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Das Gießener Friedensnetzwerk am Antikriegstag

Gießen | Am 1.September war das Gießener Friedensnetzwerk mit einem Stand am Kirchenplatz in Gießen vertreten. Es wurden viele interessante Gespräche geführt und dabei 100 Unterschriften unter den Aufruf „Abrüsten statt Aufrüsten“ gesammelt.

Der 1. September markiert ein zentrales Datum des historischen Gedenkens. Mit dem faschistischen Überfall der Deutschen auf Polen am 1. September 1939 begann der 2. Weltkrieg mit 56 Millionen Toten. Um daran zu erinnern und vor den zerstörerischen Folgen von besinnungslosem Nationalismus und Faschismus zu mahnen, war auch das Friedensnetzwerk an diesem Datum, dem Antikriegstag auf der Straße präsent.

Es ist der wichtigste Tag der Friedensbewegung - neben den Ostertagen, an denen seit 1960 für Frieden und insbesondere gegen Atomwaffen demonstriert wird. Die Mitglieder des Friedensnetzwerkes mahnen auch heute, denn Deutschland befindet sich wieder im Krieg- fast überall auf der Welt. Die Bundesregierung betreibt eine Politik der drastischen Aufrüstung. Deutsche Konzerne exportieren Waffen in alle Welt. Das Geschäft mit dem Tod blüht. Millionen werden gescheffelt. Menschen müssen aus ihren Heimatländern flüchten, weil auch mit deutschen Waffen deren Familien ermordet wurden und weil auch mit deutscher Hilfe die Heimat zerstört wurde.
Und genau dieser Politik leisten wir Widerstand. Die Menschen in unserem Land wollen keine Kriege und Aufrüstung – sie wollen Frieden. Wir akzeptieren nicht, dass Krieg immer alltäglicher wird und Deutschland einen wachsenden Beitrag dazu leistet: in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen, Mali. Der Krieg in der Ukraine ist nicht gestoppt. Immer geht es letztlich um Macht, Märkte und Rohstoffe. Stets sind die USA, NATO-Mitgliedstaaten und deren Verbündete beteiligt, fast immer auch direkt oder indirekt die Bundesrepublik.

Über die Kriegsverbrechen, die dabei verübt werden, wie Drohnenmorde und Folter, wird geschwiegen. Hier passend ein Zitat von Ben Ferenc, Bürger der USA, 1947 Chefankläger im Nürnberger Prozess gegen die Nazi Verbrechen. Er sprach im Stern im Juni 2016 über Kriege und Kriegsverbrecher:
(Zitatanfang) „ Es ist für mich bitter, dass meine Regierung heute Dinge tut, für die wir damals in Nürnberg Deutsche als Kriegsverbrecher gehenkt haben.“ (Zitatende)

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Martina Lennartz
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Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 07.09.2018 um 14:31 Uhr
20 Kriege und 385 Konflikte hat das Heidelberger Institut für internationale konfliktforschung für 2017 gezählt. 68,5 Millionen Menschen sind laut UNHCR weltweit auf der Flucht.
2.9 Millionen mehr als 2016.

Das ist der größte Anstieg in der Geschichte der UN- Organisation.

Die globalen Rüstungsausgaben stiegen 2017 laut SIPRI auf 1, 74 Billionen US-DOLLAR.

Diese Zahlen bitte mal auf der Zunge zergehen lassen!!!!
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Martina Lennartz
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