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Alibaba Gründer sagt: 72-Stunden-Woche ist ein Segen für junge Mitarbeiter

Gießen | Uns wird Scheibchenweise suggeriert, dass wir mehr arbeiten müssen und stets für den Arbeitgeber bereit stehen sollen. Seien es solche Aussagen wie von Herrn Jack Ma, seien es Aussagen von Arbeitgeberverbänden und Politiker, seien es US Serien, wo man, egal ob Tag oder Nacht, im Urlaub oder beim Sex, immer bereit ist zu arbeiten.

Es ist ein klares Prinzip, dass dies schleichend zur Normalität werden lässt, nach römischem Konzept: "... aber Katargo muss fallen". Wenn einzelne Unternehmer und Politiker die ~60 Stunden Woche fordern, fühlt man sich ja schon fast verpflichtet, wenigstens 48+ Stunden zu arbeiten.

Wir müssen sehr aufpassen, dass diese Masche nicht funktioniert. Nicht in einer Gewerkschaft zu sein, ist höchst fahrlässig!

Es geht nur darum, noch mehr Geld in die Unternehmenskassen zu spülen, sonst NICHTS.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.518
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.04.2019 um 09:35 Uhr
Guter Ansatz - nur die Schlussfolgerung ist meiner Meinung nach nicht ausreichend.

Nicht nur die Gewerkschaften stärken (und den bestimmenten Einfluss der Handlanger der Partei der Arbeiterverräter dort zu schwächen); sondern das Übel an der Wurzel fassen: Abschaffung des Kapitalismus voran treiben.

Aber das bei einem Mitglied der "U"SPD zu erwarten, ist wahrscheinlich zu kühn.
Stefan Walther
4.435
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.04.2019 um 23:07 Uhr
Also, ich finde dass hier ein wenig zu pessimistisch an die Sache rangegangen wird, so als würden die abhängig Beschäftigten wie das Kaninchen vor der Schlange verharren, so als gäbe es keine offensiven Kämpfe der Arbeiterschaft.
Vor allem in den Industriebetrieben, vor allem in der Automobilbranche, wird von kämpferischen Kollegen, von gewerkschaftlichen Vetrauensleuten usw. gefordert die 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auf die Tagesordnung zu setzen und die Gewerkschaften ( wieder ) zu dem zu machen was sie sein sollten = Kampforganisationen der Arbeiterklasse und nicht Co-Management der Unternehmer.
Sicher, die Kapitalisten versuchen immer mehr aus den Beschäftigten herauszupressen, Löhne zu drücken, Arbeitsplätze abzubauen... und auch die Arbeitszeiten zu erhöhen, so sind nunmal die Gesetze des Klassenkampfs...

Martin, eine Anmerkung: ja richtig, das muss(!) man bei solch einem Thema erwähnen = um die Ausbeutung grundsätzlich abzuschaffen muss der Kapitalismus überwunden werden! Erwähnt man das nicht, dann wird der Eindruck erweckt ( ob nun gewollt oder ungewollt ), man könne den Kapitalismus reformieren im Interesse der Beschäftigten. Trotzdem ist es wichtig auch den Kampf um Reformen ( hier um Arbeitszeitverkürzung ) zu führen, nicht als "Lösung des Problems", sondern als Schule im Klassenkampf...
Und es bleibt natürlich auch immer die Frage "was soll denn nach dem Kapitalismus kommen?", es genügt nicht nur gegen etwas zu sein!
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