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Nicht vergessen: Ostermarsch

Gießen | mit fotografischen Remineszenzen aus vielen Jahren. Siehe die Bildunterschriften.

Siehe auch:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/128484/raus-zum-ostermarsch-nein-zum-krieg-abruesten-statt-aufruesten/

Gedenkstein an den Ostermarsch 1985 vor der Kirche in Dalherda/Rhön (Truppenübungsplatz Wildflecken)
Augsburg
Augsburg
Wuppertal-Solingen-Leverkusen-Kön in den 80-ern
Ruine Rothenburg bei Schnaittach
Berlin in den 90-ern
Berlin in den 90-ern
Friedensfahrradtour DFG-VK Bayern 2012 (Ankunft Kempten)
Friedensfahrradtour DFG-VK Bayern 2012 Performance in Kempten
Friedensfahrradtour DFG-VK Bayern in Kempten (fürstäbtl. Residenz)
Friedensfahrradtour DFG-VK Bayern 2012 am Herrenwieser Weiher
Friedensfahrradtour DFG-VK Bayern 2012 Pinkelpause am Allgäu-Radweg

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 12.04.2019 um 20:11 Uhr
Danke Kurt, wusste gar nicht, dass es einen Ort mit den Namen gibt.

Hoffen wir, dass sich dieses Jahr wieder deutlich mehr Leute an den Aktionen beteiligen.
Bernt Nehmer
1.692
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 13.04.2019 um 14:50 Uhr
Wie ist es mit Rolli Fahrer?
Kurt Wirth
1.998
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 13.04.2019 um 18:14 Uhr
Am 20. in Gießen so gut oder so schlecht wie immer, wenn man die Fussgängerzone aufsucht. Bei der Fahrt nach Frankfurt ebenfalls: so gut oder so schlecht wie immer, wenn man mit der Bahn fährt. Bei entsprechender "Haufen"-bildung können sich die Rollifahrer sicher jeglicher Unterstützung sicher sein.

Oder waren die Bilder von der Friedensfahrradtour gemeint? Da waren in der Tat keine Rollifahrer dabei. Aber ein paar "Liegefahrräder". Eines davon hat während der Fahrt immer wieder den Lautsprecherakku aufgeladen.
Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.04.2019 um 19:28 Uhr
Also ich denke da es doch ein paar Leute sein werden, die am Montag mit dem Zug sein werden, findet sich bestimmt jemand, der beim Ein- und Aussteigen hilft.
Bernt Nehmer
1.692
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 14.04.2019 um 10:43 Uhr
Ich werde am Montag zwecks Beobachtung der Haufenbildung um 9.00 Uhr im Bahnhof sein.
H. Peter Herold
27.884
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.04.2019 um 16:04 Uhr
Diese Ostermarsch hat mit Ostermarsch nichts am Hut. Die Gegend dort heißt seit 1438 so. Also lange vor den Märschen.
Marsch ist eine Bodenbezeichnung und bezeichnet das fruchtbare Land zwischen Wattenmeer und der Geest.

Die Geest ein steiniges, sandiges Gebiet(Endmoräne)liegt höher als die Marsch, di zu großen Teilen unter Meereshöhe liegt und daher eingedeicht werden musste.
Stefan Walther
4.461
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.04.2019 um 23:28 Uhr
Schaut man sich die Bilder an könnte man den - falschen - Eindruck gewinnen bei den Ostermärschen sind nur Pazifisten dabei!?
Hinter solch illusionären Losungen wie z.B. "Nie wieder Krieg" oder jetzt aktuell "Abrüsten statt aufrüsten" stehen beiweitem nicht alle Ostermarschierer. Diese Forderungen verkennen völlig die Gesetzmäßigkeit des - auch heutigen - Imperialismus weltweit: Imperialismus bedeutet immer auch Kriege, bedeutet immer auch Drang zum Militarismus... einzelne Kriege können sicher verhindert werden, aber wer "Nie wieder Krieg" durchsetzen will, muss sich für die Überwindung des Imperialismus - überall, nicht nur innerhalb der NATO-Staaten - stark machen!
Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 00:38 Uhr
Schön Stefan, dass Du Dich hier äußerst.
Und grundsätzlich stimme ich Dir zu, der Imperialismus muss weltweit überwunden werden, damit es keine Krieg mehr gibt!

Aber trotzdem ist die Forderung und der Aufruf "Abrüsten statt aufrüsten" mehr als richtig und eine wichtige Forderung. Denn wenn weniger Geld für das Militär ausgegeben wird, dann steht das Geld für andere Sachen, wie Bildung, zivile Infrastruktur, etc. zur Verfügung und auch die Kriegsgefahr reduziert sich.

Bist Du Montag dabei? Und wo warst Du heute?
Stefan Walther
4.461
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.04.2019 um 07:10 Uhr
Der Anfang einer inhaltlichen Diskussion - wäre mal wieder an der Zeit :-)

- die Forderung "Abrüsten statt aufrüsten" ist genauso illusionär wie z.B. die frühere Forderung "Arbeitsplätze statt Raketen": kein einziger Cent mehr würde z.B. für Bildung, Infrastruktur usw. ausgegeben werden nur weil weniger für (Auf-)Rüstung ausgegeben würde. Unterschwellig argumentierst du so Christian als wäre nicht jetzt schon genug Geld da, das lenkt aber ab, alles muss erkämpft werden, ob nun kostenlose und bessere Bildung, ein kostenloser ÖPNV... oder auch die Verhinderung eines 3. Weltkrieges...
- wo ich heute ( bzw. gestern ) war? Ich gehe mal davon aus, dass es wieder eine Aktion in Gießen gab? Nun, es gibt mehrere Gründe warum ich nicht dort war = Infos bekomme ( auch ) ich keine mehr, warum, das können wir gern bei Gelegenheit mal persönlich besprechen. Die Aktionen der letzten Jahre waren für mich - im Gegensatz zu "früher" - auch nicht besonders motivierend dort hinzugehen... ich hätte auch keine Zeit gehabt aus persönlichen Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen will...
Montag wird es ähnlich sein, wenn dann komme ich direkt nach Frankfurt...
H. Peter Herold
27.884
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 09:05 Uhr
Lieber Christian, nicht vergessen wir sind durch Verträge gebunden aufzurüsten. Ohnehin wird zu wenig Geld ausgegeben, weniger als gefordert. Da moniert doch Donald Trump immer wieder und auch andere Staaten der Nato bemängeln unsere nicht ausreichenden Ausgaben.
Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 09:37 Uhr
Hallo Stefan,

natürlich muss alles erkämpft werden, das ist richtig, da stimme ich zu. Nur wenn eben keiner Kämpft und sei es auch erst mal für eine kurzfristige Tagesforderung, dann wird sich noch weniger, dann wird sich gar nichts ändern.
Natürlich könnte auch jetzt schon mehr Geld für Bildung und Infrastruktur ausgegeben werden. Aber dennoch bleibe ich bei der berechtigten kurzfristigen Tagesforderung, dass die Rüstungsausgaben runter müssen, das man eben "Abrüsten statt weiter Aufrüsten" sollte. Und das es eben keine Modernisierung der Atomwaffen oder Kampfdrohnen oder ähnliches braucht.

Und über die Informationspolitik innerhalb der linken Gießener Szene, innerhalb und zwischen den verschiedenen Linken Gruppen kann man sicherlich reden bzw. ist diese zu optimieren. Aber wer wissen wollte ob und wenn ja wann und wo was ist, der konnte es schon erfahren:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/128484/raus-zum-ostermarsch-nein-zum-krieg-abruesten-statt-aufruesten/
Hier hatte es Martina eingestellt. ;-)

Wer wann und auf welchen Wege zu den zwei Planungs- und Vortreffen eingeladen wurde, weiß ich nicht. Aber ich hatte irgendwie davon mitbekommen und war bei dem ersten - da es zeitlich passte - aus Interesse mal dabei.

Es ist halt schon schade, dass nicht alle linken Gruppen in Gießen gemeinsam agieren können oder wollen. Auch wenn man in einigen Punkten unterschiedliche Auffassungen hat, sollte man doch das gemeinsame (End)Ziel in den Vordergrund stellen und zusammen agieren (können).
Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 09:43 Uhr
Hallo Peter,

Verträge kann man kündigen, da Recht hat grundsätzlich jede Vertragspartei eines Vertrages. Und ich bezweifele, dass damals wirklich für alle rechtsverbindlich und zwingend die 2% des BIP als Ausgabenziel festgeschrieben wurden. Es war m. W. eine Absichtserklärung der Nato-Mitglieder, das Ziel anzustreben. Aber keine wirklich rechtlich und finanziell bindende Übereinkunft.

Und nur weil es Trump und Stoltenberg (Nato-Generalsekretär) fordern und die Deutschen Leitmedien tausendfach wiederholen, muss es noch lange nicht richtig sein. Auch deshalb ist es wichtig, dass die Friedensbewegung - nicht nur, aber vor allem, an Ostern auf die Straße geht und eine Gegenöffentlichkeit schafft, eine Gegenposition zu deutlich zu gehört bringt und die Menschen aufklärt.
H. Peter Herold
27.884
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 09:44 Uhr
Mein Hinweis nochmal auf bestehende Verträge. Fa müsste Deutschland aus Nato und sonstigen Bündnissen austreten. Was dann? Am besten auvh aus derr EU. Das alles ist nicht meine Meinung, ich denke nur über den Kampf hinaus.
H. Peter Herold
27.884
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 10:08 Uhr
Lieber Christian und andere Leser bzw. Kommentatoren.

Ich revidiere meine Aussagen in Beitrag 21.04.2019 um 09:05 Uhr und 21.04.2019 um 09:44 Uhr dahingehend dass es keine vertragliche Verpflichtung zur Erfüllung der 2% des BIP gibt.

Habe mich intensiv die letzten 23 Minuten um Klärung bemüht und tatsächlich nur von Absichtserklärung gelesen.

Also vergiss Trump den Dampfplauderer.
Stefan Walther
4.461
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.04.2019 um 13:42 Uhr
Ja Christian, den Beitrag von Martina hatte ich nicht zu Ende gelesen, da ich den Aufruf schon kannte, mein Fehler!
Wir werden uns da nicht einig, dies ist meiner Ansicht nach keine "berechtigte Tagesforderung", dies ist Verbreitung von Illusionen, genauso wie der Appell an die Regierungen zu einer "friedlichen Zusammenarbeit in Europa". Den Frieden muss man gegen - nicht mit - imperialistischen Regierungen erkämpfen, egal ob in West oder Ost, Nord oder Süd!

Gibt es ein "gemeinsames Endziel" der verschiedenen linken Gruppen, Organisationen und Parteien? Ich bezweifle es. Davon abgesehen, das was sich heute in Gießen "Friedensnetzwerk" nennt, ist aus meiner Sicht keine "linke" Gruppe, eher ein kleiner gemischter Haufen ( nicht negativ gemeint! ) der überwiegend pazifistisch geprägt ist....!?
Kurt Wirth
1.998
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 19:58 Uhr
Wie schon so oft, Stefan, kann ich dazu wieder nur äussern:
FRIEDEN IST NICHT ALLES, ABER OHNE FRIEDEN IST ALLES NICHTS.

Deine Vorstellungen vom Kampf um den Frieden sind nicht mehr oder weniger illusionär, als die der Pazifisten. Illusionen, genauer gesagt Utopien, müssen aber sein, um gesellschaftliche Entwicklungen in Bewegung zu bringen. Bringt man die Menschen mehr zum Nachdenken mit marxistisch-leninistischen Grundsatzabhandlungen oder mit tagesnahen Appellen und Aktionen? Man muss beim derzeitigen Denken und Bewußtsein der Menschen ansetzen und anfangen, und nicht mit mit der klassenlosen Gesellschaft. Das kommt hinterher. Abgesehen davon, steht es Dir und Gleichgesinnten ja völlig frei, die Dinge dorthin weiterzutreiben, wo ihr sie haben wollt. Ich würde Euch nicht daran hindern, wenn ihr das Erfolgsrezept vorführen würdet. Ich bin der Meinung: Besser ein Ostermarsch mit Pazifisten, als gar nichts.

Nun ist natürlich Dein und mein Dilemma, dass speziell die Ostermarschbewegung in nunmehr mehr als 50 Jahren wenig augenfällige "Erfolge" (die Erfolgsdiskussion hatten wir an andere Stelle) erzielte. Die "atmosphärischen" Wirkungen, vor allem in ihren Hochzeiten, sind allerdings schwer fassbar. Die Ostermärsche "dümpeln" sozusagen vor sich hin. Ich war gestern in Augsburg: Dort verzeichnete man einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. In München gabs einen leichten Zuwachs. Bei vielen Teilnehmern spielt die "Nostalgie" eine grosse Rolle. Allerdings scheint der Schulterschluss mit den Klimaaktivisten geklappt zu haben.

Und natürlich bin ich der Meinung, dass Marxisten und Linke mit ihrem Kampf für den Frieden letztlich dieselben Ziele erreichen wollen, wie religiöse Friedenskämpfer und Pazifisten. Frieden ist nicht alles...
Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 22:08 Uhr
>"FRIEDEN IST NICHT ALLES, ABER OHNE FRIEDEN IST ALLES NICHTS."

Absolut Kurt, genau sehe ich das auch!

>"Den Frieden muss man gegen - nicht mit - imperialistischen Regierungen erkämpfen, egal ob in West oder Ost, Nord oder Süd!"

Auch hier kann ich grundsätzlich gesehen nur zustimmen, Stefan.

Aber insgesamt bin ich deutlich näher an Kurt's Kommentar mit meiner Meinung/Einstellung.

>"Man muss beim derzeitigen Denken und Bewusstsein der Menschen ansetzen und anfangen [...]. Abgesehen davon, steht es Dir und Gleichgesinnten ja völlig frei, die Dinge dorthin weiter zu treiben, wo ihr sie haben wollt."

Kurt hat hier m. E. völlig recht mit dem was er schreibt. Nur wer sich einbringt, nur wer kämpft kann die Welt und/oder eben die Gruppen, die die Welt verändern wollen, verändern. ;-)

>"Ich bin der Meinung: Besser ein Ostermarsch mit Pazifisten, als gar nichts."

Ich denke nicht, dass beim (fast) Ostermarsch nur Pazifisten dabei sind. Auch ich bin soweit Realist, dass wir wohl nicht völlig ohne Armee auskommen werden. Aber wer wenn nicht wir, die wir für eine andere Welt kämpfen, können versuchen die Menschen zu überzeugen, dass die Herrschenden und Ihr Propagandaapparat im Unrecht sind und dass es die Bundeswehr eben nicht mehr Geld braucht und völlig marode ist und dass eben bzgl. des 2%-Ziels nur eine Absichtserklärung und keine rechtsverbindlich bindender Vertrag geschlossen wurde.
Stefan Walther
4.461
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.04.2019 um 22:24 Uhr
Wo ich dir zustimme Kurt: die Kriegsgefahr ist aktuell in vielen Teilen der Erde enorm gewachsen, z.B. in Syrien braucht es nur einen "Funken" und die verschiedenen Imperialisten stehen direkt im Krieg gegeneinander. Das bedeutet natürlich, dass der Kampf gegen imperialistische Kriege einer der wichtigsten Aufgaben überhaupt ist, kein Widerspruch!
Aber, und darauf gehst du nicht ein: wie soll ( muss? ) der Kampf für den Frieden geführt werden damit er erfolgreich sein kann? Indem man ausgerechnet Appelle an die Regierungen richtet, die für die verschiedensten Kriege in der Welt verantwortlich sind, die u.a. auch in Europa dafür sorgen, dass die Menschen, die vor diesen Kriegen fliehen dann im Mittelmeer ertrinken? Und die gleichen Regierungen sind auch dafür verantwortlich dass eine globale Klima- und Umweltkatastrophe droht. Und wie sagen immer mehr Aktivisten der "Friday for future"-Bewegung? = wenn das System dafür verantwortlich ist, dann muss eben das System geändert werden! Du unterschätzt meiner Meinung nach gewaltig das Bewußtsein der Menschen, viele sind auf der Suche nach grundsätzlichen Lösungen und Tagesforderungen müssen immer verbunden sein mit Aufklärung darüber, ansonsten - man kann es nicht oft genug wiederholen - macht man den Menschen etwas vor, als ob man z.B. auch die Kriegsgefahr durch "Abrüsten statt aufrüsten" verhindern könnte...

Ja, und das habe ich auch geschrieben, der Kampf gegen imperialistische Kriege muss natürlich auch jetzt schon geführt werden, und zwar gegen alle imperialistischen Kriege, egal von wem sie geführt werden. Du behauptest meine Position sei genauso illusionär wie die der Pazifisten, woran machst du das fest? Es gibt genügend Beispiele in der Geschichte wie durch aktiven Widerstand - u.a. durch Befreiungskriege oder auch durch Revolutionen wie z.B. in Russland im 1. Weltkrieg - imperialistische Kriege beendet wurden. Aber für Pazifisten gibt es keine gerechten Kriege... Natürlich muss gemeinsam demonstriert und marschiert werden aber es muss auch gemeinsam diskutiert werden können welche Richtung die Friedensbewegung nehmen muss um erfolgreich zu sein. Ja, sie dümpelt vor sich hin, vielleicht auch aus den vorher genannten Gründen???

Und zum letzten Absatz: dem widerspreche ich, Frieden wollen sie sicher alle, aber sehen sie auch alle die Ursachen für diese Kriege und welches Ziel deshalb verfolgt werden muss?
Stefan Walther
4.461
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.04.2019 um 22:33 Uhr
Eine Frage Christian, diesen Satz von dir verstehe ich nicht =
"Auch ich bin soweit Realist, dass wir wohl nicht völlig ohne Armee auskommen werden."
- wer ist "wir"?
( auch die Armee ist vor allem ein Instrument der herrschenden Klasse, herrschen "wir"??? )

Dazu mal wieder :-)) ein kleiner Literaturtipp, nicht nur für Christian:
http://www.marxists.org/deutsch/archiv/liebknechtk/1907/mil-antimil/a-02.htm/
Hm, kaum geschrieben, schon funktioniert der Link zumindest bei mir nicht mehr. Also, es geht um Karl Liebknechts "Militarismus und Antimilitarismus", lesenswert!
Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.04.2019 um 23:08 Uhr
Hallo Stefan,

ja das Problem hatte ich auch. Aber so sollte es wohl gehen:
https://www.marxists.org/deutsch/archiv/liebknechtk/1907/mil-antimil/index.htm

Ja, ich weiß, dass das Militär grundsätzlich ein Instrument der (jeweils) herrschenden Klasse ist. Aber ich weiß eben auch, dass eine Land völlig ohne Armee derzeit utopisch ist. Und mit wir meinte ich jetzt Deutschland, die Bundesrepublik.


Und ich stimme Deiner letzten Antwort auf Kurt ja grundsätzlich zu. Aber ich weiß nicht, ob das Bewusstsein der Massen wirklich so weit ist, wie Du immer behauptest. Denn Du schreibst ja zu recht im letzten Satz, viele sehen/erkennen/wissen die Ursachen warum es Kriege gibt, warum die Herrschenden immer mehr Aufrüsten (wollen) nicht und fallen, wenn wir nicht dagegen tun, immer mehr auf die Propaganda der Mainstream-Medien bzgl. Maroder Bundeswehr, 2%-Ziel-Verpflichtung, etc. rein.

Und wie - wenn nicht durch öffentliche Aktionen auf der Straße kann man mit den Menschen ins Gespräch kommen?

Und es ist halt schade, dass Du vieles kritisiert - manches sicherlich auch zu recht -, aber bei allem was Dir nicht passt außen vor bist und - wenn Du es nicht in Deinem Sinne beeinflussen kannst - nicht dabei bist. Sicher ist die Kritik sehr hart und mag auch nicht immer stimmen. Aber die Kritik trifft nicht nur dich, auch bei anderen kommt dies leider vor! Und ich gebe zu, ich bin auch vielem nicht dabei/vor Ort, was aber in der Regel Zeitgründe hat. Aber ich finde, es sollte nach wie vor das gemeinsame im Vordergrund stehen, der Austausch miteinander und eben nicht das Trennende, das Spaltende. Aber hier kommen wir halt nicht zu einander.
Stefan Walther
4.461
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.04.2019 um 07:29 Uhr
Hallo Christian, danke für den richtigen Link!

jetzt muss ich nochmal antworten, auch wenn ich das Gefühl habe dass wir uns etwas im Kreis drehen...
- völlig richtig, das Gemeinsame muss im Vordergrund stehen nicht das Trennende, das muss aber die Diskussion mit einschließen, nicht Ausgrenzung wenn man die Ansicht(en) anderer nicht teilt / nicht teilen will ( hat nichts mit dir zu tun! )
- deine Kritik ist sehr hart, meiner Meinung nach auch nicht berechtigt, warum? = du schreibst ja selbst "Und ich gebe zu, ich bin auch vielem nicht dabei/vor Ort, was aber in der Regel Zeitgründe hat." Man kann gar nicht überall dabei sein, das betrifft alle. Ja, ich gehe mittlerweile gezielt z.B. auf bestimmte Veranstaltungen, nebenbei, da habe ich selten die Leute gesehen, die kritisieren "wo warst du / wo wart ihr denn bei "unserer" Veranstaltung?" U.a. bei den Veranstaltungen des Internationalistischen Bündnisses, oder auch der Fraktionen der Gießener Linke, der Ausländerbeiräte, der Umweltaktivisten um nur einige zu nennen. Natürlich auch bei öffentlichen Aktionen auf der Straße, auch da ist es ähnlich, bei unserer Aktion am Umweltkampftag oder auch den zahlreichen Aktionen des Afrinbündnisses, da hat man auch viele der Gießener Linken nie oder sehr selten gesehen...
- es stimmt nicht dass ich, oder auch andere, "bei allem was mir nicht passt außen vor bin - wenn ich es nicht in meinem Sinne beeinflussen kann", das könnte man ( siehe Punkt vorher ) dann auch dir oder anderen bei anderen Aktionen vorwerfen, das macht aber keinen Sinn. Der Unterschied besteht meines Erachtens darin, dass viele eine inhaltliche Debatte einfach ablehnen, scheuen, oder aus mir unbekannten Gründen nicht führen... und dann einzig die Kritiker aufgrund ihrer Kritiken "kritisieren", einige wenige sogar Einzelne persönlich diffamieren ( aber das kann man nicht ernst nehmen, das ist einfach nur schwach )
- Kritik? Ohne Kritik und auch Selbstkritik herrscht z.B. in jeder Bewegung Stillstand. Viele denken: um der Einheit willen lieber nichts kritisieren usw., aber Einheitsbrei ohne inhaltliche Auseinandersetzung hat noch nie zu etwas geführt. Aussagen wie "Hauptsache man kommt mit den Menschen ins Gespräch" teile ich nicht, mit falschen Inhalten kann man niemanden überzeugen...
- hm, wer spaltet? Diejenigen, die versuchen die Diskussionen voran zu bringen und zu überzeugen oder diejenigen, die die Kritiker ausgrenzen wollen?
- was das Bewußtsein der Menschen / der Massen betrifft: viele ignorieren einfach die zahlreichen Proteste, Streiks, Demonstrationen... die es überall, auch in Deutschland, gibt, oder sie beschäftigen sich nicht damit weil sie evt. viel zu weit weg sind davon, vor allem von den Kämpfen der Arbeiterklasse!?
H. Peter Herold
27.884
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.04.2019 um 10:48 Uhr
Falsch Christian. Oft ist das Militär die herrschende Klasse.
Kurt Wirth
1.998
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 22.04.2019 um 17:52 Uhr
Aus linker Sicht ist das Militär nie eine "Klasse". Es ist das Exekutivorgan einer Klasse. In Chile z.B. war das Militär gespalten: die einen unterstützten Salvador Allende, die anderen Pinochet. In Venezuela unterstützt das Militär z.Z. mehrheitlich Maduro. In Deutschland waren nur 1918/19 Teile des Militärs auf Seiten der Arbeiterklasse. Ansonsten war das Militär immer das Ausführungsorgan der Kapitalisten bzw. während des Faschismus sogar aktive Unterstützer der Nazis - wenn man von den verspäteten 20.Juli 44-Aufrührern mal absieht. Aber Du hast ja auch geschrieben "Oft ist..."
H. Peter Herold
27.884
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.04.2019 um 17:55 Uhr
Es gab viele Militärregierungen
Kurt Wirth
1.998
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 22.04.2019 um 17:59 Uhr
Aber die waren stets Befehlsempfänger wirtschaftlich Maßgebenden, auch wenn die oft im Ausland (z.B.USA) saßen.
Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 22.04.2019 um 21:11 Uhr
Hallo Stefan,


ja, meine Kritik ist sehr hat und sie gilt - wie ich schrieb nicht nur Dir. Ich hatte z.B. gehofft, das Martina hier auch mal schreibt, Kommentiert, sich mit einbringt, aber leider scheint sie das nicht zu tun/zu wollen. Von daher beruht es wohl auf Gegenseitigkeit unter den "Linken", dass statt zusammenzuarbeiten, zusammen zu streiten, sich eher aus dem Weg geht bzw. den anderen Ablehnt anstatt versucht sich mit ihm zu verständigen und/oder sich an den Aktionen des jeweils anderen, ggf. auch kritisch, zu beteiligen.
Und ich schrieb ja auch, ich nehme ich da leider auch nicht völlig aus.

>"...da habe ich selten die Leute gesehen, die kritisieren "wo warst du / wo wart ihr denn bei "unserer" Veranstaltung?""

Da ist was dran. Auf Veranstaltungen, die Du besucht/mit veranstaltest fehlen gewisse Linke Gruppen/Personen und umgekehrt. Da ist ja das was ich schade finde.
Und was mich anbelangt, natürlich muss man Prioritäten setzen zwischen privaten und politischen Terminen, zwischen z.B. meinen bürgerlichen Vereinen (v.a. DLRG) wo ich aktiv bin, Beruf und eben politischen Aktionen/Veranstaltungen. So ist Mittwochsabend bei mir in der Regel nichts politisches möglich, da ich da dann bei der DLRG eine Aufgabe habe und mir das eben auch wichtig ist. Und sicherlich interessiert auch nicht jeden immer alles. Des weiteren, von Aktionen wo man nichts von erfährt oder nur am Rande oder ganz knapp vorher, ist es dann manchmal auch schwierig. Aber ich war auch schon bei Aktionen, an denen das inter Bündnis beteiligt war, so z.B. mal eine Rojava-Veranstaltung im Alten Schloss, wo ein Arzt aus Wiesbaden über seinen Einsatz vor Ort berichtet hat.
Von daher sage ich ja auch nicht, wenn man mal da und dort nicht da ist. Aber ich z.B. kritisiere Veranstaltungen/Aktionen, wo ich nicht dabei war, wo ich nichts drüber weiß auch nicht.

>"bei unserer Aktion am Umweltkampftag"
Wann und wo war die?
Und ich schaue nicht, wer ist jetzt der Veranstalter, welche (linke) Gruppe macht das jetzt, sondern, bei mir geht es wenn rein nach Zeit, Interesse und Wichtigkeit.

>"Der Unterschied besteht meines Erachtens darin, dass viele eine inhaltliche Debatte einfach ablehnen, scheuen,"
Da mag was dran sein.

Aber um noch mal auf das eigentliche Thema, den Ostermarsch zu kommen.
Kennst Du den Aufruf des intern. Bündnis/MLPD Rhein-Mein zur Beteiligung am diesjährigen Ostermarsch in FFM? ich denke doch. Ich habe ihn heute am entsprechenden Stand am Römer gesehen, mitgenommen und gelesen und muss sagen, ich fand ich gut! Kann ich durchaus unterschreiben, die Forderungen. Und wenn ich es richtig gesehen habe, gab es auch einen Demoblock von Bündnis im Demozug aus Rödelheim.

Und zu Peter und Kurt noch ganz kurz: Ich denke Kurt hat schon recht, i.d.R. übt das Militär die Herrschaft im Auftrag einer bestimmen Klasse/Elite aus.
Stefan Walther
4.461
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.04.2019 um 22:28 Uhr
Hallo Christian,
finde ich richtig klasse, dass du hier die Diskussion intensiv führst und auch auf alles eingehst, konkret antwortest und auch evt. Kritiken nicht aus dem Weg gehst!

der Versuch einiger kurzer Antworten:
- warum Martina hier nicht antwortet? Da musst du sie selbst fragen, meiner Meinung nach gehört sie eher zu denen, die in erster Linie nur ihre eigenen Beiträge im Blick haben!? Vielleicht irre ich mich ja, aber den Eindruck kann man schon gewinnen...
- ich / wir gehen keiner Auseinandersetzung aus dem Weg, im Gegenteil wir suchen - leider oft vergeblich - die inhaltliche auch kontroverse Diskussion... was stimmt: Veranstaltungen zu besuchen bei denen immer nur die "üblichen Verdächtigen" auftauchen, die man sowieso aufgrund ihrer überwiegend festgefahrenen Meinungen nicht überzeugen kann, dazu habe ich sehr selten Lust, vielleicht mein Fehler, aber da gehe ich viel lieber dahin wo viele neue Gesichter sind, Menschen die offen und fast immer sehr interessiert sind... ( siehe einige Beispiele aus meinem vorhergehenden Kommentar )
- kritisiere ich Veranstaltungen / Aktionen über die ich nichts weiß? Ich denke nicht, und gerade auch die Entwicklung des Gießener Friedensnetzwerks - früher die Gießener Friedensinitiative - kann ich schon einigermaßen gut beurteilen und da etwas mitreden.
- den Aufruf des Internationalistischen Bündnisses Frankfurt kenne ich nicht, nur den kurzen bundesweiten Aufruf und auch einige Stellungnahmen der MLPD:
http://www.internationalistische-liste.de/?p=3308
https://www.rf-news.de/2019/kw17/ringen-um-eine-neue-friedensbewegung
H. Peter Herold
27.884
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.04.2019 um 16:53 Uhr
"Und zu Peter und Kurt noch ganz kurz: Ich denke Kurt hat schon recht, i.d.R. übt das Militär die Herrschaft im Auftrag einer bestimmen Klasse/Elite aus."

Kann in Einzelfallen schon sein, aber um von Regel zu sprechen:

"Keine Regel ohne Ausnahme"

Da fällt mir ein. ich muss mal die Farbe wechseln. Rot war genug dran :-))
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Herzlichst, Ihr(e) Kurt Wirth

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