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#Lehrer4future

Gießen | Selbst die inhaltliche Diskussion um die Bewegung Friday For Future zeigt ganz deutlich, dass die EU nicht reformierbar ist. Die Profit- und Machtinteressen der EU stehen den Interessen und der Zukunft der Schülerinnen und Schüler konträr gegenüber. Da täuschen auch keine Zusprüche von Merkel und Steinmeier, die Verständnis für das Mahnen der Schülerinnen und Schüler zeigen. Ja, liebe Regierung, liebes Kapital, dann macht es doch einfach.

Hauptverursacher des Klimawandels sind Konzerne wie Bayer/Monsanto, RWE, die Autokonzerne u.a., die ausschließlich an Profitmaximierung interessiert sind. Alle bürgerlichen Parteien stimmen den weiteren Rodungen des Hambacher Forstes zu.

In den Schulen lernen die Kinder, dass das Klima zerstört wird, sie lernen die Ursachen, das Ausmaß und dass ihre Zukunft dadurch immer unsicherer wird- aber nicht, was dagegen sofort gemacht werden muss. Genau hier beginnt der Widerspruch.

Die schwedische Schülerin Greta Thunberg stellt sich seit 20.August 2018 jeden Freitag vor das schwedischen Reichstagsgebäude in Stockholm und bestreikt den Schulunterricht. Sie wird dies so lange fortsetzen, bis Schweden die Vereinbarung der 196 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes in Nachfolge des Kyoto-Protokolls einhält.

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Greta hat erkannt, dass wenn das System die Situation nicht ändern kann, dann muss das System geändert werden .

Viele tausende Schülerinnen und Schüler haben sich den Protesten angeschlossen und streiken unter dem Motto „Friday für Future“ in vielen Ländern seit Wochen für mehr Klimaschutz.

Die Schülerinnen und Schüler sind die letzte Generation, die einen katastrophalen Klimawandel noch verhindern kann. Widerstand ist notwendig, denn der nachhaltige Klimaschutz im Kapitalismus ist ein Widerspruch an sich.

Die Schülerinnen und Schüler, die nun für ihr Recht auf eine intakte Umwelt, freitags auf der Straße demonstrieren, erfahren viel Zuspruch, werden aber auch als Schulschwänzer beschimpft. Die Schülerinnen und Schüler haben auf den Demos die Gelegenheit sich besser zu informieren, zu vernetzen und wichtige Kampferfahrung zu sammeln. Die Lernenden müssen lernen sich zu wehren und sich zu organisieren. Nicht nur politisch auch schulisch gesehen ist das Engagement der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ganz im Sinne der Demokratieerziehung und entspricht ebenso dem Bildungsauftrag Mitverantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Beides sind klare Bildungsziele, die im Rahmenplan vorgesehen sind.

Trotzdem gilt jedoch die Schulpflicht. Es gibt eine rechtliche Möglichkeit die einzelne Schulen auch in Hessen unterstützen, indem sie die Eltern darauf hinweisen, dass Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sowie Tutorinnen und Tutoren Schülerinnen und Schüler „in besonders begründeten Ausnahmefällen auf Antrag ihrer Eltern, volljährige Schülerinnen und Schüler auf ihren Antrag vom Unterricht beurlauben können“ (§ 3 VOGSV – Befreiung und Beurlaubung, Abs. 2). Die Teilnahme an einer weltweit stattfindenden Initiative für die Umwelt sollte für die Lehrerinnen und Lehrer einen „begründeter Ausnahmefall“ darstellen. Es ist sinnvoll solche Aktionen an den Schulen mit und durch die Schülervertretungen und dem Verbindungslehrer/Vertrauenslehrer zu organisieren. Es wäre vorbildlich, wenn die Lehrerinnen und Lehrer sich auch an dieser Stelle für die Zukunft ihrer Lernenden interessieren und diese ermutigen teilzunehmen. Ausgenommen für die Teilnahme sind terminierten Prüfungstage. Ein Antrag muss schriftlich erfolgen. Für den 15. März 2019 sind mehr als 860 Proteste in 75 Ländern geplant.

Morgen, den 15.3.2018, treffen sich alle um 11.30 Uhr vor dem Gießener Rathaus. Natürlich sind alle, die das Thema genauso interessiert, herzlich eingeladen sich der Gruppe anzuschließen. Es ist unsere gemeinsame Zukunft!!!

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.212
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 14.03.2019 um 18:47 Uhr
Sehr gut und richtig Martina!
H. Peter Herold
28.272
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.03.2019 um 19:28 Uhr
Und haben den Diesel zugunsten der Benziner kaputt gemacht, obwohl die.mehr CO 2 erzeugen und meist keine Partikelfilter haben.
Martina Lennartz
6.028
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 14.03.2019 um 19:36 Uhr
Bis zum 12. März sammelten Klimaforscher unter dem Motto „#Scientists­4Future“ über 12000 Unterschriften von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie wissen, dass die Fakten dafür sprechen, dass die aktuellen Klimaveränderungen vom Menschen gemacht sind. Es bleibt aber nicht bei der „Meinung“, im Anhang werden wissenschaftlich belegbare Fakten und Forderungen aufgeführt. Insgesamt werden 21 Fakten zusammengetragen, um die Debatte wieder auf eine fundierte Grundlage zu stellen. Zwei Punkte scheinen dabei beachtenswert zu sein: Zum einen machen die Wissenschaftler deutlich, dass nicht nur der Klimawandel unsere Lebensgrundlagen gefährdet, sondern auch die Zerstörung der Biodiversität. Die aktuelle Produktionsweise verbraucht und zerstört die biologische Vielfalt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schlagen vor, dass dem Verursacherprinzip Rechnung getragen werden muss. Im Rahmen des Kapitalismus soll eine CO2-Abgabe sozialverträglich eingeführt werden. Das bedeutet, sie muss entweder durch Steuererleichterungen oder durch Barauszahlungen an die Bürger gegenfinanziert werde. Wie gesagt: Greta hat es etwas deutlicher gesagt, wenn das System die Situation nicht ändern kann, dann muss also das System geändert werden.
Karl-Ludwig Büttel
3.745
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 14.03.2019 um 19:50 Uhr
Dieser ganze Klimaquatsch zu Lasten des Mädchens ist hochgradig pathologisch. Nur weil Erwachsene zu Feige sind selbst etwas zu Unternehmen werden Kinder und Jugendliche aufgehetzt und vor geschickt. Keiner der Anstachler denkt was mit diesem Mädchen einmal geschehen wird wenn der Hype vorbei ist. Wenn ihre Fördergesellschaft die jetzt sogar die 10 Millionen Gewinngrenze überschritten hat, kein Geld mehr mit ihr verdient. Dann fällt sie in ein tiefes Loch. In Erinnerung bleibt, dann das Buch was ihr Vater gerade schreibt um damit ordentlich Geld zu verdienen, was aber vor allen Dingen bleibt ist die Unfähigkeit der Erwachsenen sachlich mit der Thematik umzugehen. Alles was Greta macht ist genauso dem Kapitalismus geschuldet um mal im Jargon der Kommunisten zu bleiben, wie das was sie bekämpft. Es geht nur um das Geld. In ein paar Wochen wird wieder Ruhe sein.
Dazu gibt es in vielen Zeitungen im In und Ausland entsprechende Quellen und Berichte. Hier mal ein Teil /Zitat aus der Welt:
"Pappa Svante ist Schauspieler und Drehbuchautor
Greta Thunberg, die (nicht ganz) freiwillige Umweltaktivistin?
Die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden wird in den Mainstreammedien als engagierte Umweltaktivistin gefeiert, die sich ganz selbstlos für den Erhalt der Umwelt einsetzt. Doch bei einem Blick hinter die Kulissen relativiert sich das gesamte Szenario auf einen Schlag.
Facebook Veröffentlicht: 08.02.2019 - 10:59 Uhr | von Redaktion (mk) Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Whats App teilen Auf VK teilen E-Mail teilen
Eine junge Schwedin, die 16-jährige Greta Thunberg, flimmert seit Wochen als engagierte Umweltschutzaktivistin über die Monitore der Mainstream-Fernsehsender und beherrscht die Blätter der Mainstream-Presse. Die Schulschwänzerin (jeden Freitag bleibt sie dem Unterricht fern, um angeblich für den Umweltschutz zu demonstrieren) wird von den Klimawandel-Hysterikern als Vorbild gefeiert. In der Zwischenzeit folgen ihrer unentschuldigten Abwesenheit vom Unterricht Schüler in weiteren Städten und Ländern. Greta, bei der ein leichter Fall des Asperger-Syndroms diagnostiziert ist, mache das alles aus eigenen Stücken, völlig freiwillig und ganz ohne jegliches finanzielles Interesse, heißt es. Bei einem Blick hinter die Kulissen allerdings relativieren sich diese Aussagen sehr schnell.
Pappa Svante Thunberg ist sowohl Schauspieler wie auch Drehbuchautor. In Schweden ist er regelmäßig in einer Vorabendserie aufgetreten und hat so einen bestimmten Bekanntheitsgrad erlangt. »Nebenbei« ist er zudem Manager seiner Ehefrau Malena Ernman, einer in Schweden durchaus bekannten Opernsängerin. Zudem ist Pappa Svante Geschäftsführer sowohl bei Ernman Produktion AB wie auch bei Northern Grace AB, beides aktiennotierte Gesellschaften in Schweden. Beide Unternehmen haben die identische Adresse in einem Nobelviertel der Hauptstadt Stockholm. Die Aktien beider Unternehmen haben seit dem ersten Auftreten Gretas eine immense Steigerung verzeichnet. Die Schlüsselzahlen kennen nur eine Richtung: senkrecht nach oben.
Greta wird von der schwedischen Initiative »Wedonthavetime AB« unterstützt. Sich selbst stellt diese Initiative gerne als rein ideelle Stiftung dar, die keinerlei finanzielle Interessen verfolgt. Interessanterweise aber ist Wedonthavetime ein in Schweden aktiennotiertes Unternehmen. Es ist schon fast überflüssig zu erwähnen, dass auch diese Aktie seit Bekanntwerden des Engagements für Greta steil nach oben geschossen sind.
Und final haben die Eheleute Svante Thunberg und Malena Ernman ein Buch über Greta und ihr Engagement geschrieben (im Original »Scener ur hjärtat«), welches sich eines riesigen Absatzes erfreut. Wie groß wäre wohl der Absatz dieses Buches, stellte Greta ihre Aktivitäten ein? Und wie freiwillig ist, unter diesen Umständen, wohl das fortgesetzte Engagements Gretas wirklich noch?"


Die Einzige die hier kaputt gemacht wird durch die Hysterische Unvernunft der Erwachsenen ist die arme Greta. Das Lehrer so etwas Unterstützen zeigt wie weit weg die heutige Pädagogik von der Psychologie ist und welcher Schaden den jungen Menschen zugefügt wird. Für die Zukunft eintreten ist wichtig und soll auch immer das Recht des einzelnen Individuum bleiben egal wie alt oder jung aber nicht zu diesem Preis. Rettet Greta vor dem Wahn der versagenden Erwachsenen Umwelthysteriker.Wie kann man sich nur hinter einem Kind verstecken.
Martina Lennartz
6.028
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 14.03.2019 um 19:58 Uhr
Um Inhalte scheint es in dieser Antwort ja wohl nicht zu gehen, sondern nur noch um Meinungen und wer die bessere Propaganda hat. Was aber wirklich passiert und was getan werden kann oder muss, um die Lebensgrundlage für die Menschheit auf der Erde auch für künftige Generationen sichern zu können, scheint keine Rolle mehr zu spielen. Oder?
Karl-Ludwig Büttel
3.745
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 14.03.2019 um 20:03 Uhr
Das war meine Frage auch an Sie? Sachliche Diskussionen könnten helfen statt dumpfe Hetze.
Martina Lennartz
6.028
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 14.03.2019 um 20:12 Uhr
Auch meine Antwort um 19.36 ist sachlich.
Wo ist ihr sachlicher Vorschlag/ Argument?
Karl-Ludwig Büttel
3.745
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 14.03.2019 um 20:21 Uhr
Kommt morgen jetzt schaue ich mit Bekannten die Eintracht.
Stefan Walther
4.538
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.03.2019 um 21:17 Uhr
Sehr guter Text Martina!

Herr Büttel, das ist kein Generationenkonflikt um was es hier geht, das wird gerne behauptet "die Jugendlichen wenden sich gegen die Fehler der Erwachsenen". Das ist Blödsinn, im Beitrag werden die Verursacher der Umweltzerstörung sehr gut benannt.
Was Sie unter "Klimaquatsch" verstehen, das sollten Sie schon näher erklären, ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen Sie hätten bei den Klimaskeptikern oder der AfD abgschriebn.


Und die Friday for future - Bewegung muss ein wenig aufpassen, dass sie sich nicht vereinnahmen lässt. Vereinnahmen von teilweise selbsternannten Führern der GRÜNEN oder der SPD, die teilweise schon mit massiver antikommunistischer Hetze in manchen Städten Spaltung betreiben. Unter dem Vorwand "keine Parteien, keine Fahnen usw." versuchen sie selbst ihr Ding durchzuziehen und die Bewegung in reformistische Bahnen zu lenken. Ja nicht das System in Frage stellen, am besten nur an "unsere" Politiker appellieren.... ja, so hätten sie es gern...
Karl-Ludwig Büttel
3.745
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.03.2019 um 08:49 Uhr
Guten Morgen, mir geht es um den Schutz der Person Greta und die Ausnutzung ihrer Intention. Den Menschen hinter Greta geht es nicht um das Klima (deshalb dieser Klimaquatsch). es geht um die reine Vermarktung an der selbst ihre Eltern beteiligt sind. Ich wünschte mir einen differenzierten Umgang mit dem Friday for future. Ich glaube durch das Hochpuschen erreicht man eine schnelle Abnutzung der gut gemeinten und wichtigen Aktion. Klimaquatsch ist vielleicht in der Nachbetrachtung der falsche Begriff. Klimahysterie trifft es vielleicht eher. Viele Erwachsene verstecken sich hintern den Jugendlichen, dass kann es nicht sein. Sie beruhigen ihr eigenes schlechtes Gewissen in dem sie das Fernbleiben am Unterricht für gut heißen, selber finden sie aber keinen Weg etwas für oder gegen den Klimawandel zu unternehmen. Über die Ursachen die hier benannt sind braucht man auch nicht zu streiten auch die gehören wie viele andere auch ebenso wie die natürlichen Ursachen zum Klimawandel dazu. Was mich stört, dass man den Kapitalismus verteufelt ob zu Recht oder Unrecht auch, das ich nicht pauschal beantworten kann, gleichzeitig aber wird toleriert, dass genau dieses junge Mädchen von Kapitalisten missbraucht wird. Greta ist eine Gelddruckmaschine geworden. Das wird aber verdrängt. Das ist für mich ideologisches Geheuchel und hat nichts mit dem Ziel Klimaschutz zu tun. Greta ist für mich die Einzige die dabei verlieren wird. Das dies von Erwachsenen nicht gesehen wird bezweifele ich, es wid verdrängt da man mit diesen Aktionen von Greta und den Schülern sein eigenes Gewissen beruhigen kann und sein Versagen etwas gegen den Klimawandel zu tun verdrängen kann.

Das Ganze wird doch im Moment völlig überzogen: Frau des Jahres, für den Friedennobelpreis vorgeschlagen (damit steht sie mit dem Klimawandelverweigerer Trump auf einer Stufe).
Das alles finde ich dem Thema nicht Gerecht werdend und völlig Übertrieben. Wie wird es diesem armen Kind gehen wenn in ein paar Wochen kein Hahn mehr nach gräht…….darum geht es mir.

Der Klimawandel ist nicht zu leugnen da er stattfindet. Zum einen ein natürlicher Vorgang der in allen Zeiten der Erde stattgefunden hat, zum anderen beeinflusst durch den Menschen. Nur sollte man in seiner menschlichen Arroganz gegenüber der Natur sich nicht selber überschätzen, was den Einfluss des Menschen auf die Evolution dieser Erde betrifft.
Karl-Ludwig Büttel
3.745
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.03.2019 um 11:08 Uhr
Hier mal geliehen: Da ich dies treffend finde....

Maßnahmen

Um den Klimawandel zu stoppen, ist eine Reduktion der Treibhausgase unerlässlich – besonders in den Industriestaaten, denn hier werden die meisten Güter produziert und Ressourcen verbraucht. Vielen Bürgern ist bewusst: Ihr Verhalten hat einen entscheidenden Einfluss auf die Klimaveränderungen. Dennoch bleiben sie häufig passiv, wenn es um Änderungen der Lebensgewohnheiten geht. Die Zeit für effektive Veränderungen ist jedoch knapp, daher ist nicht nur jeder Einzelne gefragt. Es wird immer wichtiger, neue Strategien, Maßnahmen sowie Technologien zu entwickeln. Neben Organisationsstrukturen und Institutionen, müssen sich jedoch auch die Strukturen in den Köpfen der Menschen verändern.
Otmar Busse
837
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 15.03.2019 um 15:13 Uhr
" Nur sollte man in seiner menschlichen Arroganz gegenüber der Natur sich nicht selber überschätzen, was den Einfluss des Menschen auf die Evolution dieser Erde betrifft."
Dieser Satz, Herr Büttel, macht mir Leibschmerzen, denn die negative Beeinflussung durch die Menschen steht doch in einem völlig ungleichen Missverhältnis zu positiven Maßnahmen.
Und so lange Politiker, und seien es auch "nur" die der Kommunalpolitik, mit den Worten " ja wenn wir hier in die Natur eingreifen, dann spielen wir halt ein bisschen Gott", Bürgermeinungen abspeisen, müssen wir über menschliche Arroganz zu diesem Thema nicht weiter nachdenken.
Der letzte Satz aus Ihrem vorherigen Kommentar ... "Neben Organisationsstrukturen und Institutionen, müssen sich jedoch auch die Strukturen in den Köpfen der Menschen verändern " ... trifft den Nagel auf den Kopf.
Bernd Zeun
11.346
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 15.03.2019 um 16:03 Uhr
Herr Büttel, das, was Greta Thunberg angestoßen hat, was ist das denn anderes, als der Versuch, etwas in den Köpfen der Menschen zu verändern. Es ist auch nicht der erste Versuch, dass ein junges Mädchen damit Aufmerksamkeit erregt. Diejenigen unter den Lesern, die 40 oder älter sind erinnern sich vielleicht an die 1. UN-Umweltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro. Dort sorgte die damals 12-jährige Severn Cullis Suzuki, die schon als Neunjährige eine Umweltschutzorganisation gegründet hatte, mit einer Rede für Aufsehen, die die ganze heutige Problematik auch schon enthielt http://www.youtube.com/watch?v=1h7Can3tPEc&list=PL5F4F2F27D7E4CBA7 Der Unterschied zu damals, das Internet spielte noch keine Rolle und deshalb gab es auch das Phänomen der Social Media noch nicht. Heute ist also eine ganz andere Dynamik möglich und zwar global.
Ich würde mir an Ihrer Stelle auch keine zu großen Sorgen um die weiter Zukunft von Greta Thunberg machen, auch die junge Severn Suzuki ist heute noch umweltpolitisch aktiv und in kein Loch gefallen.
Wenn Bewegungen ins Leben gerufen werden, die Missstände anprangern und meist geht das von der Jugend aus - gibt es immer welche, die dann nach Kritikpunkten suchen und diffamieren müssen. Das war bei den Gegnern zum Vietnamkrieg so, bei den Grünen, Attac etc. Die "Welt" sich zum Zeugen wählen, ist für mich nicht allzu überzeugend, als dem Umweltschutz besonders verschrieben ist mir die Zeitung noch nicht aufgefallen.

Das Buch "Scener ur hjärtat" (Szenen aus dem Herzen) ist im August 2018 erschienen, damals begann die junge Greta erst mit ihren Schulstreiks und zwar allein, das kann also noch gar nicht in dem Buch abgehandelt sein. Ihre Eltern wollten ihr das auch eher ausreden. Wer Asperger-Menschen kennt, weiß, dass diese nicht zu Kompromissen neigen und das, was sie für richtig halten, durchzusetzen versuchen. Das Buch behandelt denn auch das Leben mit Greta vor dem jetzigen "Hype". So soll sie ihre Eltern von der vegetarischen Lebensweise und vom Verzicht auf Flugreisen überzeugt haben. Dass ihre Eltern als in Schweden bekannte Menschen von einem gewissen Erfolg ihres Buches ausgehen konnten ist doch klar, das ist bei allen Prominenten so, die ein Buch schreiben, was ja fast die Regel ist. Dass die Schulstreikgeschichte aber verkaufsfördernd würde, war beim besten Willen nicht abzusehen und ist einer der Zufälle, wie sie in der Buchbranche immer wieder vorkommen. Wäre Obama nicht Präsident geworden, sein Buch "Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie", das 1995, vierzehn Jahre vor seiner Präsidentschaft, erschien, wäre auch nie zu einem globalen Bestseller geworden.
Michael Beltz
7.557
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.03.2019 um 16:37 Uhr
Herr Büttel, Ich will mal annehmen, Sie machen sich Sorgen. Ihre Ideolgie lässt es jedoch nicht zu, dass junge Menschen plötzlich sich das Recht nehmen für ihre Zukunft aufzutreten. Ich war heute um 11.30 Uhr bei der Kundgebung und habe mit eingen wenigen der laut Polizeiangaben 1200 Schülern gesprochen. Diese jungen Leute wollen sich nicht von BMW regieren lassen, die haben mehr verstanden als mancher Politiker.
Gleichzeitig kann ich nur warnen: Ihr werdet überall gelobt das ist gut. Achtet aber darauf, dass diese Lobenden auch etwas tun.

Herr Büttel, dieser "Klimaquatsch" gehört zum Leben des Donald Trump.
Karl-Ludwig Büttel
3.745
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.03.2019 um 18:18 Uhr
Verstehen ist das Eine dann auch noch etwas schreiben das Andere Herr Beltz.
Ich selbst habe als Schulsprecher gemeinsam mit der SV Schüler Demonstrationen organsiert. Wir sind gemeinsam mit dem Kreisschülerrat Gießen ja bis zur Landesschülervertretung in Wiesbaden und Frankfurt auf die Straße gegangen auch natürlich vor Ort in Hungen und Gießen. Ich finde den Schülerprotest richtig. Wir mussten damals für Schulformen streiken unter Kultusminister Krollmann. Wir haben als Schülervertreter mit der Politik in Wiesbaden an einem Tisch gesessen und unsere Ziele verfolgt. Ich fördere heute noch die jungen Menschen vor Ort , dass sie sich aktiv beteiligen und ihre Meinung und Rechte einfordern. Sie sollten vielleicht nochmal ein bisschen Lesen und sich mehr Mühe geben. Der Satz mit der Ideologie ist außerdem mein Part in Bezug auf Kommunisten,,,,den können Sie nicht einfach entwenden …...so alt bin ich noch nicht und auch nicht stur und unbelehrbar, dass ich irgendwelchen Ideologien verfallen wäre. Das überlasse ich Ihnen.

Ja der Herr Trump ist ein Klimaleugner und ebenso wie Greta für den Friedennobelpeis vorgeschlagen. Wahnsinn diese Menscheit.....
Nicole Freeman
10.313
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 15.03.2019 um 18:30 Uhr
na da hoffe ich mal das die greta den preis bekommt!
Bernd Zeun
11.346
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 15.03.2019 um 23:46 Uhr
Der Friedensnobelpreis wird eher zu schnell vergeben, man denke nur, ich muss ihn noch einmal anführen, an Obama, da kann man sich heute fragen, wofür eigentlich. Da kann man ruhig erst mal abwarten, was wird denn draus. In den Naturwissenschaften und der Literatur dauert es oft Jahrzehnte, bis für eine weit zurück liegende Leistung oder das Gesamtwerk ein Preis vergeben wird, was allerdings auch nicht ideal ist.
Karl-Ludwig Büttel
3.745
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.03.2019 um 14:23 Uhr
Ich hoffe keiner von Beiden. Was haben die denn für den Frieden getan ? Nichts. Dann doch lieber wieder eine Jemenitische Freiheitskämpferin für Frauenrechte und gegen Gewalt und Sklaverei.
Martina Lennartz
6.028
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 16.03.2019 um 17:46 Uhr
Es geht darum die Verantwortlichen zu nennen.
Die Tagesschau nennt zwar die Situationen der Erde- aber nicht die daran verdienten und verdienen. Das sind u.a. die oben genannten Konzerne.
https://www.tagesschau.de/ausland/un-umweltschaeden-tote-101.html?fbclid=IwAR14z-0Bj6Ab3hLwFyEU1WawHvCNt2fFv8TJNf_yj5XCjuI81oL2kBXSETc
Kurt Wirth
2.374
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 16.03.2019 um 17:52 Uhr
Ich denke, Greta war der Anlass, der Auslöser für eine Bewegung, deren Ursache schon ein tiefer verwurzeltes Unbehagen in der Jugend ist. Sie hat inzwischen die Fadenscheinigkeit und Verlogenheit der ewigen Konferenzen ohne Ergebnisse durchschaut. Nun erhalten sie oft Beifall und verbale Unterstützung und Schulterklopfen von den örtlichen Bürgermeistern und Honoratioren am Freitagmittag; dann gehen diese wieder zur Tagesordnung über und alles bleibt, wie es war. Der Schülerprotest muss sich verbreitern, es müßten sich auch die Werktätigen, die oft erfolgreich für ihre Löhne und Arbeitsbedingungen streiken, am Freitag einfinden, um dem Ganzen mehr Nachdruck zu verleihen. Es geht schließlich um die Lebensbedingungen, nicht nur um die Arbeitsbedingungen.
H. Peter Herold
28.272
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.03.2019 um 18:20 Uhr
Was soll der Begriff "Die Werktätigen?"
Allen anderen dann nicht? :-((
Es gibt nicht nur Werktätige, was für ein antiquierter Begriff und Konzerne!
Kurt Wirth
2.374
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 16.03.2019 um 19:01 Uhr
Es ging mir um die "Streikfähigen". Aber da hast Du natürlich schon recht. Auch ein Streik der (Ehe-)Frauen (ich denke da an Lysistrata) wäre angebracht.
Stefan Walther
4.538
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.03.2019 um 20:20 Uhr
Was für ein "antiquierter Begriff" Peter? Wie ist denn dein "moderner Begriff"?

Guter Hinweis / Ansatz Kurt, in einigen Betrieben wird schon unter Lehrlingen - Entschuldigung "unter Auszubildenden" - eine mögliche Teilnahme als Berufsschüler diskutiert. Ja, das würde der ganzen Sache eine neue Qualität geben...
Christian Momberger
11.212
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 17.03.2019 um 01:29 Uhr
Sehr gut Kurt und Stefan. Fände ich gut.
H. Peter Herold
28.272
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.03.2019 um 23:02 Uhr
Lieber Stefan, das weißt du doch. Habe es schon mehrfach gesagt. Es gibt nur noch "Abhängig Be schäftigte"
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

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