburger-Hees, Bereichsleitung Kindertagesstätten/Kinder- und Familienzentren der Lebenshilfe Gießen.

Zur Historie des KiFaZ Helen Keller: Bereits im Jahr 1969 wurde in der Gießener Ringallee ein „Sonderkindergarten“ gegründet, in dem über einen langen Zeitraum hinweg ausschließlich Kinder mit Behinderung betreut wurden. Erst in den 1980er Jahren, unter der Federführung von Maren Müller-Erichsen, veränderte sich die Sichtweise und der Schwerpunkt: 1983 startete die erste integrative Kitagruppe der Lebenshilfe Gießen, nur ein Jahr später öffnete eine zweite Gruppe. Zu diesem Zeitpunkt besuchten rund 45 Kinder, darunter 15 mit einer Behinderung, die „Integrative Kita“.

Zügig war in der Ringallee 64 ein steter Zuwachs und ein sukzessiv steigendes Interesse am Angebot der Lebenshilfe Gießen – die in Gießen das erste inklusive Angebot zur kindlichen Frühförderung machte - zu vernehmen. Aus dem integrativen Kindergarten entwickelte sich schließlich ein Kinder- und Familienzentrum (2012), insbesondere, um dem gesellschaftlichen Wandel und den Veränderungen von Lebenssituationen von Familien mit familienpädagogischer sowie sozialraumbezogener Arbeit gerecht zu werden.

Bis heute sind Aktivitäten aus den klassischen fünf Familienzentrums-Feldern „Betreuung, Beratung, Bildung, Begegnung und Beteiligung“ Teil des pädagogischen Portfolios des Kinder- und Familienzentrums. Hierunter fallen beispielsweise Angebote zur Erziehungsberatung, Familien-Abendessen, aber auch Aktivitäten, die aus Kooperationen mit anderen Einrichtungen oder Vereinen resultieren.

Keller (1880 – 1968) war eine taubblinde Schriftstellerin aus den U.S.A., die sich früh für die Rechte von Afroamerikanern und Frauen einsetzte, aber auch Blinden half, die Brailleschrift zu erlernen. Helen Keller versuchte ferner gesellschaftliches Verständnis für ein Leben mit Behinderung aufzubauen.

Bei Fragen zum KiFaZ Helen Keller im Speziellen oder zu den Kindertagesstätten und Kinder- und Familienzentren der Lebenshilfe Gießen im Allgemeinen, wenden Sie sich gerne an Frau Dr. Rebecca Neuburger-Hees (Telefon: 06404-804-282 / E-Mail: r.neuburger-hees@lebenshilfe-giessen.de).

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