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Tag X für die Klimabewegung: RWE fällt Bäume im Hambacher Forst

Gießen | Für die Räumung der seit sechs Jahren existierenden Waldbesetzung gegen den Braunkohletagebau hat RWE heute Vormittag Bäume im Hambacher Forst fällen lassen. Das schlägt bundesweit Wellen und wird – weit über die Region hinaus – in den kommenden Wochen zu vielfältigen Protesten führen. ROBIN WOOD fordert, dass der Kohleausstieg jetzt beginnt. Dieses Ziel ist unvereinbar mit der von RWE geplanten Rodung für den Braunkohletagebau, der den Weg zu einer klimafreundlichen Energieversorgung blockiert.

„Mit dem Beginn der Räumung der Waldbesetzung hat RWE – begleitet von massiven Polizeieinsätzen – eine Rote Linie überschritten. Die NRW-Landesregierung zeigt damit, auf wessen Seite sie steht. Sie stellt die privaten Unternehmensinteressen von RWE über das Gemeinwohl-Interesse an Klimaschutz und dem Erhalt eines Jahrtausende alten Waldes“, kommentiert Ronja Heise, Energiereferentin von ROBIN WOOD.

Die seit Jahren andauernde Auseinandersetzung um den Hambacher Forst hat sich in den vergangenen Wochen deutlich zugespitzt. Trotz politischen Drucks von vielen Seiten und erheblicher Medienöffentlichkeit hält RWE bislang daran fest, den alten und ökologisch wertvollen Wald im Oktober weiter zu roden – allerdings nicht vor dem 14. Oktober. Dies erreichte der BUND heute vor dem Oberwaltungsgericht in Münster. Für die Rodungsarbeiten bekommt das Unternehmen Rückendeckung von der NRW-Landesregierung, die ihrerseits dazu beiträgt, den Braunkohlewiderstand und den Protest gegen die Zerstörung des Hambacher Forstes zu kriminalisieren.

„Trotz der massiven Polizeipräsenz in den vergangenen Tagen vor Ort wird sich die Klimagerechtigkeitsbewegung nicht einschüchtern lassen!“, sagt Heise. „Mit vielfältigem und kreativem Protest wird die Bewegung für den Erhalt des Hambacher Forstes kämpfen. Denn wenn hier geräumt und gerodet wird, sind alle gemeint, die sich für den Schutz des Klimas einsetzen!“

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Kommentare zum Beitrag

Michael Beltz
7.548
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.09.2018 um 10:37 Uhr
Wer Kapitalismus akzeptiert, akzeptiert Naturzerstörung im Interesse des Profits.
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von:  Antje Amstein

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Interessensgebiet: Gießen
Antje Amstein
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