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Die Aktion "Rettet das Huhn" bewahrt 513 Legehennen vor dem Schlachthof

Gießen | Wieder einmal hat die Aktion "Rettet das Huhn" stattgefunden. Diesmal wurden
Hühner aus einer Batterie im Hochsauerlandkreis ausgestallt und an
viele Tierfreunde vermittelt, wo sie in artgerechter Haltung den Rest ihres
Lebens bis zu einem natürlichen Tod verbringen dürfen. Der normale Weg der
Hühner, die für den Menschen nicht mehr genug Eier legen, endet nach der
Ausstallung aus der Batterie beim Schlachter. Ca. 2 Jahre lang werden die
Hühner in Metallregalen in einer dunklen Halle auf engstem Raum
eingepfercht, müssen Tag für Tag Eier legen und sehen kein Tageslicht. Nach
zwei Jahren werden die Abstände, in denen die Hühner Eier legen, immer
größer; das ist für die Betreiber nicht mehr rentabel. Dann kommen sie zum
Schlachter und enden als Suppenhühner oder Hundefutter.
Eine Reihe Tierfreunde, die die Aktion "Rettet das Huhn" gegründet haben,
nehmen regelmäßig Kontakt zu den Batteriebetreibern auf und vermitteln
Hühner, die eigentlich nach ihrem kurzen Leben in der Batterie zum
Schlachter sollen, zu Tierfreunden, die ihnen ein artgerechtes Zuhause
bieten, nachdem sie von den Menschen ausgebeutet wurden.
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Am 16.5.2009 wurde im Hochsauerlandkreis eine Batterie
ausgestallt. Viele Tierfreunde aus ganz Deutschland holten dort Hühner ab.
Darunter auch eine Freundin und ich - wir hatten Hühner in und
um Giessen vermittelt. Nach zwei Stunden Fahrt hatten wir die Batterie erreicht. 42 Hühner wurden von dem
Betreiber an uns übergeben, die wir dann vorsichtig nach Giessen fuhren. Zum
Glück war es nicht zu warm und die Hühner konnten gut transportiert werden.
Die Tierfreunde, an die wir die Hühner übergaben, waren sehr erschüttert
über das Aussehen der Tiere: Zerrupft und zerkratzt kamen die Hühner aus
der Batterie, sie hackten und verletzten sich gegenseitig aufgrund des engen
Käfigs, in dem mehrere Hühner zusammengepfercht waren. An vielen
Körperstellen fehlen Federn völlig. Kleine, traurige Augen, die zum ersten
Mal Sonnenlicht und echten Boden sehen; bisher saßen die Hühner nur im
Dunklen und auf Gitterdrähten. Zaghaft beginnen sie zu Picken und zu Scharren,
auch das konnten sie bisher nicht tun, typische Verhaltensweisen der Tiere
können erst jetzt, nach 2 Jahren in der Batterie, von ihnen ausgeführt
werden. Leider gibt es immer noch genug Legebatterien - neuerdings "Kleinvolieren" genannt - in denen arme Hennen ihr meist kurzes Leben fristen müssen.
Die nächste Ausstallungsaktion der Aktion "Rettet das Huhn" findet bereits
im Herbst 2009 statt. Wer den auszustallenden Hennen ein artgerechtes
Zuhause bis zu ihrem natürlichen Tod bieten möchte, kann sich informieren
unter www.rettetdashuhn.de und kann die Tiere zum Selbstkostenpreis
(Abholung, Transport) bekommen. Voraussetzung ist die artgerechte Haltung
der Hühner in einem Stall mit Auslauf nach draußen. Um die "Verwendung" der Hennen zu Fleischgewinnungszwecken auszuschließen, führt die Aktion "Rettet das Huhn" nach der Ausstallung zum Teil spontane Nachkontrollen im neuen zu Hause durch.

 
 

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