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Traditionelles muslimisches Opferfest beginnt - Kreisveterinäramt erinnert an Verbot des „Schächtens“ und kündigt Kontrollen an

Gießen | Anlässlich des am Dienstag, 21. August, beginnenden traditionellen islamischen Opferfestes „Kurban Bayrami“ weist der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Gießen auf das Verbot des betäubungslosen Schlachtens hin. Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens feiern in den kommenden Tagen, noch bis zum 25. August, das Opferfest, welches als höchstes islamisches Fest gilt. Dabei gehört die Opferung eines Schafs oder eines Rindes zu den Ritualen. Dieses Opferfleisch wird traditionell an bedürftige Menschen, an Nachbarn oder an Freunde verteilt.

„Wir weisen darauf hin, dass bei den Schlachtungen der Tiere das in Deutschland geltende Recht zu beachten ist“, sagt der Leiter des Fachdienstes Dr. Bruno Scherm. „So muss jedes Schlachttier, auch ein Schaf- oder Ziegenlamm, vor der Schlachtung dem amtlichen Tierarzt oder dem Fleischkontrolleur des Veterinär- und Verbraucherschutzamtes zur Schlachttieruntersuchung vorgestellt werden. Nach der Schlachtung muss das Fleisch daraufhin untersucht werden, ob es für den Verzehr geeignet ist“. Es gibt weitere Regeln zu beachten: Opfertiere dürfen nicht im Freien geschlachtet werden. Dies muss in amtlich registrierten oder zugelassenen Schlachtstätten erfolgen. Zudem dürfen nur Personen mit der entsprechenden Sachkunde die Schlachtung vornehmen.

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Auch die Art des Tötens ist vorgeschrieben, denn alle Tiere müssen vor dem Schlachten betäubt werden, um Schmerzen und Leiden während der Tötung zu vermeiden. Das so genannte „Schächten“, also das Töten ohne vorherige Betäubung, ist in Deutschland verboten. Da die vorherige Betäubung weder zum Tod des Tieres führt noch das Ausbluten verhindert, wird das Fleisch der auf diese Weise geschlachteten Tiere von vielen islamischen Religionsgemeinschaften akzeptiert.

Der Hauptamtliche Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Hans-Peter Stock macht deutlich: „Wir akzeptieren natürlich die Traditionen und Rituale aller Glaubensrichtungen und wissen, dass die Umsetzung der Opferfest-Regeln möglich ist, ohne die geltenden Tierschutzbestimmungen zu verletzen. Verstöße gegen die Bestimmungen beim Schlachten stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem hohen Bußgeld geahndet werden kann“. Der zuständige Fachdienst des Landkreises Gießen wird die Einhaltung der tierschutzrechtlichen Anforderungen während der Zeit des Opferfestes überwachen und Zuwiderhandlungen konsequent ahnden.

Fragen zur Schlachtung von Tieren beantwortet der Fachdienst für Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Landkreis Gießen, Telefon: 0641 9390-6200, E-Mail: poststelle.avv@lkgi.de.

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