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Blau-Weiß nach schwerem Jahr auf der Suche nach neuer Balance - Mitgliederversammlung 2019 im Zeichen des personellen Neubeginns

v.l.n.r: Prof. Dr. Alexander Jendorff mit der neuen Jugendleiterin Mira Dahmen und dem zweiten Vorsitzenden Helmut Appel
v.l.n.r: Prof. Dr. Alexander Jendorff mit der neuen Jugendleiterin Mira Dahmen und dem zweiten Vorsitzenden Helmut Appel
Gießen | „Das vergangene Jahr war für die Spielvereinigung Blau-Weiß Gießen kein leichtes“ – so fasste es der Vorsitzende, Prof. Dr. Alexander Jendorff, auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch zusammen. Neben dem tragischen Tod des langjährigen Jugendleiters Bernd Jedlitschka mussten auch andere Ausfälle und Misslichkeiten verkraftet werden. Dahinter traten manche sportliche Entwicklungen in ihrer Bedeutung zurück, so etwa dass sich das Frauenteam weiterhin und manchen sportlichen Enttäuschungen zum Trotz bestens stabilisiert; oder dass das Herrenteam seinen desaströse Saisonstart kompensiert und gute Chancen hat, die Klasse zu halten; oder dass im Jugendbereich bspw. mit Denny Bamberger und Felix Klüpfel zwei neue Trainer gefunden werden konnten, die in der E-Jugend einerseits für Kontinuität, andererseits für neue Impulse sorgen. Der Tod Bernd Jedlitschkas stellte einen tiefen Einschnitt in der Vereinsgeschichte und insbesondere in der Jugendabteilung dar, wie Jendorff in seiner Totenehrung ausführte, aber eben auch die – leider – erzwungene Chance zu einem Neubeginn, und diese ergriffen einige Mitglieder,
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wie bspw. Mira Dahmen (vgl. Foto), die sich schon bald bereit erklärte, die Aufgaben der Jugendleitung zu übernehmen. Zugleich gab der Vorstand den endgültigen Startschuss zu einer Umstrukturierung des Vereins: Schon im Januar 2018 hatte man dies durch eine Satzungsänderung auf der damaligen Mitgliederversammlung beschlossen, um es 2020 umzusetzen. Jetzt zog man es angesichts der Ereignisse vor. Ab sofort gibt es eine Fußballabteilung in Blau-Weiß, die von dem neuen Abteilungsleiter Norbert Matt mit seinem Team – Andreas From (EDV-Administration), Roland Niebergall (FairPlay-Beauftragter) und Mira Dahmen (Jugendleitung) geführt wird. Der Vorstand hofft, in den kommenden Jahren weitere neue Abteilungen und damit Angebote auch für neue Interessentengruppen eröffnen zu können. Klar ist dabei allerdings auch, dass sich etwas im Bereich der Finanzverwaltung tun muss. „Die bisherigen Kapazitäten sind dafür einfach zu eng“, resümmierte der Vorsitzende, der darauf verwies, dass man eben kein 150 Mitgliederverein mehr, sondern mit – wenigstens nominell – 352 Mitgliedern ein Verein ist, der nicht allein von einer Kassiererin verwaltet werden kann. „Auch hier wird es Veränderung und Optimierung geben müssen, allein um die notorischen Beitragsverweigerer in den Griff zu bekommen“, so Jendorff, assistiert von einigen Anwesenden, die sich über die Beitragsausstände empörten. Schließlich bestätigte die Versammlung auch den Beschluss des Vorstands, die Beiträge nach 15 (!!) Jahren zu erhöhen. „Die Erhöhung ist erheblich und schmerzt, aber sie ist unumgänglich und wird Blau-Weiß dennoch als einen der günstigsten Fußballvereine in Gießen mit diesem breitensportlichen Angebot belassen“, bemerkte Jendorff zu der Warnung, Mitglieder könnten austreten. Denn: „Auch wir müssen unsere Rechnungen zahlen und können nicht immer nur auf großzügige Spenden hoffen, die kaum verlässlich sind“, bemerkte er aus den Erfahrungen des letzten Jahres. So fand die Veranstaltung unter schwierigen Vorzeichen des allgemeinen Aufbruchs und der allgemeinen Arbeit einen zufriedenen und hoffnungsvollen Abschluss.

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