Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Die Bahn auf dem Kopf- sieht man den Kunden


Mehr über

Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Mehr Übernachtungsplätze für obdachlose Frauen vom Parlament abgelehnt
Hier die Rede zu meinem Antrag für die Gießener Linke: Sehr...
Ein ehrlicher Vertreter des Kapitals
"Natürlich geht es ums Erdöl in Venezuela" Tjerk Brühwiller in einem...
PRO BAHN Hessen fordert, man muss etwas entgegensetzen: Initiative mit ihren Partikularinteressen stört und will den begonnenen viergleisigen Ausbau zwischen Frankfurt-West und Friedberg verhindern.
Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt ausdrücklich das Urteil des...
Vor wenigen Monaten Gießen-Marburg, nun Fahrdienstleiterausfall zwischen Frankfurt Flughafen Fernbahnhof und Mainz Hbf. – es muss endlich nachhaltig gehandelt werden, keine Sonntagsreden mehr
Im Sommer 2016 war es Mainz Hbf., vor wenigen Monaten war es ein...

Kommentare zum Beitrag

DLRG Kreisgruppe Gießen e.V.
364
DLRG Kreisgruppe Gießen e.V. aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 00:05 Uhr
.
Christian Momberger
11.166
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 00:07 Uhr
Interessant, wusste ich auch noch nicht.
H. Peter Herold
27.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 00:09 Uhr
Man kann nicht alles wissen. Das weiß die Bahn ja selber nicht:-) Sie würde es sonst ändern.
Martina Lennartz
5.856
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 00:11 Uhr
Vielleicht ist es Absicht :D
Kurt Wirth
1.902
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 11:15 Uhr
Dabei geht es nicht nur um die "Bahn" als solche. Die "Bayerische Eisenbahngesellschaft" z.B. muss den Nahverkehr in Bayern sichern. Dieserhalb schreibt sie alle paar Jahre die Vergabe zur Bedienung der Strecken neu aus. Da ist die DB ein Bewerber unter vielen. Seit dieses System in Betrieb ist (d.h. seit der juristischen Privatisierung der Bahn) hat sie immer mehr Strecken an Privatbahnen verloren. Hinter diesen stecken vor allem der Transdev-Konzern (gehörte seinerseits bis 2016 dem französischen Trinkwasser-, Müll-etc. Konzern Veolia) und neuerdings das britische Unternehmen Go Ahead.

Heute meldet die Presse, dass die Bayerische Eisenbahngesellschaft die Bayerische Oberlandbahn und Meridian (beide Transdev) zu einem Krisengespräch gebeten hat. Sie haben beim kürzlichen Wintereinbruch südlich von München den Bahnverkehr eingestellt. Generell arbeiten die Privatbahnen mit zu wenig Reserven an Personal und Material. So führte beim ALEX (Allgäu-Express zwischen München und Oberstdorf/Lindau), über die Deutsche Länderbahn ebenfalls zu Transdev gehörig, in jüngerer Zeit die Krankheit von Lokführern ständig zu Schienenersatzverkehr zwischen Kempten und Oberstdorf und Lindau. Während des heissen Sommers wurden kürzere Wartungsintervalle von Lokomotiven und Waggons erforderlich, was ALEX nicht auf die Reihe bekam und ebenfalls laufende Zugausfälle nach sich zog. Die seit Dezember verkehrende "Ostallgäu-Lechfeldbahn" zwischen Augsburg und dem Ostallgäu hat ebenfalls mit Qualitätsproblemen zu kämpfen.

Der Profit geht vor Versorgungsauftrag!
Martina Lennartz
5.856
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 11:24 Uhr
Lieber Kurt, da hast du völlig Recht. Im Kapitalismus ist das nun mal so.
H. Peter Herold
27.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 17:16 Uhr
Nicht alles auf das Kapital schieben. Die jeweiligen Landes- und Bundesregierungen tragen da einen Teil dazu bei.
Martina Lennartz
5.856
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 17:48 Uhr
.....und du meinst, dass dort der Sozialismus herrscht:D
Kurt Wirth
1.902
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.02.2019 um 17:49 Uhr
Aber in einer Sache haben die Privatbahnen manchmal ihren Charme:

Der ALEX bietet im Gegensatz zur DB im Nahverkehr auch Fahrkarten im Zug an. Bei der DB sind beim Einstieg ohne Fahrkarte 60,00 Euro fällig. Außerdem hat der ALEX ein Bistro. Aber er hat hauptsächlich alte, von der DB ausrangierte Waggons, ein bisschen aufgemöbelt: Sitze frisch überzogen - aber beim Hinsetzen versinkt man oft in ungeahnten Tiefen. Einiges frisch lackiert.

Und man kann seinen Kindern bzw. Enkeln einmalige Erlebnisse bieten: Die Toiletten werden nach verrichtetem Geschäft zwar nicht mehr wie vor 100 Jahren mit einem Fußhebel und Öffnen einer Klappe in der Schüssel entleert. Nein, man hat einen Leuchtknopf zum Drücken vor sich. Aber dann öffnet sich wie vor 100 Jahren die Klappe und man sieht unten die Basaltsteine des Bahndamms vorbeirauschen. Echte Nostalgie!
Kurt Wirth
1.902
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 07.02.2019 um 10:46 Uhr
was das Kapital in dieser Frage angeht:
100 und mehr Jahre kam es diesem zu Pass, dass der Staat eine optimale Infrastruktur zur Verfügung stellt. Das war quasi eine Selbstverständlichkeit. Selbst kleine Manufakturbetriebe hatten ihren eigenen Gleisanschluss. Selbst in kleineren Orten gab es Bahnhöfe, damit die Arbeitenden an ihre Arbeitsorte gelangen konnten. Dann kam das Kapital auf die Idee, das alles selbst in die Hand zu nehmen und damit Geld zu verdienen. Unrentable Strecken und Bahnhöfe wurden geschlossen. Stattdessen Autobahnen privat finanziert und die Bahn mehr und mehr privatisiert. Bekanntlich verkauft das Kapital auch noch den Strick, an dem es aufgehängt wird.

Und das alles betrifft ja nicht nur die Verkehrs- und Transportwege. Ebenso den Gesundheits- und Bildungssektor. Das hat nun interessanterweise dazu geführt, dass linke und fortschrittliche Leute sozusagen den Zustand des früheren Kapitalismus verteidigen müssen. Und natürlich die Beseitigung des Kapitalismus. Das ist nun auch keine neue Erkenntnis. Wie: der Ball ist rund.
H. Peter Herold
27.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.02.2019 um 11:23 Uhr
Also doch die Politiker und Parteien bzw. die Regierungen schuldig, denn die haben privatisiert.
Kurt Wirth
1.902
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 07.02.2019 um 12:29 Uhr
Von Ausnahmen abgesehen können die herrschenden politischen Kräfte gar nichts gegen das Kapital entscheiden oder unternehmen.
Friedel Steinmueller
3.489
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 07.02.2019 um 15:24 Uhr
@Herr Wirth!
"Aber beim Hinsetzen versinkt man oft in ungeahnten Tiefen!"
Wie ist das wohl gemeint? Etwa mit Schnorchel?
Kurt Wirth
1.902
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 07.02.2019 um 17:32 Uhr
Die Sitze sind arg "durchgesessen".
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

offline
Interessensgebiet: Gießen
Martina Lennartz
5.856
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Fragen (Lügen) zur Situation in Venezuela- mal eine andere Quelle
1. Der Diktator Maduro hat das Parlament entmachtet Der Oberste...
Friday for future heute - 3.5.2019 - in Gießen
Der Auftakt für den Aktionstag zur Verkehrswende in Gießen wurde mit...

Veröffentlicht in der Gruppe

Ausflugstipps

Ausflugstipps
Mitglieder: 50
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
30 Jahre Heimatmuseum im Bahnhof Kinzenbach
Bei sommerlichen Temperaturen feierte das Heimatmuseum im...
Stadtrundgang durch die „Fachwerkstadt“ Grünberg.
Beginnen wir unseren historischen Rundgang durch das ...

Weitere Beiträge aus der Region

Fit werden und eine gute Zeit miteinander haben: Der Spinning-Kurs mit Claudia Jesiek (Schwarze Trainingskleidung) kommt gut an.
„Es ist wie Tanzen“ - Verein ONIF veranstaltet inklusiven Spinning-Kurs im Gießener Fitnessstudio Clox
„Jetzt noch einmal richtig Gas geben“, ruft Claudia Jesiek den...
Startpunkt der Führung war das Zentrum von Grünberg, der Marktplatz.
GZ KULTTour: Fachwerkführung durch Grünberg
Was hat Grünberg eigentlich mit Martin Luther zutun? Welche Häuser...
Der Kirschlorbeer und die Rosenkäfer
Letzter Sonntag war ein schön warmer Tag und wohl ideal für solche...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.