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Israel ist jetzt ein Judenstaat

Gießen | also quasi ein Gottesstaat. Der Iran gilt ebenfalls als Gottesstaat. Gibt es zwischen beiden Staaten einen Unterschied?
Der eine wird von den USA (usw) geschätzt und darf über ein Atombombenarsenal verfügen, der andere nicht.

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Kommentare zum Beitrag

Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.08.2018 um 18:47 Uhr
Siehe auch meinen Beitrag vom 23.1.2018
Bernd Zeun
10.829
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.08.2018 um 23:30 Uhr
Mit Verlaub, Herr Beltz, das war jetzt aber ziemlicher Unsinn. Der Iran ist eine Theokratie und damit der Regierungsform nach nur noch mit dem Vatikan vergleichbar. Vielleicht noch mit der DDR (Die Partei, die Partei, sie hat immer recht ...), war jetzt nicht ganz ernst gemeint, aber was Wahres ist dran, Israel hat immerhin eine funktionierende Opposition. Nach dem Nationalstaatsgesetz kann man Israel vielleicht rassistisch/er als bisher oder zu einer Art Apartheitsstaat abrutschend sehen, aber nicht als Gottesstaat. Und auch wenn Israel Atomwaffen hat, möchte ich sie noch lange nicht in den Händen von Religionsführern wissen, die glauben, über die absolute Wahrheit zu verfügen.
2.307
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 23.08.2018 um 09:42 Uhr
In Israel gibt es eine starke Opposition gegen die derzeitige Regierung.
Leider lassen sich zu viele Wähler von der Angst leiten.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass sie immer noch die Partei von Netanjahu wählen, den ein Gerichtsverfahren wegen Korruption erwartet, sobald er nicht mehr durch die Immunität geschützt ist.
Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 24.08.2018 um 16:56 Uhr
Herr Zeun, im üblichen Wortgebrauch ist Israel nicht als Gottesstaat zu bezeichenen, da haben Sie Recht. Da orthodoxe Juden (und die beherrschen das Land) sich jedoch als das Volk Gottes sehen, betrachte ich Israel aus deren Blickwinkel als das von Gott gelobte Land. So wurde Israel ganz logisch zu einem Apartheidstaat.
Dass es in Israel eine starke Opposition gibt , sieht man schon in derem Kampf gegen die Proklamierung eines Judenstaates der Regierung.
Atomwaffen möchte ich in keinen Händen sehen. Also: Atomwaffen weg aus Büschel
2.307
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 24.08.2018 um 17:17 Uhr
Und immer noch ist Israel eine Demokratie!
Kurt Wirth
1.535
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 25.08.2018 um 18:29 Uhr
Israel ist vielleicht eine Demokratie innerhalb seines Territoriums ohne das Westjordanland, den Gazastreifen, die annektierten Golanhöhen. Was in diesen Gebieten geschieht (Siedlungspolitik, ständige Schikanen gegen die Palästinenser, vor allem die, die auf den "kleinen Grenzverkehr" angewiesen sind), hat nichts mit Demokratie zu tun. Um weiteren Kommentaren gleich zu entgegnen: die Hamas ist natürlich von Demokratie ebenfalls weit entfernt und strebt ihrerseits einen Gottesstaat an.

Israel bezeichnet sich nun als "Nationalstaat des jüdischen Volkes". Ob dies religiös oder ethnisch zu sehen ist, ist mir nicht ganz klar. Die Emigration der Juden aus Europa und ihre Immigration in Palästina war nach dem Vorgehen des deutschen Faschismus verständlich. Aber gab es ihr das Recht, die Palästinenser elementarer Rechte zu berauben? Die Immigration hätte von Anfang an im gegenseitigen Einvernehmen erfolgen müssen. Deutschland wehrt sich heute vehement dagegen, ein paar hunderttausend Flüchtlinge aufzunehmen. Ein paar Millionen jüdische Verfolgte in Palästina anzusiedeln, hielt man für selbstverständlich. Moralisch gesehen, hätte man einen Teil Deutschlands für die Juden abtreten müssen.

Aber Frau Barthel hat insofern recht, daß sich die Friedensbewegung in Israel relativ frei betätigen darf und auch die Kommunistische Partei legal ist und über die Chadash im Parlament vertreten ist.

Wie Michael Beltz im Kommentar bemerkt, gehören Atomwaffen grundsätzlich abgeschafft, egal in wessen Händen. Im Beitrag als solchem könnte man das vielleicht mißverstehen: Atomwaffen für alle.

Abschliessend möchte ich anmerken: Die ersten vier Häftlinge im KZ Dachau waren Juden. Davon aber drei gleichzeitig Kommunisten.
Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 27.08.2018 um 10:29 Uhr
Zusätzlich zu den Ausführungen von Kurt Wirth wäre zu hinterfragen, wodurch zeichnet sich eine Demokratie aus? Was ist der Inhalt einer Demokratie? Wählen dürfen?
Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 29.08.2018 um 19:18 Uhr
Wer sich die Mühe macht, den von Kurt Wirth genannten Artikel zu lesen, wird ein paar Erkenntnisse gewinnen.
Michael Beltz
7.224
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.09.2018 um 17:58 Uhr
Am Samstag fand ein Informationsstand der deutsch-israelischen Gesellschaft auf dem Seltersweg statt. Die Dame, mit der ich redete, kannte leider die wichtigsten Gießener Juden nach der Befreiung vom Faschismus nicht. Einig waren wir uns darüber, dass die Synagoge noch immer durch die Polizei bewacht werden muss und dass dies eine Schande für Deutschland ist.
Schlimm fand ich ihre Bemerkung, die Existenz Israels sei der Gottesbeweis. Sie sieht also die Juden als Gottes Volk.
Derartige irrationalen Gedanken sind schnell Ursachen für Verbrechen.
2.307
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 07.09.2018 um 16:37 Uhr
Formal haben die in Israel lebenden Araber bisher die gleichen Rechte wie die Juden.
Real wurden sie häufig auf bürokratischer Ebene benachteiligt z. B. bei Baugenehmigungen, besonders in Jerusalem.
Einen Gottesstaat haben die Gründer des Staates Israel nicht gewollt, und auch nicht einen Staat, in dem Menschen ihrer Herkunft wegen benachteiligt werden.
Daniel Barenboim hat anläßlich einer Preisverleihung in der Knesset eine Rede gehalten, die von einer Ministerin, ich glaube, es war die Kultusministerin, mit einer empörten Gegenrede beantwortet wurde.
Daraufhin ging Barenboim noch einmal ans Rednerpult und antwortete:"Sie
haben übersehen, dass ich eben aus der israelischen Verfassung vorgelesen habe."
Ich glaube, daraus wird deutlich, wie weit sich die heutige Regierung Israels von den einstigen Idealen dieses Staats entfernt hat!
Hallo Lieber Leser
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von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
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