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„Vereine werden inklusiv“ – Reger Zuspruch für neues Projekt der Lebenshilfe Gießen

Ein Schulterschluss zwischen den heimischen Vereinen und der Lebenshilfe Gießen wird angestrebt.
Ein Schulterschluss zwischen den heimischen Vereinen und der Lebenshilfe Gießen wird angestrebt.
Gießen | Pohlheim (-). Im Herbst des vergangenen Jahres startete die Lebenshilfe Gießen einmal mehr ein innovatives Projekt, diesmal unter dem Namen „Vereine werden inklusiv“. Das grundlegende Konzept hierbei: Menschen mit und ohne eine sogenannte Behinderung sollen die Möglichkeit erhalten, sich in Vereinen zu begegnen und einer gemeinsamen Freizeitgestaltung nachzugehen. Nun trafen sich einige der Projekt-Beteiligten in der Lebenshilfe-Geschäftsstelle, um sich über den Stand der Dinge auszutauschen – und dieser lässt sich durchaus sehen.

Bereits rund 40 Anfragen von Menschen mit Unterstützungsbedarf haben Sina Christin Lauterbach und Jörg Luckert, beide leiten das Projekt, in den vergangenen Wochen erreicht. „Ein toller Rücklauf. Aber auch die Rückmeldungen aus den Vereinen zeigen, dass der Wind für unser Vorhaben günstig steht“, betonte Ursel Seifert, Mitglied der Geschäftsführung der Lebenshilfe Gießen. Via Flyer war und ist es möglich, sich für bestimmte Interessensfelder, die auf Vereinsebene ausgeübt werden sollen, zu bewerben. Ganz hoch im Kurs stehen bislang unter anderem Tanzen, Schwimmen, Singen und Kochen.

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An dem nun erfolgten Austausch beteiligten auch Henry Mohr, Vorstandsmitglied des Gießener Sportkreises, Dr. Anette Gümbel (Vorsitzende Lich Basketball) sowie Gerhard Wißner (ps-Handballprojekte) und Sönke Müller vom Freiwilligenzentrum Gießen. Gemeinsam mit den Vertretern der Lebenshilfe Gießen zog man Bilanz und wagte Ausblicke in die Zukunft.

So gilt es nun, für alle Interessierte einen passenden Verein oder ein passendes Angebot zu kreieren, wobei auch logistische Herausforderungen – wie den Transfer zum Ausübungsort eines Vereins – zu beachten sind. Auch die Bereitstellung von Zusatzqualifikationen für Vereinstrainer und Betreuer kamen zur Sprache. Generell liegt die Hoffnung darin, noch weitere heimische Vereine für inklusive Angebote zu begeistern – eine Hoffnung, die durch das bereits vorhandene Engagement einiger Klubs gestützt wird.

„Die ersten Interessenten sollen bereits in Kürze konkrete Offerten zur Freizeitgestaltung auf Vereinsebene erhalten. Wir wünschen uns, dass das nur der Anfang ist und wir möglichst viele Menschen mit einer sogenannten Behinderung, die sich wünschen, Teil eines Vereinswesens zu sein, mit den lokalen Vereinen in Kontakt zu bringen“, blickte Sina Christin Lauterbach zuversichtlich in die Zukunft. Dirk Oßwald, Vorstand der Lebenshilfe Gießen, ergänzte: „Vereine stellen einen wichtigen Nährboden des gesellschaftlichen Zusammenhalts da und bieten darüber hinaus wichtige und belebende Programme zur Freizeitgestaltung. Wir erhoffen uns, dass sich noch viele der zahlreichen wunderbaren Vereine unserer Region für unsere Idee und unser Kooperationsangebot begeistern können.“

Sie haben weitere Fragen zum Lebenshilfe-Projekt „Vereine werden inklusiv“? Dann wenden Sie sich gerne an Frau Sina Christin Lauterbach (Telefon: 0151-64101 739) oder Herrn Jörg Luckert (Telefon: 0160-577 4602). Per E-Mail erreichen Sie die Projektleitung unter der Adresse vw1@lebenshilfe-giessen.de.

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