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Das unendliche Leiden der männlichen Ferkel

Gießen | Nein zur betäubungslosen Kastration!
Mit der Änderung des Tierschutzgesetzes (TierSchG) vom 4. Juli 2013 wurde die Kastration von unter acht Tage alten männlichen Schweinen neu geregelt und die Aussicht, das Leiden der männlichen Ferkel zu beenden, rückte in greifbare Nähe. Ursprünglich sollte ab dem 1. Januar 2019 das Verbot der betäubungslosen Kastration in Kraft treten. Doch nun soll alles erneut diskutiert, besprochen und verschoben werden.
Um Geschmacksveränderungen beim Fleisch zu verhindern, werden die männlichen Ferkel kastriert und das ohne Betäubung. Aussagen, dass ein Ferkel in diesem Alter noch kein Schmerzempfinden besitzt, wurden längst wiederlegt. Seit langem stehen tierschutzkonforme Alternativen zur betäubungslosen Kastration zur Verfügung, die im Ausland längst eingesetzt werden. Die durch eine Betäubung entstehenden Mehrkosten nehmen Bauern hierzulande zum Anlass eine Verschiebung des Verbotes um 2 Jahre zu erwirken. Als Argument wird angeführt, dass die Übergangsfrist von 5 Jahren nicht ausreichend war, um sich auf die neue Situation einstellen zu können.
Hier soll nicht die Schuld den Landwirten
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zugeschrieben werden, sondern wir Verbraucher müssen unser Konsumverhaltens ändern. Wie lange wollen wir noch verdrängen und ausblenden was Nutztiere erdulden müssen. Wir, die Hund, Katz und Maus über allen Maßen lieben und verwöhnen, ja einen ganzen Industriezweig zu deren Versorgung ermöglichen nehmen billigend in Kauf, dass mit Mitgeschöpfen einer anderen Art derart schlecht umgegangen wird. Wäre es hier nicht die Aufgabe der Politiker aufzuklären und aufzuräumen anstatt vereinbarter Besserungen über Jahre auf die lange Bank zu schieben und sie letztendlich nicht einzuhalten?
Was wollen wir noch unseren armen Nutztieren antun nur um billig konsumieren zu können? Auch hier sind einige unserer Nachbarstaaten bereit höhere Preise für den Sonntagsbraten zu zahlen (Quelle Statista).
Wir als Tierschutzverein sagen NEIN zu einer Verschiebung der betäubungslosen Kastration der männlichen Ferkel und fordern die Umsetzung und das Inkrafttreten wie geplant zum 01. Januar 2019. Unterstützen Sie uns bei diesem Anliegen.
Es besteht die Möglichkeit eine Petition zu diesem Thema auf unserer Homepage zu unterschreiben.

Tierschutzverein Gießen und Umgebung e.V.
Vixröder Straße 16
35396 Gießen
Telefon: 0641/5 22 51
http://www.tsv-giessen.de
E-mail: info@tsv-giessen.de

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