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Weg mit § 219a, weg mit § 218! Solidarität mit Kristina Hänel!

von Michael Beltzam 19.12.20181607 mal gelesen4 Kommentare
Gießen | Etwa 250 Menschen versammelten sich heute um 12 Uhr vor dem Rathaus zu einer Kundgebung, um gegen die geplante Beibehaltung des aus der Nazizeit stammenden § 219a zu protestieren.

Hier der Text des Flugblattes der DKP dazu:

Der vorliegende Entwurf der CDU/CSU/SPD-Regierung für eine „Reform“ des § 219a ist eine Zementierung bestehenden Unrechts, er ändert nichts an der Diskriminierung und Kriminalisierung der betroffenen Ärztinnen und Ärzte. Er muss vom Tisch; der § 219a muss ersatzlos gestrichen werden.

Wieder einmal hat die SPD ihre eigenen Grundsätze verraten und ihren eigenen Gesetzentwurf zur Streichung zurückgezogen, der im Bundestag mit großer Mehrheit hätte angenommen werden können. Für den Erhalt der Großen Koalition ist sie bereit, ihre letzten Wähler zu vergraulen.

Dieser „Entwurf“ ist ein Kniefall vor der katholischen Kirche, die Abtreibung als „Auftragsmord“ bezeichnet – so der Papst vor wenigen Monaten, ein Mann der keine Ahnung von Sexualität hat. Selbst in Irland – bei 85% Katholiken - wurde das Verbot der Abtreibung per Volksentscheid mit großer Mehrheit aufgehoben.

Dieser „Entwurf“
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ist Wasser auf die Mühlen der Evangelikalen, die sich als „Lebensschützer“ aufspielen, jedes Jahr in Berlin gegen den „Babycaust“ demonstrieren (darunter die AfD-Funktionärinnen Storch und Weidel). Sie entfachen einen Psychoterror bis hin zu Morddrohungen gegen Ärztinnen und Ärzten, die bereit sind, Frauen in Not zu helfen und Abtreibungen durchzuführen.

Besonders perfide ist die Absicht eine Studie durchführen zu wollen über „posttraumatische Störungen“ bei Frauen, die abgetrieben haben. Eine solche Studie existiert – und sie ist durchweg haltlos. Sinnvoll wäre eine Studie über psychische Störungen bei ungewollt schwangeren Frauen auf der Suche nach Ärztinnen und Ärzten, die bereit sind, ihnen zu helfen.

Die DKP Gießen erklärt sich solidarisch mit Kristina Hänel. Wir fordern die Streichung des § 219a, die Aufhebung der Zwangsberatungen und die Streichung des § 218!

Kommentare zum Beitrag

Wolfgang Seibt
58
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 22.12.2018 um 09:34 Uhr
Hauptsache die Bundeswehr darf in Schulen für ihr Tötungshandwerk werben und auf Hessentagen und anderen Veranstaltungen Begeisterung für ihre Mordinstrumente wecken.
Da schwenkt auch die SPD mit Wolllust ihren Hut. Das ist ja bei diesem Verein nichts neues.
Und was die Radikalchristen angeht, die unterscheiden sich darin kaum noch von den Islamisten in ihrer ach so gottesfürchtiger Heuchelei.
Aller Schutz für das ungeborene Leben, aber das geborene Leben darf sehen wie es klar kommt.
Was lehrt uns das? Alles was die Attribute sozial oder gar christlich im Namen vor sich herträgt ist mit großer Vorsicht zu genießen. Denn ihre Taten sprechen eine gegenteilige Sprache.
Der Forderung der DKP kann ich mich nur anschließen.
Michael Beltz
7.495
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 28.12.2018 um 19:06 Uhr
Siehe auch das neue Gießener Echo, das Anfang Januar erscheint.
Darin wird der Evangelikale U.Weyel zitiert.
343
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 30.12.2018 um 17:23 Uhr
Wie heißt der passende Spruch?

Hätt' Maria abgetrieben,
wär' uns viel erspart geblieben.
Martina Lennartz
5.949
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 30.12.2018 um 23:24 Uhr
Bundesweiter Aktionstag „Jetzt erst recht! Körperliche und sexuelle Selbstbestimmung sind nicht verhandelbar.“ am 26. Januar 2019

Für die Streichung von § 219a StGB #wegmit219a

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