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Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt mit Potenzial

Gießen | Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt ist im März vergleichsweise verhalten ausgefallen. 15931 Menschen waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen gemeldet. 299 Personen weniger als im Vormonat Februar. Die Quote verharrte bei 4,4 Prozent.
Im März des Vorjahres waren noch 470 Arbeitslose mehr gemeldet. Die Quote lag seinerzeit bei 4,5 Prozent.

„Der unverändert hohe Bestand an unbesetzten Arbeitsstellen bietet für Viele Beschäftigungsmöglichkeiten“ so der Leiter der Arbeitsagentur Gießen, Eckart Schäfer. „Ungelernten bieten wir gezielte Qualifizierungen, Umschulungen und das Nachholen von Berufsabschlüssen. Schüler können bei dem Übergang von der Schule in den Beruf die Unterstützung der Berufsberatung nutzen. Diese Ansätze verfolgen wir, um die Anzahl der Fachkräfte zu erhöhen und den Fachkräftebedarf bei Arbeitgebern zu reduzieren. Bei diesem Marathon bedarf es des eigenen Einsatzes der Menschen auf Arbeitssuche ebenso, wie des Engagements der Betriebe und Unternehmen.“

Unterbeschäftigung
Die Anzahl der Menschen in der sogenannten Unterbeschäftigung im engeren Sinne ist im März weiter gesunken. Nach dem Rückgang von 166 Personen waren jetzt insgesamt 23141 registriert. Ein Jahr zuvor waren noch 850 Personen mehr verzeichnet.

Gemeldete Stellen
Im März setzte sich die Dynamik der letzten Monate bei den neu gemeldeten Arbeitsstellen nicht fort. Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur Gießen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau im abgelaufenen Monat insgesamt 1514 neue Arbeitsstellen. Dies waren 228 Stellen weniger als im März 2018.
Entgegengesetzt verhält es sich bei dem Bestand an offenen Arbeitsstellen. Hier wurde erneut ein deutlicher Anstiegt registriert. Im Berichtszeitraum waren 6917 Stellen gemeldet, 867 Stellen mehr als im März vor einem Jahr. Hier sind konkrete Ideen erforderlich, um den Fachkräftebedarf der Arbeitgeber zu reduzieren.

Männer und Frauen
Bei der geschlechtsspezifischen Betrachtung der Arbeitsmarktsituation wurde bei Männern und Frauen jeweils ein Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Der, wegen der Wiederaufnahme von Beschäftigungsverhältnissen bei den Außenberufen, zu einem stärkeren Rückgang bei männlichen Arbeitslosen führte.
Im März waren im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen 6660 Frauen arbeitslos gemeldet, 55 weniger als im Vormonat. Die Quote lag danach bei 3,8 Prozent, 0,1 Prozent niedriger als im Februar. Im Vorjahresvergleich waren damals 163 Frauen mehr arbeitslos gemeldet. Die Quote betrug seinerzeit 4,0 Prozent.
Die Anzahl der erwerbslos gemeldeten Männer lag jetzt bei 9271, 244 weniger im Vergleich zum Vormonat Februar. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozent auf nun 4,8 Prozent zurück. Im Vorjahresmonat waren 307 Männer mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 5,0 Prozent.

Besondere Personengruppen
Die Zahl der Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle waren, ist im abgelaufenen Monat nur moderat gesunken. 1550 junge Menschen unter 25 Jahren waren gemeldet, 33 weniger als im Vormonat Februar. Die Quote blieb unverändert bei 4,0 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 86 Jüngere mehr arbeitslos gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent.
Im März ist die Anzahl der über 50-jährigen Erwerbslosen weiter zurückgegangen. 5271 Ältere waren im abgelaufenen Monat arbeitslos gemeldet, 91 weniger als noch einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkt auf nun 4,2 Prozent zurück. Im Vorjahresmonat waren 237 ältere Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Damals lag die Quote bei 4,5 Prozent.

Regionale Unterschiede
Die Zahl
der Arbeitslosen Menschen ist in den drei Landkreisen im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, dem Landkreis Gießen, dem Wetteraukreis und dem Vogelsbergkreis, weiter zurückgegangen. Der nominal stärkste Rückgang wurde im Wetteraukreis und der prozentual stärkste Rückgang im Vogelsbergkreis verzeichnet.
Im Kreis Gießen waren im März insgesamt 7558 Menschen erwerbslos gemeldet, 23 Arbeitslose weniger gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 5,3 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote ebenfalls bei 5,3. Damals waren 30 Menschen weniger registriert.
Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im März um 185 Personen auf jetzt 6209 gesunken. Die Quote ging um 0,1 Prozentpunkt zurück und lag danach bei 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jetzt 422 Erwerbslose weniger gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 4,0 Prozent.
Im Vogelsbergkreis ist die Zahl der Erwerbslosen im März weiter zurückgegangen. 2164 Personen waren arbeitslos gemeldet, 91 Personen weniger als noch im Februar. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 und lag danach bei 3,7 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 78 Erwerbslose mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 3,9 Prozent.

Die beiden Rechtskreise (nach dem Sozialgesetzbuch II und III)
Bei einer Betrachtung der Arbeitslosigkeit nach den Rechtskreisen, dem Rechtskreis nach dem Sozialgesetzbuch III (Arbeitslosenversicherung) und im Zuständigkeitsbereich der Jobcenter (SGB II), konnte in beiden Bereichen ein Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden.
Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach) waren im März 5988 Personen gemeldet, 275 weniger als im Vormonat Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Zahl derer damit heute um zwei Personen niedriger.
Die Zahl der in den Jobcentern geführten Erwerbslosen ging um 24 Personen auf nun 9943 zurück. Ein Jahr zuvor wurden dort noch 468 Personen mehr geführt.
Das Jobcenter Gießen betreute im März 5168 Arbeitslose, 87 Personen mehr gegenüber Februar.
Im Jobcenter Wetterau waren im abgelaufenen Monat 3526 Arbeitslose gemeldet, 117 Personen weniger als im Vormonat Februar.
Im Vogelsbergkreis wurden bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) insgesamt 1249 Arbeitslose im März betreut, sechs mehr als im Februar.

 
 
 

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von:  Agentur für Arbeit Gießen Pressesprecher Johannes Paul

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