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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
27.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.01.2019 um 21:39 Uhr
Ich urteile nicht da ich es nachvollziehen kann. In etwas anderer Form habe ich ähnliches erfahren als ich mit 4 Jahren nach dem Bombenangriff auf Ulm am 17.12.1944 am anderen Morgen mit meiner Mutter aus dem Keller kletterte in dem wir de Nacht mut anderen Menschen verbracht hatten. Dann durch de brennend Stadt zu einer Bekannten gingen. Etwa 2 Kilometer. Unterwegs trug mich zeitweise ein Soldat ich hatte den Kopf verbunden. War kurz vorher noch im KH gewesen. Mittelohrvereiterung.
Das hatte dann noch Folgen.
Martina Lennartz
5.856
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 21.01.2019 um 21:47 Uhr
versteh ich nicht
H. Peter Herold
27.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.01.2019 um 21:52 Uhr
Es wird sich nichts ändern
Martina Lennartz
5.856
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 21.01.2019 um 21:54 Uhr
Ich versteh nicht, was du sagen willst. Es geht um die Flüchtlinge und deren Grund, fliehen zu müssen.
Kurt Wirth
1.902
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 21.01.2019 um 23:02 Uhr
Ich verstehe Peter Herold insofern, als er zum Ausdruck bringen will, dass er sich damals in einer vergleichbaren Situation vieler Kinder im heutigen Syrien, Jemen und anderswo befand. Selbstverständlich kann man sich mit 4 Jahren keine grossen Gedanken über die Ursachen machen. Im damaligen Deutschland gab es auch keine Fluchtmöglichkeiten, gesetzt den Fall, seine Eltern hätten das überhaupt in Erwägung gezogen und nicht dem "Führer" bis zuletzt gefolgt. Die Zeiten lassen sich schlecht vergleichen.
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 22.01.2019 um 10:04 Uhr
Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, ist unsere humanitäre Pflicht! Tragen wir ( der Staat DE ) nicht auch dazu bei !? Werden nicht auch Deutsche Panzer etc in den Kriegsgebieten eingesetzt :-(
H. Peter Herold
27.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.01.2019 um 18:01 Uhr
Als vierjähriger war es eine ganz schön schwere Sache. Wer aus einem Bombenkeller durch eine brennende Stadt gehen musste. Da braucht es keinen Vergleich mit den heutigen Bombenangriifen zu scheuen. Da war der Krieg und dann die quasi Flucht ins Allgäu eine gefährliche Sache.
Überhaupt, keiner der so was erlebt hat wird es je vergessen und unbelastet ist wahrscheinlich keiner von denen die es erlebt haben.
Kurt Wirth
1.902
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 22.01.2019 um 21:48 Uhr
Im Allgäu waren und sind Flüchtlinge immer willkommen. Dabei war es nicht so, dass da keine Bomben gefallen wären. (ich soll 1944 in einem Entbindungsheim schon vor den Erwachsenen die Bomber von Ferne brummen gehört haben und ein Geschrei angestimmt haben, in das alle anderen "Insassen" eingestimmt haben). Aber im Vergleich zu Giessen oder Frankfurt war das minimal. 1944 wurden Teile der Rüstungsproduktion aus Augsburg (Messerschmitt) und München (BMW, Flugzeugmotoren) in nunmehr umfunktionierte Spinnereien und Webereien an der Iller in Kempten, Kottern, Blaichach und Fischen verlegt und diese Produktionsstätten wurden durchaus bombardiert, wie auch Bahnhöfe, Brücken und Verkehrswege. Die Hauptleidtragenden waren in diesen Fällen die KZ-Häftlinge der Aussenlager von Dachau und die Zwangsarbeiter, die dort schufteten.

Nach dem Krieg wurden viele Menschen aus dem Sudetenland im Allgäu aufgenommen (berühmt: "Neugablonz" bei Kaufbeuren). Man hatte kein Problem damit. Anekdote: da wurde in einem Dorf eine kleine Baugrube ausgehoben. Fragt ein Einwohner:"Wer kommt denn do nei?" Antwort:"Der Transformator". Der Einwohner:"Dean kenn' i it, des muaß a Flichtling sei".

Heute liest man jede Woche in der Allgäuer Presse von einem Flüchtling aus Afghanistan oder Senegal oder sonstwo, der sich mittlerweile in einem Handwerkerbetrieb, Bäckerei oder Hotel gut eingearbeitet hat und jetzt abgeschoben werden soll. Seine Arbeitgeber setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um ihn behalten zu können.
H. Peter Herold
27.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.01.2019 um 22:04 Uhr
In Lauben, da war ich, nahm mich mein Onkel mit nach draußen wo er etwas geschützt ein Grube ausgehoben hatte. Da lagen wir drin mit einer Pferdedecke zugedeckt und schauten in den Himmel. Dort flogen feindliche Flugzeuge, der ganzd Himmel schien voll von ihnen. Der Onkel meinte ske fluegen Richtung München.
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von:  Martina Lennartz

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Martina Lennartz
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