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Zwei außergewöhnliche Flugschüler

Kirstin (Kiki) Kittel (links) und Helmut Stötzel (rechts) vor dem Schulflugzeug.
Kirstin (Kiki) Kittel (links) und Helmut Stötzel (rechts) vor dem Schulflugzeug.
Gießen | Zwei außergewöhnliche Segelflugschüler traten am vergangenen Samstag ihren allerersten Alleinflug am Flugplatz in der Wieseckaue an. Außergewöhnlich, da der Altersunterschied größer nicht hätte sein können. Über 50 Jahre trennen die 14-jährige Kirstin (Kiki) Kittel und den 65-jährigen Helmut Stötzel. Der FSV Gießen freut sich nun über die jüngste und den ältesten Solo-Flugschüler der fast 70-jährigen Vereinsgeschichte.

Der erste Soloflug gehört sicher zu einem der Momente jedes Piloten, an den man sich immer erinnern wird. Dem voran geht eine konsequente Flugausbildung, die im Flugsportverein Gießen durch sieben erfahrene Fluglehrer begleitet wird. Unter jeder Bedingung sicher starten und landen zu können, ist im ersten Teil dieser Ausbildung das Hauptziel. Wenn man es erreicht hat, steigt der Fluglehrer aus dem Cockpit aus und übergibt das Flugzeug an seinen Schüler. Dann muss der Flugschüler dreimal in Folge fehlerfrei alleine fliegen - vor den Augen der Fluglehrer, vielen Vereinskollegen und einiger Gäste. Eine mitunter nervenaufreibende Angelegenheit, wie man sich vorstellen kann.
Und dann erlebt man sie,
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die Faszination Fliegen, so richtig zum ersten Mal. Alleine in der Luft. Volle Kontrolle - aber auch volle Verantwortung. Schnell fällt die Spannung ab, und der erste Alleinflug wird zum schönsten Flug, den man bisher erlebt hat. Nach bestandener A-Prüfung (d.h. drei fehlerfreien Soloflügen) folgt der traditionelle Teil, der bei Segelfliegern Usus ist: Die Überreichung eines Dornenstrauchs und das Versohlen des Allerwertesten durch die Fliegerkameraden. Beides soll die Feinfühligkeit für die Thermik am Steuerknüppel und im Gesäß ausprägen, denn thermische Aufwinde nutzen Segelflieger, um weite Strecken von vielen Hundert Kilometern am Tag ganz ohne Motor zurück zu legen. Und genau darum geht es nun im zweiten Teil der Segelflugausbildung: Das Finden und Ausfliegen thermischer Aufwinde, die den Flugschüler dann vom Platz wegtragen und zum zweiten großen Abenteuer der Ausbildung führt: dem ersten Streckenflug über 50 km. Nach zwei bis drei Jahren endet die Ausbildung mit einer theoretischen und praktischen Prüfung - das Abenteuer Segelfliegen fängt dann aber erst richtig an.

Kiki und Helmut stellen unter Beweis, dass Segelfliegen nicht nur eine Sportart für Alt und Jung, sondern auch für Männer und Frauen ist, die man über viele Jahre mit Spaß und Spannung ausüben kann. Ehrenamtliche Segelflugvereine, wie der FSV Gießen, bieten dafür die Grundlage. Und wer denkt, dass Segelfliegen teuer ist, der irrt. Näheres findet sich auf unserer Homepage:
http://www.fsv-giessen.de

Kirstin (Kiki) Kittel (links) und Helmut Stötzel (rechts) vor dem Schulflugzeug.
Kirstin (Kiki) Kittel... 
Flieger des FSV Giessen gratulierten.
Flieger des FSV Giessen... 

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