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Der öffentlicher Bücherschrank in Herborn

Was es da so alles in Herborn gibt, ein öffentlicher Bücherschrank, in der Nähe der Altstadt, erstaunlich!
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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
13.723
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 20.08.2018 um 09:33 Uhr
Ich finde diese Idee Klasse und bediene mich gerne, auch wenn oft viele alte Schinken dabei sind, die heute keiner mehr lesen mag.
Wolfgang Heuser
8.510
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 20.08.2018 um 15:31 Uhr
Hallo Jutta, wir dachten im ersten Moment was ist das denn für ein tolles Ausstellungsteil. Beim näheren hinsehen und öffnen der Türen war uns der Zweck von diesem noblen Bücherschrank klar, meine Frau und ich fanden das eine gute Lösung!

Vielen Dank zum Kommentar!
Martin Wagner
2.723
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 23.08.2018 um 10:47 Uhr
Nach Augenschein ist das in Herborn wirklich ein "nobles" Teil.

Nachdem in Giessen vor ein paar Jahren eine strittige Debatte über die Zweitverwertung von gelesenen Bücher entbrannt war (Sollte man - und falls ja - wie versuchen zu verhindern, dass öffentlich zugängliche Bücher von Zeitgenossen nicht nur zum lesen eingesammelt, sondern auch verkauft werden ....) und dann von offizieller Seite (mit ein paar Jahren Anlaufzeit) der erste Giessener Bücherschrank (in der Plockstr.) seinen Betrieb aufnahm, achte ich - wenn ich in anderen Städten bin - sehr genau darauf, wie dort die Bücherschränke gestaltet sind.

Bei der Diskussion wird oft die ehemalige Telefonzelle erwähnt. So ein Bücherschrank habe ich noch nicht gesehen. Die Schränke sind in der Regel wirklich edel gemacht.

Ich würde mir wünschen: Macht es nicht so vornehm - von dem Geld für (teilweise) Designerschränken könntet ihr auch zwei Bücherschränke hinstellen.
Wolfgang Heuser
8.510
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 23.08.2018 um 17:25 Uhr
Hallo Martin Wagner, ich denke das die Stadt da wohl einen guten Sponsor hat, der sich mit solchen Schränken auskennt und das wohl auch so baut!
Martin Wagner
2.723
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 24.08.2018 um 09:20 Uhr
So wie das in Giessen damals sich entwickelt hatte, halte ich das für nicht optimal. Aber ich will nur wenig rummeckern, denn wichtig ist: Es gibt einen Schrank in der Plockstraße und dieser wird auch in der bevölkerung gut angenommen.

Von der damals hier in der Onlineausgabe heftig geführten Diskussion über die Grenzen der Zweitverwertung ausgehend, hatte ich versucht das Thema in die öffentliche Diskussion "rein" zu drücken.

Da ich darin eine öffentliche Aufgabe sah (Bücherschränke können aber auch privat organisiert sein; Schrank auf Privatgelände und der Beschicker / Interessent auf dem Bürgersteig) hatte ich mich - wie das nun so einmal vorgesehen ist - vertrauensvoll in der Sache an der mir nahe stehende Parlamentsfraktion gewand. (Ersatzweise hätte ich mich auch an die Verwaltung oder an alle Fraktionen wenden können, aber ich dachte mir: die Fraktion macht Dampf und das verschwindet nicht in irgendeiner Schublade.)

Die Fraktion brachte einen dementsprechenden Antrag in den Entscheidungsgang. Prinzipiell hatte keine der Fraktionen etwas dagegen, nur die Stadt war schon pleite und sah keinen Weg das zu finanzieren.
Die rechneten mit Kosten im oberen vierstelligen / Tausenderbereich. Daran hatte ich nicht gedacht - obwohl es mir hätte klar sein müssen. Bei den Großkopfeten geht nichts ohne "Aushängeschildmodus", d.h. superschick, abolut zentral gelegen und wenn möglich sollte daran auch noch jemand verdienen. (Ich dachte eher an eine ausrangierte neu gestrichenen Telefonzelle auf einer kleinen Betonplatte in einer nicht genutzten Grundstücksecke und das Ganze von Ehrenamtlichen "durchgezogen".)

Die Stadtleute waren nicht dumm, sie schlossen sich mit der Volksbank in der Plockstraße kurz (an deren Wand hängt der Giessener Bücherschrank), beauftragten einen Innenarchtiekten für die Planung des Schrankes, ein Fachbetrieb baute den Schrank und der wurde dann irgendwann (viele Monate nach offfizieller Antragsstellung) mit viel Pomp unter den Augen der Presse der Öffentlichkeit übergeben. (An so etwas hatte ich überhaupt nicht gedacht, aber da wurde mir klar, warum so ein Edelteil in der Plockstraße hängt. Es macht sich halt schlecht in der Presse, wenn die Stadtoberen vor einer neu lackierten Telefonzelle dabei stehen ....).

Wie gesagt: Das Ganze wurde richtig teuer. Ja es gab ein Sponsor und zwar irgendeine der Serviceclubs (das sind interne Vereine der örtlichen Kapitalisten, welche ihre Insiderstatus dadurch kaschieren, dass sie wohltätigsind). Gab es zu dieser Finanzierung Alternativen? Ich denke ja, es wären ein paar Hunderte bei einem gezielten Spendenaufruf eingegangen. (Von dem Geld hätte natürlich nur ein geschenkter oder sehr billiger Schrank aufgehängt werden können.)

Ende gut alles gut?

Ja - wenn man nur die Existenz des Bücherschrankes betrachtet.

Nein - wenn (rein theoretisch) man sich fragt; das viele Geld des Serviceclubs hätten die auch den armgemachten Menschen in Giessen zukommen lassen können.
Wolfgang Heuser
8.510
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 24.08.2018 um 15:44 Uhr
Hallo Herr Wagner, bei uns in Gladenbach gibt es diese Möglichkeit mit den Büchern in einem Bücherschrank, der im Rathaus steht. Das ist aber dann nur möglich, wenn das Rathaus geöffnet hat, also nur zu den normalen Öffnungszeiten! Ob sich so eine Möglichkeit noch im Haus des Gastes bietet, kann ich jetzt nicht beantworten, denn dort befand sich eine Bücherei.
Elke Jandrasits
1.433
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 24.08.2018 um 22:25 Uhr
Dieser Schrank in Herborn ist wirklich sehr gelungen, klasse!

Eine Art Telefonzelle als Bücherschrank gab es ja bis vor einiger Zeit in der Moltkestraße neben der THM. Leider hat das nicht so gut funktioniert, sie war irgendwann nicht mehr zu gebrauchen (Tür kaputt, Müll abgeladen).

So ein Angebot braucht Betreuung, die scheint in der Plockstraße gegeben zu sein. Ich habe dort schon schöne Bücher gefunden und natürlich auch entsprechenden Ersatz reingestellt.
Martin Wagner
2.723
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.08.2018 um 13:13 Uhr
Sehr geehrte Frau Jandrasits

Kurz zu dem Bücherschrank in der Plockstraße in Giessen. Das hatte ich vergessen zu erwähnen, daß seit seiner Eröffnung das Literarische Zenrum (die sind in der ehemaligen Stadtbibliotek in Nebenräumen der Kongresshalle) eine Art Betreuung übernommen hat. Bei Bedarf (wenn also zu wenig Bücher von Mitbürgern eingestellt werden) stellen sie ausgemusterte Bücher aus ihrem Bestand dort ein (ersichtlich, weil diese Bücher gestempelt sind).

Betreuung ist auch deswegen nötig, weil fundamentalistische Angehörigen irgendwelcher Religionsgemeinschaften ihr Propagandamaterial ab und an dort deponieren; manchmal liegen auch Werbefaltblätter irgendwelcher Läden drin.

Ob pornographische Bücher oder Nazipropaganda entfernt werden müssen entzieht sich meinen Kenntnissen.

Übrigens das Literalische Zentrum stapelt ausgemusterte Bücher zusätzlich in ihrem Vorraum (Hintereingang der Kongresshalle bei den gebührenpflichtigen Parkplätzen) zum mitnehmen. Das ist quasi ein zusätzlicher "Schrank" (Sieht man davon ab, dass der Eingang zum Gebäude nur während der Öffnungszeiten offen ist.)
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