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9 Jahre Repair-Café – zwei Aktionstage in der Arbeitsloseninitiative

Fahrrad-Selbsthilfe-Reparatur am 1. Mai
Fahrrad-Selbsthilfe-Reparatur am 1. Mai
Gießen | Am 18. Oktober 2018 ist es neun Jahre her, dass Martine Postma das allererste Repair Café organisierte. An diesem Tag im Jahr 2009 kamen Dutzende Bewohner des Stadtviertels mit ihren kaputten Dingen in ein Theater im Westen Amsterdams. Mittlerweile gibt es über 1600 Repair Cafés in 33 Ländern, verteilt über sechs Kontinente. Aus diesem Anlass findet vom 13. bis 21. Oktober 2018 die internationale Repair Café Woche statt.

Auch in Gießen können Menschen an verschiedenen Orten kaputte Gegenstände mit Unterstützung anderer reparieren. In der Arbeitsloseninitiative Gießen findet seit 2014 regelmäßig zwei mal im Monat ein Repair Café für Textilien statt. In diesem Jahr konnte die Initiative durch die Unterstützung der Stiftung Anstoß Fahrradwerkzeug anschaffen, so dass seither in unregelmäßigen Abständen auch Fahrrad-Selbsthilfewerkstätten veranstaltet werden.

Die Arbeitsloseninitiative beteiligt sich auch an der internationalen Repair-Café-Woche mit zwei Repair-Tagen. Am Dienstag, 16. Oktober können von 11 bis 16 Uhr Kleidungsstücke und Textilien repariert werden. Am Freitag, 19. Oktober bieten wir von 11 Uhr bis 16 Uhr Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt an, bei der Fahrräder mit Hilfe von Werkzeug, Tipps und Unterstützung selbst repariert werden können. Im ALI-Café gibt es an beiden Tagen außerdem Suppe und Apfelkuchen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, ob zur Reparatur, zur Unterstützung oder einfach um sich zu informieren und auszutauschen.

Hintergrund der Repair Café Bewegung ist, dass Gegenstände, an denen nicht viel kaputt ist, wieder repariert werden, anstatt auf den Müll zu wandern. Sie sind auf diese Weise länger brauchbar und es muss nichts neues gekauft werden. Die Grundstoff- und Energiemenge, die für die Herstellung neuer Produkte erforderlich ist, wird somit gespart. Das gilt auch für die CO2-Emissionen. Denn bei jeder Herstellung neuer Produkte und auch beim Recycling von Gebrauchtgegenständen wird CO2 freigesetzt.

Leider ist das Reparieren bei den meisten Menschen aus der Mode gekommen. Sie wissen einfach nicht mehr, wie man Dinge repariert. Das Wissen, wie man Dinge repariert, verschwindet schnell. Wer dieses Wissen noch hat, wird von der Gesellschaft häufig nicht besonders hoch geschätzt und steht ungewollt am Rande. Das Wissen und Können dieser Menschen wird nicht oder nur sehr selten genutzt. Repair Café ändert das! Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, zählen wieder. Es findet ein wertvoller praktischer Wissensaustausch statt. Im Repair Café lernen Menschen, Gegenstände auf andere Weise wahrzunehmen und sie neu wertzuschätzen: Das Repair Café trägt damit zu einer Mentalitätsveränderung bei. Das ist dringend nötig, wenn Menschen für eine nachhaltige Gesellschaft eintreten sollen. Darüber hinaus kann das Reparieren auch viel Spaß machen. Man kommt unter Menschen, tauscht sich aus und lernt neues dazu.

Weitere Informationen: https://repaircafe.org/de, http://www.ali-giessen.de

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Repair Café Nachmittag in der Arbeitsloseninitiative
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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.475
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 12.10.2018 um 17:19 Uhr
Im Artikel steht:

(...) "Das Wissen, wie man Dinge repariert, verschwindet schnell. Wer dieses Wissen noch hat, wird von der Gesellschaft häufig nicht besonders hoch geschätzt und steht ungewollt am Rande. Das Wissen und Können dieser Menschen wird nicht oder nur sehr selten genutzt." (....)

Eine prima Bestandsaufnahme. Was mir dabei aber fehlt ist, dass es so etwas nur im Kapitalismus gibt. In allen nichtkapitalistischen Gesellschaften wird nur dann etwas neu angeschafft, wenn das Alte nicht mehr zu reparieren ist bzw. wenn das Neue wesentlich viel mehr Vorteile hat.

So gesehen, ist jeder der Gegenstände repariert ein Feind des Kapitalismus, ob ihm das klar ist oder nicht. Oder etwas optimistisch ausgedrückt: Jeder Reparierer ist ein potentieller Antikapitalist.

Jeder Menge solcher Menschen brauchen wir ganz dringend.
Bernd Zeun
10.905
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 12.10.2018 um 19:31 Uhr
In Ihrer simplen Welt möchte ich auch mal leben, Herr Wagner. Da repariert einer sein Fahrrad, kauft sich aber auch ein neues Smartphone, obwohl sein altes noch voll funktionsfähig ist. Ist er jetzt ein Kämpfer gegen den Kapitalismus oder ein Förderer? Dass Großkonzerne wie Bosch oder Siemens einen Teil ihrer Gewinne mit Reparaturen machen haben Sie auch noch nicht gewusst? Reine Reparaturdienstleister wie Pit Stop mit hunderten von Werkstätten und über 1000 Mitarbeitern Gegner des Kapitalismus? Sagen Sie jetzt am besten, dass Ihr Kommentar Satire war.
Martin Wagner
2.475
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 15.10.2018 um 16:15 Uhr
Ja Herr Zeun. Die Welt ist - wenn mann / frau die ganze hirneinnebelnde Propaganda einmal zur Seite räumt - sehr simpel. Solange die Kapitalisten und deren Helfer bzw. Helferhelfer die Welt beherrschen geht es uns Arbeitern niemals gut. Weg mit dem Pack!

Keine Ahnung was dann kommt, aber was kommt ist tausendmal besser als dieses System.
Bernd Zeun
10.905
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 15.10.2018 um 23:26 Uhr
Man könnte meinen, Ihnen schwebt etwas wie Kambodscha unter Pol Pot vor.
Karl-Ludwig Büttel
3.603
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.10.2018 um 07:41 Uhr
Wie kann man nur so viel Müll schreiben Herr Wagner. Ganze Zweige leben vom Reparieren und verdienen damit ihr Geld. Ihre Weltanschauungen sind mehr als seltsam. Mein Nachbar verdient sein Geld mit dem Reparieren von Industrie Kaffeemaschinen eine andren finanziert sein Studium durch die Reparatur von Handys. Wenn sich wie Sie als Arbeiter bezeichnet aber schon seit Jahren zu Hause sitzt und sich vom Arbeitsmarkt fern hält kann man das natürlich alles nicht mitbekommen. Sie sind schon seit Jahren kein Arbeiter mehr. Der Arbeiter wie Sie ihn beschreiben den gibt es schon lange nicht mehr. Der Menschheit geht es doch gut in diesem System, selbst die Armen haben das was sie zum Leben benötigen. Sozialismus und Kommunismus haben gezeigt wohin der Weg führt. Nur weil Sie sich in dieser Welt nicht zurechtfinden und utopische Vorstellungen haben sind die anderen nicht doof und kommen durchaus klar mit dem wie es ist.
Ja Herr Zeun genau diesen Eindruck erweckt es. Gut das es nicht viele von dieser Sorte Menschen in diesem Land gibt und wir weiter frei und demokratisch leben können. Pol Pot, Mao oder sonst einer dieser Gangster braucht kein Mensch.
Der letzte Satz von Herr Wagner stimmt. Keine Ahnung und davon viel.
Zum Bericht/Artikel: Ein gute Sache und eine interresanter Beitrag.
Martin Wagner
2.475
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.10.2018 um 15:04 Uhr
Herr Zeun und Herr Büttel

Ich finde sie schiessen mit ihren Kommentaren über das Ziel hinaus.

Wie sie als Reaktion auf meine Kommentare auf Pol-Pot und Mao kommen erschliesst sich mir nicht.

Ich hatte doch ausdrücklich geschrieben, dass ich etwas ablehne (ob mit guten oder schlechten Gründen sei einmal dahin gestellt) ohne im gleichen Atemzug sagen zu können was nach Beseitigung des von mir Abgelehnten konkret sich etablieren wird.

Unangenehm (und auch nicht angebracht) finde ich Herr Büttel, dass sie (ist nicht das erste Mal) die scharfe Abrenzung zu den von mir vertretenden politischen Forderungen mit einem Ausflug ins Persönliche "würzen".

Ich halt mich nicht für ein Mimöschen und ich bin auch ein Freund deftiger Aussagen, aber bei allen Auseinandersetzungen sollten schon Schläge unter die Gürtellinie unterbleiben.

Als solche empfinde ich durchaus Aussagen wie: " (....) Nur weil Sie sich in dieser Welt nicht zurechtfinden und utopische Vorstellungen haben sind die anderen nicht doof und kommen durchaus klar mit dem wie es ist. (....)" * aber auch (...) "Gut das es nicht viele von dieser Sorte Menschen in diesem Land gibt und wir weiter frei und demokratisch leben können. (......)" **

Im gewissen Sinne trifft das auch auf ihren, Herr Büttels, Satz "(....) Wenn sich wie Sie als Arbeiter bezeichnet aber schon seit Jahren zu Hause sitzt und sich vom Arbeitsmarkt fern hält kann man das natürlich alles nicht mitbekommen. (....)" zu. ***

* Ich finde mich in dieser Welt zurecht. Trotz langer Zeit ohne sozialversicherungspflichtiger Arbeit (aber ohne Hartz-IV-Bezug) bin ich nicht (wie viele Menschen in gleicher Situation) sozial vereinsamt, sondern beteilige mich rege an dem politischen Geschehen in Giessen. Über die Frage was Utopie ist (und was nicht) ist sicherlich zu streiten. Ich erkläre niemanden für "doof". Mit Absicht steht in meinem Kommentar das Wort "(...) hirneinnebelnde Propaganda (...)". D.h. ich gehe davon aus, dass Menschen - wenn sie sich auf Argumentationen einlassen - in der Lage sind dazu zu lernen, also sich selber aus einer Situation der Unwissenheit heraus arbeiten können.

** In diesem Satz schwingt unverkennbar eine starke Abqualifizierung mit. Das sei jedem belassen. Nur der Nachsatz " (...) ... und wir weiter frei und demokratisch leben können. (...)" stellt für mich eine nicht nachvollziehbare Verquickung von Werturteil und politischer Stellungnahme dar. Denn wer sagt denn, wenn die Kapitalisten vertrieben sind, dass dann eine undemokratische und unfreie Gesellschaft entstehen muss.

*** Korrekt, über ein Jahrzehnt werde ich nicht durch einen Kapitalist ausgebeutet (oder anders: stehe ich in keinem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis). Heisst das gleichzeitig: Der Wagner hat keine Ahnung was bei den Arbeitern so aktuell angesagt ist? Nein, fast regelmäßig gehe ich seit 14 Jahren einmal in der Woche zu der Giessener Montagsdemonstration. Da erzählen genug Arbeiter was so in ihrem Betrieb los ist. Übrigens "Arbeitsmarktferne" heisst nicht, dass ich nicht arbeiten gehe. Vielleicht sind es nicht mehr 42 Std. pro Woche, aber ich arbeite nicht nur in gesellschaftlichen Zusammenhängen, sondern darüber hinaus auch noch im privaten unbezahlten Bereich. (Hier wäre vielleicht nach ihren, Herr Büttels, Vorstellungen der Satz angebracht: Wie kann der Wagner nur so doof sein zu arbeiten und dafür kein Geld zu nehmen .....?)
Karl-Ludwig Büttel
3.603
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.10.2018 um 15:39 Uhr
Die Montagsdemo bei den Drei Schwätzern, als Quelle hat noch gefehlt in den unnützen Auflistungen als Beweis. Nein Herr Wagner Sie sind fern der Realität und weit weg von der Masse der Arbeiter. Das Sie arbeiten gehen ohne Geld zu nehmen ist sicherlich die einzige Konsequenz aus Ihrem Denken und sicherlich Lobenswert. Ich kritisiere ja auch in dieser Beziehung nur, dass Sie Ihre antigesellschaftlichen/antikapitalistischen Thesen in einer rein kapitalistischen finanzierten und orientierten Zeitung verbreiten, das ist Inkonsequent. Übrigens was Sie tagsüber ehrenamtlich Leisten machen andere zusätzlich auch ohne Lohn wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen und am Wochenende. Das Sie kein Hartz IV in Anspruch nehmen haben Sie schon häufig erwähnt aber Ihr Problem. Sie versuchen sich hinter solchen Thesen zu verstecken und sich zu rechtfertigen nicht mehr und nicht weniger. Sie wurde wegen Ihrer völlig irrigen Behauptungen zu diesem Beitrag entsprechend in den Kommentaren erwähnt. Ihr geschriebenes zeigt wie richtig die Beurteilung Ihrer Person ist. Ich werde mich jetzt Zukünftig wieder versuchen an meinen Vorsatz zu halten und nichts zu kommentieren wo Sie auftauchen auf dieser Plattform. Dazu ist die Zeit eigentlich zu wertvoll. Die letzten Wochen, diese Schwäche gestehe ich ein hat sich wieder einiges angestaut bei dem, was man von Ihnen hier zu Lesen bekommt, egal zu was für einem Thema. Deshalb jetzt die Reaktion. Werden Sie glücklich bei Retten Ihrer Welt lassen Sie aber die Welt der Arbeiterinnen und Arbeiter und auch die von mir und meiner Familie in Ruhe. Denn ich gehöre zu den zufriedenen Arbeitern und werde auch nicht ausgebeutet. Ich verdiene das Geld für mich und meine Familie eigentlich auch für Sie aber Sie verzichten ja auf Hartz IV. Ich wollte nicht unter Ihre Gürtellinie das steht mir fern. Eine gute Zeit bei den drei Schwätzern, das sind sicherlich gute Zuhörer und wiedersprechen wenig.
Bernd Zeun
10.905
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 17.10.2018 um 10:39 Uhr
Herr Wagner, Ihre Welt scheint nur aus Kapitalisten und Arbeitern zu bestehen; es gibt aber über 300 Ausbildungberufe in Industrie, Handel, Dienstleistungsgewerbe, Handwerk, Öffentlicher Dienst in Deutschland, dazu jede Menge frei Berufe die als Selbstständige für ihr Einkommen sorgen, vom Arzt über Journalisten, Künstler bis zum Wirt und Vermögensberater. Ich habe Sie das schon mal gefragt und keine Antwort bekommen, wer gehört denn nun Ihrer Meinung nach zu den Kapitalisten und in Ihren Worten Pack, das Sie davon jagen wollen (daher mein Vergleich mit Pol Pot, der ja schon alles was bürgerlich war zu vernichten suchte)? Sie sprechen ja nicht nur von den wenigen Großunternehmern als Kapitalisten, die ihre Unternehmen in Familienbesitz führen, wie ALDI oder LIDL , sondern Sie tun das ja auch auf lokaler Ebene.

Herr Büttel, in allem kann ich Ihnen aber auch nicht zustimmen. Wenn Sie schreiben, dass es der Menschheit gut geht in diesem System und die Armen haben, was sie zum Leben brauchen, dann können Sie sich ja nur auf wenige westliche Länder beziehen. Und der Wohlstand dieser Länder beruht u.a. darauf, dass Dritte-Welt-Länder über Jahrhunderte ausgeplündert wurden und weiterhin werden (wenn z. B. Fischgründe vor deren Küsten leergefischt , Rohstoffe billig entzogen werden, Land von Großkonzernen aufgekauft wird, Wasserrechte erworben werden etc.) Die Flüchtlingströme, sei es wegen Kriegen oder Armut, der Klimawandel haben alle ursächlich etwas mit diesem System zu tun. Selbst innerhalb der wohlhabenden Länder ist der Wohlstand ungleich verteilt und die Schere klafft, das ist ja das Schlimme, seit den letzten zwanzig, dreißig Jahren immer weiter auseinander. Es läuft genügend falsch in diesem System, nur die einfache Lösung, wie sie Herrn Wagner vorschwebt, gibt es nicht.

Da wir mal wieder ganz schön vom Ursprungsartikel abgekommen sind, ich schließe mich Ihnen an, der Beitrag und der Inhalt um den es geht, eine gute und interessante Sache.
Karl-Ludwig Büttel
3.603
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 17.10.2018 um 10:55 Uhr
Herr Zeun Sie haben natürlich damit Recht ich bezog mich auch nur auf Deutschland. Wie Sie wissen bin ich ja im Bereich der Obdachlosen und "nicht" Versicherten tätig und kann mir daher zumindest auf Deutschland bezogen ein Bild machen.
Martin Wagner
2.475
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 18.10.2018 um 10:37 Uhr
Herr Zeun, sie fordern mich auf aufgeworfenene Fragen zu antworten. Ich dachte bisher, dass ich ihre Frage "wer genau zu den Kapitalisten zählt" schon mehrmals beantwortet habe.

Natürlich bin ich dagegen immer nur so zu tun, als würden die Kapitalisten irgendwo in einem Reichenghetto im Taunus leben. Auch hier in Giessen gibt es Menschen, welche - und da mache ich einmal ungeniert eine Anleihe bei den dogmatischen Linken - nichts arbeiten, sondern lediglich dadurch, dass sie die Produktionsmittel besitzen Menschen ausbeuten können und wahrlich nicht schlecht davon leben. Also der politische Gegner ist nicht der große Unbekannte, sondern er hat ein Gesicht, hat eine Adresse und so weiter ....

Außerdem schreibe ich mir die Finger wund indem ich immer wieder nicht nur von dem Kapitalisten als Einzelnen schreibe (der mag über die Gesamtbevölkerungszahl gerechnet im einstelligen Prozentbereich liegen), sondern von deren Helfern und Helfershelfern. Deren Anteil liegt - egal,ob regional oder überregional gesehen - im zweistelligen Prozentbereich. Nur durch diese Helfer und Helfershelfer können die Kapitalisten ihre Herrschaft aufrecht erhalten. Deswegen zähle ich sie auch zu den politischen Gegnern. (So nach dem Motto: Der Hehler ist kein deut besser als der Stehler!)
Bernd Zeun
10.905
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 18.10.2018 um 13:11 Uhr
Wenn Sie glauben, Herr Wagner, dass von Ihren Aussagen jetzt etwas klarer geworden ist, sind Sie wahrscheinlich der Einzige der das glaubt. Als politischen Gegner sehe ich Sie übrigens nicht, ich kann Sie nur einfach nicht ernst nehmen.
Karl-Ludwig Büttel
3.603
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 18.10.2018 um 13:25 Uhr
Dem gibt es tatsächlich nichts hinzufügen Herr Zeun, genauso ist es.
Christine Stapf
6.914
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 20.10.2018 um 17:28 Uhr
Herr Wagner, ist die Information richtig, das Ihre Frau/Partnerin als Lehrerin arbeitet ? Wie bezeichnen sie solch ein Arbeitsverhältnis ?
Karl-Ludwig Büttel
3.603
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 21.10.2018 um 16:09 Uhr
Wenn das stimmt Frau Stapf.....vielleicht ist sie ja Beamtin dann besteht ja kein Arbeitsverhältnis :)
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Herzlichst, Ihr(e) Martina Bodenmüller

von:  Martina Bodenmüller

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Martina Bodenmüller
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