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Stadt Gießen stellt Testplanung am Runden Tisch Flussstraßenviertel vor.

Gießen | Die Sanierung des Flussstraßenviertels nimmt konkretere Formen an. Stadträtin Astrid Eibelshäuser, Dr. Holger Hölscher als Leiter des Stadtplanungsamtes und Wohnbau Geschäftsfüherer Reinhard Thies stellten die erarbeitete städtebauliche Rahmenplanung anlässlich der gut besuchten Sitzung des "Runden Tisches Flussstraßenviertel" im Nordstadtzentrum vor.
Dabei bleibt zu betonen, dass der Planungszeitraum sich auf Jahrzehnte bezieht und dementsprechend vielfach einen noch fortzuschreibenden Visionscharakter aufweist. Die geplante moderaten Nachverdichtung wird dabei moderat ausfallen. Klar ist auch das einzelne Gebäude rückgebaut und nachfolgend erneuert werden, da die Grundsubstanz kaum mehr zu retten ist. Ein Großteil der Wohnungen im Quartier sind im Besitz der Wohnbau Gießen GmbH. Das Unternehmen möchte im Rahmen der langjährigen Sanierung auch Möglichkeiten für Familien mit entsprechendem Wohnraum schaffen.

Das präsentierte Nachverdichtungskonzept verfügt über knapp 700 neue Wohneinheiten. 2-, 3- sowieund 4-Zimmerwohnungen prägen die Pläne der Rittmansperger Architekten GmbH. Der Clou: Mit flexibel gestaltbaren Grundrissen wird die Wohnbau im Umsetzungsverlauf entsprechend der Nachfrage reagieren können. Aktuell ist seitens der Wohnbau angedacht die Zahl der Dreizimmerwohnungen zu erhöhen und die der Zweizimmerwohnungen zu halbieren. Die bestehende Zeilenbebauung und somit der Charackter des Flussstraßenviertels bleibt nach Umsetzung der Rahmenplanung nahezu erhalten.

Die Rahmenplanung greift mit der Parkplatzsituation im Gebiet ein großes Problem auf. So werden zukünftig auch auf privaten Flächen zu Parkplätze bereitgestellt.

Somit werden die Grünflächen zwischen den Gebäuden abnehmen. Zugleich soll der Freiraum klar den jeweiligen Bewohnern zugeordnet werden. Insgesamt drei Kinderspielplätze sind geplant.

Um der aktuellen Bewohnerschaft die Bedenken und Ängste zu nehmen sollen diese dauerhaft durch und gemeinsam mit Quartiersmanagerin Frauke Kühn in den Prozess mit einbezogen werden.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.509
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.12.2018 um 09:39 Uhr
Zitate aus dem Artikel:

" Die geplante moderaten Nachverdichtung wird dabei moderat ausfallen."

und

"Somit werden die Grünflächen zwischen den Gebäuden abnehmen."

und

"Um der aktuellen Bewohnerschaft die Bedenken und Ängste zu nehmen sollen diese dauerhaft durch und gemeinsam mit Quartiersmanagerin Frauke Kühn in den Prozess mit einbezogen werden."

Nachtigal ich höre dir trappeln ... kann ich nur sagen, wenn ich solchen Schwachsinn lese.

Offensichtlich weis die Stadträtin, welchen Unsinn sie bereit ist politsch zu decken. Aber offensichtlich drängt die Zeit. Ich gehe davon aus, dass in ein paar Monaten die Stadt für bestimmte Dieselautos gesperrt wird, also auch jegliche städtebauliche Verdichtung (Ursache für mehr Verkehr und für versperrte Frischluftschneissen) untersagt wird. Also mal schnell Fakten schaffen.

Ganz kurz: Die Partei der Arbeiterverräter und ihr natogrüner Anhang gehören weg!

Und Frau Kühn:

Bedenken und Ängste, welche voll berechtigt sind, ausreden?! Wollen sie sich das wirklich antun. Überlegen sie sich, ob sie sich zum Handlanger solcher politischen Kreise machen lassen.
Karl-Ludwig Büttel
3.666
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.12.2018 um 11:53 Uhr
Ein sehr guter Ansatz. Der Flächenverbauch und damit die Nahrungsgrundlage durch Schaffung von Neubaugebieten muss eingedämmt werden. Deshalb ist es gut das nicht nur wie seit Jahren geredet wird sondern mit der Verdichtung der Innenstädte und auf dem Land in den Dörfern begonnen wird. Wer der Umwelt dienen will muss langsam aber sicher diesen Weg der Inneverdichtung und Nachverdichtung gehen. Der Landfraß hat und nimmt in den letzten Jahren Überhand. Natürlich muss man die Menschen mitnehmen denn es geht um Verändeungen ihrer Wohnquartiere. Es gut so Frau Kühn wie das für das Flustraßeviertel geplant ist. Imgesamt kann dies nur ein Anfang in Gießen sein. Die Flächen sind endlich aber der Bedarf in Gießen ist sehr groß. Städtebaulich ist das der richtuige Schritt für die nächsten Jahre. Städtplanerisch kann das aber nur der Anfang sein und es muss weiter an einer Verdichtung gearbeitet werden.
Martin Wagner
2.509
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.01.2019 um 20:47 Uhr
In den letzten Tage habe ich kurz in einen längeren Artikel zu dem Thema "Nachverdichtung im Flussstraßenviertel" rein geschaut. Leider habe ich diesen Artikel nicht im Online-Angebot gefunden.

Ich gebe Herrn Büttel völlig recht, dass der Landfrass "auf dem flachen Land" unbedingt gestoppt werden muss. Gerade in der Wetterau (und deren Randlagen) gehen dadurch sehr wertvolle Böden für immer verloren.

Was wir - so meine Einschätzung seit Jahrzehnten * - dringend in der BRD brauchen ist eine drastische Reduzierung der Bevölkerungszahl. Denn - und das bringt nun einmal die moderne Welt mit sich - die heutigen Menschen leben (auf den Einzelnen runter gerechnet) mit wesentlich mehr Quadratmeter als vor noch ein paar Jahrzehnten.

Ich verstehe sowieso nicht, dass das in der Vergangenheit die Politik den Bevölkerungsabbau nicht hin bekommen hat. Bei langsam steigenden Wohlstand einiger Bevölkerungskreise (bei den Armen ist wenig gestiegen) ist die durchschnittliche Kinderzahl in Familien von weit über 4 Prozent vor ein paar Jahrzehnten auf heute unter 2 Prozent gerutscht. Also (auch wenn mehr Menschen älter werden...) hätte die Bevölkerungszahl eigentlich fallen müssen.

Mit anderen Worten, wir hätten eigentlich in dieser Hinsicht keine Probleme, weil die Bevölkerung "ganz natürlich" (und nicht mit Zwangsmassnahmen, wie in China ...) von rund 80 Mill. in ein paar Jahrzehnten auf 50 oder 60 Millionen fallen würde. Wo wäre dann - Landfrass hin und zubauen von Frischluftschneisen her - beim Wohnungsbau ein Problem?

* Die Bildung dieser Überzeugung ist genau zeitlich fest zu legen. Es war nach der Lektüre des Berichtes des "Club of Rome" mit dem Titel "Grenzen des Wachstums" Ende der 60er Jahre. Im Gegensatz zu manchen Fraktionen der Linken war und bin ich der Überzeugung, dass nur der drastische Stopp der Ausbeutung der Ressourcen (und damit auch der Verringerung der Umweltgifte aller Art) ein Überleben der Welt in ein paar Jahrzehnten denkbar machen kann. Das hirnlose Geplappere, dass die Wissenschaft noch immer einen Weg aus dem Chaos gefunden hat halte ich schlichtweg für kriminell.
Stefan Walther
4.424
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.01.2019 um 08:30 Uhr
Ich kann dir hier nicht ganz folgen Martin in deiner Argumentation:
also die Reduzierung der Bevölkerungszahl löst das Problem? Die Ursache der Wohnungsnot liegt an der steigenden Bevölkerung? Vielleicht solltest du doch wissenschaftlich an das Problem herangehen, denn "die" Wissenschaft gibt es nicht, auch die Wissenschaft ist nie neutral... die Wohnungsnot gehört genauso zum Kapitalismus wie z.B. die Ausbeutung der Arbeitskraft, das hat wenig mit steigenden oder sinkenden Bevölkerungszahlen zu tun...

Sehr zu empfehlen:
http://www.mlwerke.de/me/me18/me18_209.htm
Martin Wagner
2.509
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.01.2019 um 15:43 Uhr
Stefan - dein letzter Kommentar weckt mein Widerspruch.

Natürlich hat Wohnungsnot mit der Wissenschaft zu tun.

Die allermeisten Wissenschaftler verbreiten so eine Art "Wir-schaffen-das-schon-Gefühl".

Sicherlich haben sie in der Vergangenheit viele Problem durch teilweise geniale Erfindungen, Entdeckungen, Überlegungen etc. gemildert oder sogar gelöst.

Aber dass die Welt durch die Überbevölkerung kaputt geht dafür gibt es nur die Lösung, dass die Weltbevölkerung drastisch reduziert werden muss.

Völlig losgelöst von der Frage, dass im Kapiatlismus (wegen dem alles beherrschenden Profitstreben der Kapitalsiten) diese schon seit mindestens 40 Jahren sichtbare Entwicklung konsequent geleugnet wird.
Martin Wagner
2.509
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.01.2019 um 16:20 Uhr
Von der "Weltpolitik" zurück in das Flussstraßenviertel in Giessen.

Die Stadt hat ihre Rahmenplanung, wie das Viertel in 30 Jahren aussehen soll auch in einem Artikel in einer der Giessener kostenlosen Werbezeitungen veröffentlicht (Extratipp vom 9.1.19).

M.E. lohnt es sich näher in die Einzelheiten zu gehen. Ich greife drei Aspekte heraus.

1.
Verdichtetes Bauen: Das heisst Wegfall von Grünflächen durch Neubauten plus neu ausgewiesenen Parkplätzen, denn das Planungsgebiet wird ja nicht vergrößert.

Noch mehr Autos rein in die Stadt? Und das, wo im letzten Jahr (laut kurzem Artikel in der Lokalzeitung) die Schadstoffe in der Luft wieder angestiegen sind (Jahresdurchschnitt 44; übrigens die Stadt reisst die 40er - Grenze seit mindestens 7 Jahren).

Ich finde das Wahnsinn, bedenkt mann / frau dass gleichzeitig "grün" verschwindet und eventuell (durch die Neubauten) Frischluftschneisen zugebaut werden.

2.
Bei (später geplanten) Abriss von Häusern mit Setzungsrissen sind in den dann zu errichtenden Neubauten großzügigere Zuschnitte der Wohnungen vorgesehen. Oder in nicht Bürokratenchinesisch ausgedrückt. Bei selber Mieterzahl wird die Mietfläche vergrößert. Das heisst massiven Verlust von jetzt noch unbebauten Flächen, da ja die Anzahl der Wohneinheiten nicht nur erhalten, sondern auch um 20 Einheiten erhöht werden soll (von z.Z. 678 auf 698 Einheiten).

Für mich gibt es nur eine Lösung. Sollen die Wohnungen in Zukunft großzügiger zugeschnitten werden muss die Anzahl der Mieter eben vermindert werden.*

3.
Andere Bevölkerungsgruppen sollen ins Viertel einziehen.
Das heisst die seit Jahren zu beobachtende Entwicklung des Viertels hin zum vierten Sozialen Brennpunkt in Giessen wird versucht entgegen zu arbeiten.

Diesen Aspekt begrüße ich ausdrücklich.

*
In Städten wie Giessen fehlt sicherlich Sozialer Wohnungsbau; aber baut erst einmal die ganzen Industriebrachen um. Dafür müßt ihr den rechtlichen Rahmen durch Zwangsmassnahmen gegenüber den (Wohnungs) Kapitalisten schaffen. Sicherlich eine Aufgabe auf BRD-Ebene und nicht vor Ort zu klären. Was ich vermisse ist aber die Forderung aus dem Giessener Parlament heraus in Richtung Reichstag. Aber da wollen die Damen und Herren der herrschenden Cliquen in Giessen ja nicht ran. (Logisch: sie gehören ja Parteien die in Berlin regieren an.)
Stefan Walther
4.424
Stefan Walther aus Linden schrieb am 11.01.2019 um 17:58 Uhr
Martin, entweder hast du meinen Kommentar nicht richtig gelesen oder nicht verstanden. Natürlich kann man - muss man sogar - das Problem wissenschaftlich angehen, man sollte nur nicht den bürgerlichen Wissenschaftlern dabei auf den Leim gehen... Lies doch einfach mal z.B. unter dem Link, also abseits der bürgerlichen "Wissenschaft", nach...

Dass die Welt durch eine so genannte "Überbevölkerung" kaputt gehen würde, das ist reinster Unsinn, solche Behauptungen werden gezielt verbreitet um von den eigentlichen Ursachen z.B. der Wohnungsnot ( aber auch dem Hunger usw. ) abzulenken.
Martin Wagner
2.509
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 14.01.2019 um 16:51 Uhr
Nur ganz kurz zu der Frage Überbevölkerung und dem Kommentar von Stefan W. dazu (im Artikel geht es ja um Planungen bezüglich Flussstraßenviertel).

Sicher gibt es so etwas, wie die "bügerliche" Wissenschaft im Gegensatz zu der antikapitalistischen Wissenschaft. Aber auch eine antikapitalistische Wissenschaft kann nicht die Gesetze der Mathematik, der Logik und der Physik (um nur die Bereiche zu nennen, welche bei der Frage der Überbevölkerung hauptsächlich eine Rolle spielen) ausser acht lassen.

Es gibt nur eine Welt auf den Menschen leben können. Vielleicht in ein paar Hundert Jahren können Menschen auf dem Mond (oder anderen Planeten) leben, aber dieser Zeithorizont interessiert mich nicht.

Diese auf dem Planeten lebenden Menschen brauchen für ihre Existenz (und da gehe ich nicht einmal vom Wohlstandsniveau in Europa aus) so viele Resourcen, dass - zwar nicht genau bezieferbar, aber im Fenster von einigen Jahrzehnten - irgendwann diese Resourcen nicht mehr vorhanden sind. Was dann? Ich befürchte, dann wird es Krieg nicht nur um das Öl, sondern auch wegen Wasser, wegen Boden, wegen bestimmte Erze, wegen sauberer Luft ..... geben.

Vielleicht werden die europäischen Länder diese Kriege nicht nur führen, sondern auch gewinnen. Ich will das ABER nicht.

Die Vorstellung von einer nichtkapitalistischen Welt geht sicher weit auseinander. Der gemeinsame Nenner dürfte aber unter allen der verschiedenstartigen linken Fraktionen sein, dass die Lebensbedingungen allüberall auf der Welt - zumindest in etwa - gleich sind. Wie soll das bei einer wachsenden Weltbevölkerung auch nur auf dem Niveau der ärmsten europäischen Landes (und da zählt die BRD sicher nicht dazu) funktionieren. Wie lange würden dann Rohstoffe - die ja endlich sind - reichen? Wo soll dann die saubere Luft herkommen? .....

Das sind Fragen, die haben nur auf dem zweiten Blick etwas mit der herrschenden Wirtschaftsstruktur zu tun. In meinen Augen ist das "reine" Logik, eng verknüpft mit Physik und Mathematik.

(Vorsorglich gebe ich Dir Stefan bei einer unter geordneten Frage schon mal recht: Der Kapitalist in seiner Raffgier ist sogar so dumm, dass er seine eigene Lebensgrundlage systematisch zerstört.)
Stefan Walther
4.424
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.01.2019 um 21:29 Uhr
Nur kurz Martin:
- das ist keine untergeordnete, sondern die entscheidende Frage = die kapitalistische Produktionsweise nimmt mittlerweile nicht nur Umweltzerstörung in Kauf, nein sie führt gesetzmäßig zur Vernichtung der Lebensgrundlagen und zu einer drohenden Umweltkatastrophe
- es ist eben nicht einfach eine ( metaphysische ) Frage von Logik und Mathematik ( schade, du bist nicht bereit dich damit zu beschäftigen ), alles muss im Gesamtzusammenhang gesehen werden... nur eine einzige konkrete Antwort: es wäre heute - selbst einige bürgerliche Wissenschaftler geben das zu - überhaupt kein Problem 10 Milliarden Menschen ausreichend zu ernähren... und trotzdem hungern jetzt schon hunderte Millionen... es ist nunmal keine Frage einer angeblichen "Überbevölkerung", es ist eine Frage des Gesellschaftsystems!
Martin Wagner
2.509
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.01.2019 um 21:08 Uhr
Mir ist bekannt, dass innerhalb des Wissenschaftsbetriebes die Logik und die Mathematik im weitesten Sinne in den großen Bereich der Metaphysik eingereiht wird.

Vielleicht bin ich dazu zu dumm, aber mir leuchtet das überhaupt nicht ein.

Es gibt keine kapitalistische oder antikapitalistische Logik oder Mathematik. * Es gibt nur - und da stehe ich doch in keinerlei Widerspruch zu den Aussagen von Stefan W. - unterschiedliche Anwendungen der naturwissenschaftlichen Gesetzen. (Dass der Kapitalist seit Jahrzehnten Menschen verhungern läßt - Stefan wem erzählst Du das? - Meine antikapitalistische Position hat sich doch in meiner Juend gerade aus dieser Erkenntnis heraus entwickelt.)

Und es ist nun einmal ein unumstössliches Gesetz, dass auf einer Erde bei dem und dem Verbrauch Alles einmal zu Ende ist. Sollen sich doch die Wissenschaftler darüber streiten, ob 10 Millionen oder 20 Millionen oder 30 Millionen Menschen unter den und den Bedingungen zu ernähren sind - was interessiert mich das bei der Betrachtung der Grundsätzen. Irgendwann klappt das auch bei einer weltweiten antikapitalistischen Wirtschaftsordnung nicht mehr. Oder anders ausgedrückt: Die von Stefan W. genannte Zahl verschleiert nur das Problem, weil sie suggeriert, dass das Zeitfenster noch offen ist.

Also was dann? Meine Rede - Weltbevölkerungswachstum rechtzeitig bremsen. Die aktuelle Kurve geht gewaltig expontional nach oben ... also lieber früher als zu spät bremsen.

* Stefan, ich weiss Du bist nicht zu empfindlich, deswegen erlaube ich mir "in Deinem Gebiet" zu wildern. Hat nicht der große Vordenker Karl Marx in seinem Standardwerk mit einer (sehr komplizierten) mathematischen Formel den sogenannten "tendenziellen Fall der Profitrate" erklärt. (Da lag und liegt er wohl völlig richtig, den meines Wissens können auch bürgerliche Ökonomen diese Formel nicht bestreiten.) Bewegte sich H. Marx da etwa auf dem Felde der Metaphysik?

Etwas Polemik sei mir (auch) erlaubt. Ein anderes Beispiel ist die bei den Nazis propagierte "Deutsche Pysik". Da wurde allen Ernstes versucht eine physikalisches Regelwerk der Deutschen (in scharfer Abgrenzung zu anderen Ländern) zu erstellen. Wahnsinn: die Physik sollte an der Grenze einmal so und ein paar Kilometer weiter anders funktionieren.
Stefan Walther
4.424
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.01.2019 um 21:34 Uhr
Ich weiss nicht so genau wie empfindlich du wirklich bist Martin, deshalb drücke ich es mal vorsichtig aus :-)

- Marx` Nachweis zur tendenziell fallenden Profitrate hat mit Metaphysik nicht das Geringste zu tun...
- wahrscheinlich ein kleiner - wenn auch lustiger - Schreibfehler = es geht nicht um Millionen, sondern um Milliarden Menschen... du drückst dich um das eigentliche Problem und schreibst nur etwas von der Begrenztheit der Ressourcen ( das streitet doch niemand ab! ), berücksichtigst in keiner Weise die Möglichkeiten durch z.B. Nutzung regenerativer Energie, den Fortschritt der Technik ( z.B. in der Landwirtschaft ) usw. usf. - einzig die Produktionsweise, die nur auf Profit angelegt ist, verhindert die Nutzung(en)...
- nochmal: wer lediglich nach Gesetzen der ( angeblichen ) Logik und z.B. Mathematik untersucht und beurteilt, handelt metaphysisch und nicht - so wie es sein müsste - dialektisch...
Natürlich gilt es die Gesetze z.B. der Mathematik zu kennen und zu berücksichtigen, aber sie alleine für eine umfassende Beurteilung heranzuziehen genügt eben nicht!

Ich könnte dir neben dem o.a. Link ( bis jetzt bist du mit keinem Wort darauf eingegangen ) zahlreiche weitere Hinweise geben wie gerade schon Marx und Engels nachgewiesen haben, dass auch die Natur, dass Produktion und Reproduktion, unbedingt eine Einheit bilden müssen....

Und Eines sollte doch auch dir klar sein, selbst bei deinem Vorschlag "Begrenzung der Weltbevölkerung" wird das rein gar nichts an der weiterhin drohenden Umweltkatastrophe ( oder auch an Wohnungsnot oder Hunger... ) ändern, so lange das Gesellschaftssystem nicht überwunden ist. Auch wenn du das nicht beabsichtigst, deine Argumentation geht ganz in Richtung eines reinen Reformismus...
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