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Wintertraum-Alptraum-Alpenraum-Schneechaos

von Kurt Wirtham 10.01.2019424 mal gelesen13 Kommentare
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Die Seilbahn im Blick hat diese Alpendohle am Nebelhorn über Oberstdorf, dass war meine Vogelbeobachtung der letzten Woche, im Allgäu!
Ein Aufpasser an der Seilbahn, die Alpendohle
so nennt man die Wetterlage: oben Sonne, unten Nebel
Obheiter im Allgäu

Kommentare zum Beitrag

Kurt Wirth
1.602
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 10.01.2019 um 16:44 Uhr
Die Nachrichten im südlichen Deutschland quellen über von "Schneechaos". Dabei sollte man im Auge haben:
Am 2.April 1944 lagen auf der Zugspitze 8,30 m Schnee (also schon der Höhe nach, nicht in der Länge:-)). Gestern waren es 3,00 m.
In Oberstdorf lag am 11. Februar 1952 1,80 m Schnee. gestern waren es 0,80 m.
H. Peter Herold
27.353
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.01.2019 um 17:11 Uhr
Am Hohen Ifen tolle Skipisten
Kurt Wirth
1.602
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 10.01.2019 um 17:23 Uhr
Möglicherweise. Nebelhorn und Fellhorn nahmen heute den Skibetrieb nicht auf. Das Stillachtal - die Zufahrt zur Fellhornbahn - ist gesperrt. Soll morgen nach Lawinensprengungen wieder freigegeben werden. Im Kleinwalsertal ist die Strasse nach Baad gesperrt und der Ort eingeschlossen. Das betrifft die Walmendingerhornbahn, aber nicht den Ifen.
H. Peter Herold
27.353
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.01.2019 um 17:58 Uhr
Danke.
Christian Momberger
11.119
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.01.2019 um 22:51 Uhr
Sehr interessant Kurt. Danke für die Info's.
H. Peter Herold
27.353
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.01.2019 um 22:54 Uhr
Gerade in den Nachrichten. Es schneit
Friedel Steinmueller
3.434
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 11.01.2019 um 20:19 Uhr
Wie eingangs schon richtig beschrieben:

@Herr Wirth!
Von den absoluten Rekordschneehöhen sind wir noch weit entfernt, wie Sie hier glaubhaft darstellen.

Das Problem kam wohl dadurch zustande, das es gleich von praktisch Null auf 100 bis 200 cm rauf ging, und dies innerhalb von wenigen Tagen.
Hinzu kommt der starke Wind und der ungünstige Untergrund, der die Lawinengefahr nochmals raufschraubt.

Aber die Lage könnte sich noch zuspitzen, da jetzt zu den Schneemassen alsbald Regen hineinfällt. Das macht den Schnee schwerer und auch die Schneelast auf Hausdächern und Bäumen.

Das könnte eine mehrwöchige schwierige Lage in den Alpen werden.
Friedel Steinmueller
3.434
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 11.01.2019 um 20:24 Uhr
Nur mal zum Vergleich mit unserer Region rund um Gießen.
Hier liegen die maximalen Schneehöhen in den Tälern zwischen 30 und 35 cm. Das war z.B. in den Wintern 1941/42, 1950/51 und 1962/63 der Fall.
Die nahen Mittelgebirge wie Taunus, Rhön und Vogelsberg kommen auch in großen Zeitabständen auf über 100 cm. So war es z.B. 1969/70 oder 1980/81; sowie im Dezember 2010.
Da herrschten Zustände auch in Teilen des Hessischen Berglandes wie aktuell jetzt im Alpenraum.
Wolfgang Heuser
7.438
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 12.01.2019 um 09:16 Uhr
Es ist schon gewaltig, was dort an Schnee runter gekommen ist. Aber auch Interessant, welche Schneehöhen es schon immer mal gegeben hat, Danke zu den Informationen!

Im Sauerland, auf dem Kahlen Asten hatte es am 9. März 1970 eine Schneehöhe von 239 cm unter anderem!
Friedel Steinmueller
3.434
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 12.01.2019 um 09:39 Uhr
@Herr Heuser!
Der Winter 1969/70 war extrem reich an Schnee. Und selbst hier im Gießener Becken hätte es damals Rekordschneehöhen geben können, wäre da nicht immer wieder mal leichtes Tauwetter aufgetreten.
In den Mittelgebirgen herrschte hingegen durchweg Dauerfrost.

Neue Gefahrenlage für die Alpen:
Bis Montag früh kommen weitere extreme Schneemassen hinzu.
Dann soll endlich Ruhe einkehren.
Kurt Wirth
1.602
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 12.01.2019 um 11:44 Uhr
In der Tat ist das zentrale Problem der viele Schnee in kurzer Zeit. Womit wir eine sog. "Extremwetterlage" haben, die sich im Zuge des Klimawandels immer mehr häufen. Dazu gehört auch, daß es seit mehreren Jahren vor Weihnachten/Neujahr keinen bis wenig Schnee gibt, selbst in höheren Lagen.

Auch noch interessant: 1954 starben im österreichischen Vorarlberg bei mehreren Lawinenabgängen mit Schwerpunkt im grossen Walsertal 125 Menschen, 280 wurden verschüttet. Auch hier fielen ab 9.Januar binnen 24 Stunden 2 m Neuschnee. Bis dahin war der Dezember ungewöhnlich warm und es blühten schon Frühjahrsblumen.
Friedel Steinmueller
3.434
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 14.01.2019 um 19:52 Uhr
@Herr Wirth!
Danke für diese ergänzenden Infos.
Mit den schneelosen Weihnachten seit vielen Jahren kann ich bestätigen.
2010 gab es letztmals sehr viel Schnee. Danach folgten viele sehr milde, fast eher sogar warme Weihnachten. Besonders 2015 herrschte außergewöhnliche Wärme bis zu 17 Grad in SW-Deutschland.

1954 ist dem Lawinenwinter auch ein extremes Trockenjahr vorausgegangen. 1953 war es zwar auch abschnittsweise heiß in den Monaten von April bis September. Und immer wieder schoben sich auch teils sehr kühle Phasen dazwischen.
Friedel Steinmueller
3.434
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 15.01.2019 um 07:56 Uhr
Ein Jahr ist es erst her:
Im letzten Winter war vor allem die Schweiz ebenfalls von gewaltigen Schneemassen heimgesucht worden. Z.B. die Region rund um Zermatt war längere Zeit von der Aussenwelt abgeschnitten.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Kurt Wirth

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Kurt Wirth
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