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Die Sternsinger waren da

Die Sternsinger 2019
Die Sternsinger 2019
Gießen | Am Donnerstag 3. Januar stand es in der Zeitung. Die Sternsinger kommen und das mit Angabe von Zeit und Ort.
Ich setzte mich mit der Kirche in Verbindung und erhielt die Zusicherung sie würden auch bei mir vorbei kommen.

Dann am Sonntag habe ich gewartet und gewartet. Es wurde 12 Uhr und 14 Uhr, dann 16 Uhr. Ob die noch
kommen würden?

So gegen 16:45 dann klingelt es. Drei kleine Mädchen, hübsch als drei Könige zurecht gemacht und mit einem Stern standen vor der Tür, begleitet von einem älteren Mädchen. Sie sangen ein Lied, sagten ihren Spruch und eines der kleinen Mädchen hielt mir die Sammelbüchse hin.

Ich hatte in der Tasche schon einen größeren Schein vorbereitet und steckte diesen in den Schlitz der Büchse. Dann klebte das größere Mädchen das

20*C+M+B+19

oben an die Haustür und sie gingen weiter zum nächsten Haus.

Die Sternsinger 2019
Die Sternsinger 2019 
Sie waren bei mir
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und auch dort
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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.593
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 06.01.2019 um 18:42 Uhr
Eine wunderbare Tradition der katholischen Kirche, kleine Kinder zum betteln schicken. Ein Multimilliarden Euro Konzern der so mal wieder seine Mildtätigkeit unterstreicht ohne dass es sie auch nur einen Cent kostet.
Und das meiste Geld fliesst nicht etwa in die Bäuche der armen kleinen Kinder sondern in ihre Erziehung und Bildung, streng im katholischen Sinne. Gerade mal runde 4.000.000 von 71.000.000 wurden in 2017 für die Ernährung ausgegeben. Dafür aber 30.000.000 für bildung. Da,mit aus den kleinen schwarzen Wilden auch anständige Katholiken werden. Weitere 2.600.000€ flossen in "Pastorale Aufwendungen" Ich weiß jetzt nicht wie nahrhaft so eine mit diesem Geld gekaufte Bibel ist, aber ich kann mir vorstellen dass auch dieses Geld in der Ernährung besser angelegt wäre. Aber schön dass zum Beispeil der Bau und die Ausstattung von Gebetsräumen über die Hälfte der Ausgaben für Nahrung "auffrisst". In Vorjahren lag dieses Budget sogar ÜBER den Ausgaben für die Ernährung.
Aber auch andere Missionsprojekte werden mit dem Geld bezahlt dass man ja eigentlich im Kampf gegen das Elend von Kindern einsammelt.
Tunken die eigentlich immernoch ein Kind mit dem Kopf in Schuhcreme oder hat man sich des Blackfacing mittlerweile entledigt?
H. Peter Herold
27.353
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.01.2019 um 18:50 Uhr
Es war von Ihnen ja nichts anderes zu erwarten. Was müssen Sie für ein besch eidenes Leben haben. Mir kommen fast die Tränen.
Florian Schmidt
4.593
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 06.01.2019 um 18:56 Uhr
Ich fände es eher spannend zu erfahren was mit dem Geld passiert welches ich für Menschen spende mit der Intension deren Hunger zu stíllen. Klar sind Ausgaben für Bildung auch wichtig, in diesem Fall betrifft das aber nur die konfessionelle Bindung an Bildung. Und bei diesen Verhältnissen nichteinmal Mission durch den Magen. Hätten sie es denn gewusst wie wenig Geld tatsächlich in Ernährungsprojekte fliessen?
Andreas Läufer
588
Andreas Läufer aus Wettenberg schrieb am 06.01.2019 um 20:54 Uhr
Wie sinnlos wäre für Herrn Schmidt das Leben, wenn es keine Kirche gäbe. Er hätte fast nichts mehr zu kritisieren.
Florian Schmidt
4.593
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 06.01.2019 um 21:03 Uhr
Herr Läufer, wenn Kirche ihre gierigen Griffel aus den allgemeinen Steuertöpfen nimmt, ihre Propagandasendungen nicht mehr von den Rundfunkgebühren fianzieren lässt und davon abstand nimmt ihre 2000 Jahre alten Moralvorstellungen in aktuelle Gesetzgebung einfliessen zu lassen werden Atheisten und Kirchenkritiker ganz schnell ruhig sein. Versprochen.
H. Peter Herold
27.353
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.01.2019 um 10:25 Uhr
Dann wären Sie Herr Schmid aber total weg vom Fenster und sonstigen öffentlichen Auftritten.
Florian Schmidt
4.593
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 07.01.2019 um 11:41 Uhr
Herr Herold, es gibt ja noch mehr über das man sich aufregen kann. Die soziale Schieflage zum Beispiel, Verschwörungstheorien, Impfgegner, Klimaleugner...
Aber nochmal auf meine Frage zurückzukommen. Mit welcher Intension spenden die Menschen wohl Geld an die Sternsinger? Ich bin mir sicher dass die wenigsten davon ausgehen dass mit dem Geld konferssionsgebundene Schulen gebaut werden und wirklich nur 2,3% in Ernährungsprojete fliessen.
Was mich wieder zu der These bringt das Spenden im Grunde selbstgefällig geleistet werden. Man schmeisst am 6 Januar dem Kind was in die Büchse und hat dann 359 Tage ein gutes Gewissen, egal was von dem Geld wirklich dafür aufgewandt wird wofür man gespendet hat.
H. Peter Herold
27.353
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.01.2019 um 12:47 Uhr
Um Ihre Fragen zu beantworten. Schauen Sie einfach nach:

https://www.sternsinger.de/ueber-uns/

https://www.sternsinger.de/ueber-uns/jahresbericht-2017/

Da erthalten Sie m.E. alles über das Hilfswerk und die Sternsinger.

Im übrigen. Ich habe nicht Geld in die Büchse geschmissen. Musste mich bemühen den Schein einzuführen. Aber das war es ja nicht allein.

Ich habe jedem Einzelnen der kleinen Mädchen für seinen Beitrag gedankt und ihnen damit das Gefühl gegeben, es war gut was ihr gemacht habt.

Nicht nur immer Negatives weitergeben lieber Herr Schmid.
Florian Schmidt
4.593
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 07.01.2019 um 12:50 Uhr
Das mit dem Einführen ist in der Kinder- und Jugendarbeit der Katholiken ja so eine Sache.
Sie gehen darauf wie immer nicht ein. Es geht klar aus dem Jahresbericht vor wie die Gelder genutzt werden und das entspircht wahrscheinlich nicht dem Sinn den die meisten Spender haben. Weil satt werden sie von den Schulen nicht.
H. Peter Herold
27.353
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.01.2019 um 13:11 Uhr
Ist ESSEN alles im Leben. Aber haben Sie überhaupt mal den Link aufgerufen und gelesen?


Um nachhaltig die Lebenssituation von Kindern zu verbessern, arbeiten wir in 114 Ländern mit unseren Partnern vor Ort langfristig daran:

Bildung zu verbessern

Soziale Integration zu ermöglichen

Ernährung zu sichern

Gesundheit zu fördern.

Gelesen?

weiter ... Wie wir Ihre Spenden einsetzen-Qualität und Transparenz

Verteilung der Mittel nach Förderbereichen u. a. : Ernährung
130 Projekte mit 4,03 Mio. €

Das alles können Sie nachlesen. Aber Sie wollen nur alles was Kirchen machen schlecht machen. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden. Aber das Große und Ganze stelle ich nicht in Frage.
Florian Schmidt
4.593
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 07.01.2019 um 13:32 Uhr
4,03 Mio € klingt ja erstmal viel. Wenn man dann aber sieht, dass dies 4,03 Mio € von 171 Mio € sind relativiert das doch ein wenig. Das sind nämlich gerade mal wie gesagt 2,3%. Dagegen fliessen mit rund 30 Mio € etwa 17% in Bildung. Die nicht zuletzt konfessionell gebunden sein wird und so auch missionarischen Charakter hat. Was man bei den 2,69 Mio € und damit rund 1,5% Pastorale Aufwendungen dagegen recht klar ausweist.
Martin Wagner
2.484
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.01.2019 um 16:17 Uhr
Warum immer nur so schwarz - weiss diskutieren. Sicherlich gibt es Situationen in denen es absolut angesagt ist "klare Kante zu zeigen" (Stichwort: Bist du Teil des Problems oder Teil der Antwort?).

Aber bei diesem übrigens gar nicht so alten Brauch (wurde erst in der jetzigen Form - hatte aber Vorläufer in anderen Ausformungen - in den 50er Jahren eingeführt) bin ich nicht so "verkniffen".

Mag daran liegen, dass ich mich gerne an die eigene Sternsingerei in der 60er Jahten erinnere.

Ich sehe darin durchaus ein (neumodisch gesagt) Win-Win-Situation bei allen Beteiligten.

Amtskirche (heute sind das "niedere Weihen" - früher war es der Pfarrer selber): Die durchweg amtkirchenferne Bevöklkerung erlebt den Apparat auch einmal im Jahr außerhalb der "Tempel" in einer volkstümlichen Form.
Da können Sympathiepunkte gesammelt werden - wichtig bei all dem Mist der sonst um und vor allen Dingen in der Amtskirche so abläuft.

Sternsinger: Macht Spass und Peter H. vergass es zu erwähnen, es gibt üblicherweise für jeden Sänger auch Süssigkeiten, Obst, kleine Geschenke und manche Besuchte lassen es sich nehmen dem Sternträger Geld zuzustecken (neben dem Geld in der Sammelbüchse) mit der strikten Auflage: Das Geld ist aber nur für Euch ....

Besuchte: Folklore entspricht wieder mehr dem Zeitgeist

Spendenempänger: Ich gaube der Amtskirche schon (auch wenn ich in anderen Bereichen sehr misstrauig bin), dass

- das Geld ohne Verwaltungsabzug dort ankommt, wo es laut Ankündigung hin soll

- das Geld nur für Projekte für Kinder verwendet wird

- die Projekte nicht in erster Linie (ganz auszuschliessen ist das in der Praxis nicht) zur Anwerbung "für den eigenen Verein" verwendet wird.

Überhaupt ist der Gedanke: Kinder helfen Kinder durchaus verlockend.
Denn es ist doch klar, dass auch Kinder schon in der Lage sind Zusammenhänge zu durchschauen.*

* Ja die Sternsinger sind keine hirnlose Statisten, sondern sie werden auf ihren "Einsatz" nicht nur kleidungsmäßig vorbereitet, sondern die unteren Chargen des Apparates erzählen ausführlich von Sinn und Zweck des Engagements. Das kam z.B. in einem längeren Beitrag der Hessenschau zu diesen Thema klar zum Ausdruck.
Hallo Lieber Leser
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