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Stoppt Trump

von Michael Beltzam 10.02.20191691 mal gelesen6 Kommentare
Gießen | „Stoppt diesen neuesten Irrsinn der US-Regierung. Lasst das venezolanische Volk in Frieden.
Sie haben eine wirkliche Demokratie, hört auf, sie zerstören zu wollen, damit das eine Prozent ihr Erdöl ausplündern kann.“


Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters 6.2.2019

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.562
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.02.2019 um 12:51 Uhr
Ja, da kann mann / frau nur die Augen reiben. Bis vor kurzem galt eigentlich die Parole in der Politik: Keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.

Natürlich wurde das immer sehr weit ausgelegt. Ich erinnere nur daran, dass amerikanische Regierungen "in ihrem Hinterhof" (gemeint sind die mittelamerikanischen Länder) mehr oder weniger offiziell kalte und auch warme Kriege geführt haben um ihnen unliebsame Regierungen zu stürzen bzw. um ihnen liebsame Regierungen zu installieren.

Das gleiche galt für die UDSSR im kleineren Umfang. (Was suchten die Russen in Afghanistan in den 90er Jahren?)

Das Maß der Einmischungen in die inneren Angelegenheiten nimmt aber in den letzten Jahren rassant zu. Egal, ob einem die jetzige Regierung in Venezuela gefällt oder nicht, ich halte es für ein Unding, dass die deutsche Regierung (und nicht nur die amerikanische Regierung) sich zu den wohl massiven innenpolitischen Machtkämpfen dort überhaupt äußert. (Und sie positioniert sich zusätzlich auch noch für eine der Konflktparteien.) Jedes Land hat das Recht seinen eigenen Weg zu gehen. Das gewünschte Regierungssystem müssen die Venezulaner unter sich ausmachen.

Der im Zitat erwähnte Querbeweis zu der Erdölpromblematik halte ich für gerechtfertigt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als die BRD - Friedensbwegung Zigtausende Demonstranten auf die Gass' bekommen hat; gerade unter dem Slogan: Kein Krieg für Öl!

Mit dem "1 Prozent" spricht übrigens Roger Waters die superreichen Kapitalisten in den USA an. Ich sehe das als deutlichen Hinweis, dass er der Ansicht ist, dass es diesen Leutchen völlig gelungen ist, die Regierung für ihre interessen einzuspannen. Diese Einschätzung teile ich nicht nur im Hinblick auf die USA, sondern auch auf die BRD. Meine logische Schlussfolgerung: Die Kapitalisten müssen - zuerst im eigenen Land, dann weltweit - weg!
Michael Beltz
7.522
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.02.2019 um 16:36 Uhr
Die UdSSR war von der Regierung Afghanistans zum Einmarsch gebeten worden. In der Folge durften Mädchen die Schule besuchen.
Wolfgang Seibt
58
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 12.02.2019 um 17:04 Uhr
Dort soll wohl ein neuer Pinochet installiert werden.
Wer dessen besten Freunde und Gönner waren muss ich nicht extra erwähnen. Ist alles im Netz nachzulesen.
Und dann erkennen die sofort einen selbsternannten Präsidenten an und faseln was von Demokratie. Gerade die wollen doch die USA dort mit ihren bekannte Mitteln der Destabilisierung zerstören.
Stefan Walther
4.524
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.02.2019 um 19:06 Uhr
Also Michael, das ist ja mehr als dünn den Einmarsch der UdSSR so zu begründen. Es ging also nicht um Einfluss und Macht in der Region, es war alles in Ordnung nur weil die Regierung in Afghanistan die UdSSR "gebeten" hat dort ein zu marschieren? Und das afghanische Volk begrüßte die Truppen mit lautem Hurra? Hauptsache die Mädchen durften dann die Schule besuchen?

Man stelle sich vor: in Saudi-Arabien gibt es einen Volksaufstand ( oder in einem anderen westlich orientierten Land ), die Regierung von Saudi-Arabien bittet z.B. die USA um Einmarsch mit Truppen. Ist ja alles in Ordnung, die Regierung hat ja die USA gebeten??? Und vielleicht dürfen ja dann zukünftig die Frauen auch zu allen Sportveranstaltungen gehen... was zählen schon die zig-tausend Toten aufgrund des Einmarschs...
Michael Beltz
7.522
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.02.2019 um 19:47 Uhr
Meine Meinung ist zu kurz dargestellt. Die in Afghanistan gewählte Regierung konnte, nachdem die UdSSR auf mehrfache Bitte einmarschiert ist, viele positive Reformen durchführen; unter anderem durften Mädchen wieder in die Schule gehen. Die Madjahedin waren in der Folge gemeinsam mit der USA in der Lage, den Fortschritt zurück zu entwickeln.
Aus diesen Kämpfen ist mit finanzieller Hilfe der USA Al Kaida entstanden.
Über diese Fakten kann man nachlesen. Entscheiden muss jeder selbst, auf welcher Seite er steht.
Fehler der UdSSR muss man in der Vergangenheit suchen: Mit Chruschtschow begann das Ende.
Stefan Walther
4.524
Stefan Walther aus Linden schrieb am 15.02.2019 um 11:18 Uhr
So urteilst du Michael ( urteilt ihr? ) tatsächlich auch heute noch über den Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan?
Zig-tausende demonstrierten und protestierten auch in der BRD gegen diesen Einmarsch, nicht nur die pazifistische Friedensbewegung sondern auch große Teile der Linken, und das völlig zu Recht! Einzig die auf "Moskaulinie" liegenden haben wie immer alles für bare Münze genommen was der "Große Bruder" verbreitet hatte.
Dieser Einmarsch war wie vieles andere auch ( u.a. der Einmarsch in die CSSR, Militärbasen in Afrika, Provokationen gegen China usw. usf. ) nichts weiter als sozialimperialistische ( Sozialismus in Worten, Imperialismus in Taten ) Politik.

Stimmt - spätestens - mit Chruschtschow begann das Ende, und diese Außenpolitik war Ausdruck der Politik der neuen bürokratischen Machthaber in der Sowjetunion.

Natürlich muss man die Politik der USA als Hauptkriegstreiber in der Welt - damals wie heute - verurteilen, aber ganz schuldlos war die Sowjetunion an der weiteren Entwicklung in Afghanistan auch nicht...
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Michael Beltz
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