Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Alibaba Gründer sagt: 72-Stunden-Woche ist ein Segen für junge Mitarbeiter

von Marcus Linkam 16.04.2019290 mal gelesen5 Kommentare
Gießen | Uns wird Scheibchenweise suggeriert, dass wir mehr arbeiten müssen und stets für den Arbeitgeber bereit stehen sollen. Seien es solche Aussagen wie von Herrn Jack Ma, seien es Aussagen von Arbeitgeberverbänden und Politiker, seien es US Serien, wo man, egal ob Tag oder Nacht, im Urlaub oder beim Sex, immer bereit ist zu arbeiten.

Es ist ein klares Prinzip, dass dies schleichend zur Normalität werden lässt, nach römischem Konzept: "... aber Katargo muss fallen". Wenn einzelne Unternehmer und Politiker die ~60 Stunden Woche fordern, fühlt man sich ja schon fast verpflichtet, wenigstens 48+ Stunden zu arbeiten.

Wir müssen sehr aufpassen, dass diese Masche nicht funktioniert. Nicht in einer Gewerkschaft zu sein, ist höchst fahrlässig!

Es geht nur darum, noch mehr Geld in die Unternehmenskassen zu spülen, sonst NICHTS.

Mehr über

Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.534
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.04.2019 um 09:35 Uhr
Guter Ansatz - nur die Schlussfolgerung ist meiner Meinung nach nicht ausreichend.

Nicht nur die Gewerkschaften stärken (und den bestimmenten Einfluss der Handlanger der Partei der Arbeiterverräter dort zu schwächen); sondern das Übel an der Wurzel fassen: Abschaffung des Kapitalismus voran treiben.

Aber das bei einem Mitglied der "U"SPD zu erwarten, ist wahrscheinlich zu kühn.
Stefan Walther
4.462
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.04.2019 um 23:07 Uhr
Also, ich finde dass hier ein wenig zu pessimistisch an die Sache rangegangen wird, so als würden die abhängig Beschäftigten wie das Kaninchen vor der Schlange verharren, so als gäbe es keine offensiven Kämpfe der Arbeiterschaft.
Vor allem in den Industriebetrieben, vor allem in der Automobilbranche, wird von kämpferischen Kollegen, von gewerkschaftlichen Vetrauensleuten usw. gefordert die 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auf die Tagesordnung zu setzen und die Gewerkschaften ( wieder ) zu dem zu machen was sie sein sollten = Kampforganisationen der Arbeiterklasse und nicht Co-Management der Unternehmer.
Sicher, die Kapitalisten versuchen immer mehr aus den Beschäftigten herauszupressen, Löhne zu drücken, Arbeitsplätze abzubauen... und auch die Arbeitszeiten zu erhöhen, so sind nunmal die Gesetze des Klassenkampfs...

Martin, eine Anmerkung: ja richtig, das muss(!) man bei solch einem Thema erwähnen = um die Ausbeutung grundsätzlich abzuschaffen muss der Kapitalismus überwunden werden! Erwähnt man das nicht, dann wird der Eindruck erweckt ( ob nun gewollt oder ungewollt ), man könne den Kapitalismus reformieren im Interesse der Beschäftigten. Trotzdem ist es wichtig auch den Kampf um Reformen ( hier um Arbeitszeitverkürzung ) zu führen, nicht als "Lösung des Problems", sondern als Schule im Klassenkampf...
Und es bleibt natürlich auch immer die Frage "was soll denn nach dem Kapitalismus kommen?", es genügt nicht nur gegen etwas zu sein!
Stefan Walther
4.462
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.04.2019 um 23:17 Uhr
Keine Antwort, kein Widerspruch zu den Kommentaren Marcus?
Marcus Link
452
Marcus Link aus Gießen schrieb am 25.04.2019 um 12:51 Uhr
Doch durchaus, nur schalte ich gerade einen Gang zurück. ;-)

Der Weltfriede und die Abschaffung des Kapitalismus sind derart unrealistisch, wenn auch wünschenswert, dass es doch sinnvoller erscheint, kleinere Brödchen zu backen. In die Vollen zu gehen erscheint mir naiv.

Es macht doch mehr Sinn, seine Energie in realistische Projekte zu stecken. Welche das wären, deutete ich bereits an.
Stefan Walther
4.462
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.04.2019 um 22:27 Uhr
Okay, dann warte ich mal ab wann du wieder einen Gang hochschalten kannst :-) - dann können wir gern ne Diskussion darüber führen was naiv und unrealistisch ist, denn so wie es in deinem letzten Kommentar steht Marcus, damit kann man nicht viel anfangen...

"Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche" ( Che Guevara )
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Marcus Link

von:  Marcus Link

offline
Interessensgebiet: Gießen
Marcus Link
452
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Landtagswahlen aus Sicht eines Wahlhelfers
Am Sonntagmorgen um 07:15 Uhr trafen wir uns, die Wahlhelfer eines...
Synology DS 218+ NAS
Daten in der Cloud nicht mehr privat, was tun?
Eine aktuelle Meldung weist darauf hin, dass Google die in iher Cloud...

Weitere Beiträge aus der Region

S. Kring, L. Korff, U. Hoppe (von links)
„Eure Schulzeit ist wie eine Rose!“ – Realschulabschlussfeier an der Francke-Schule
Elternvertreterin Katja Buss nutzte den schönen Vergleich mit einer...
Arbeitslose müssen Urlaub beantragen
Arbeitslose müssen Urlaub rechtzeitig beantragen
Nächste Woche beginnt in Hessen die Ferienzeit. Arbeitslose sollten...
Die Lochis
„Die Lochis“ im planet-beruf.de-Interview
Welche naturwissenschaftlichen Ausbildungsberufe es gibt, was man...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.