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" Auschwitz als Steinbruch"

Gießen | „Auschwitz als Steinbruch -
Was von den NS-Verbrechen bleibt“

Eine Lesung mit Thomas Willms, Autor des gleichnamigen Buchs

Die Initiative 9. November e.V. und VVN-Bund der Antifaschisten laden ein zu einer Matinée am Sonntag, den 19. August 2018, 11.00 Uhr im Hochbunker, Friedberger Anlage 5-6 in Frankfurt.

Staatliches Handeln bezüglich der Geschichte des NS-Regimes und insbesondere seiner Verbrechen findet weitgehend ohne Vorstellung darüber statt, wie, womit und in welcher Richtung sich Menschen tatsächlich ein Bild vom NS-Regime machen. Es tut sich eine dramatische Kluft auf zwischen dem, was die berufsmäßig oder auch ideell mit dem Thema Befassten wissen, denken, wollen und tun, und dem, was die große Mehrheit damit anstellt.

Thomas Willms geht deshalb von einer anderen Grundannahme aus. Das Geschichtsbild wird nicht vom Staat bestimmt, sondern auf dem Markt erhandelt. Der Markt ist zunächst tatsächlich als im engen Sinne wirtschaftlicher Prozess zu verstehen. Wie die Verbrechen des NS-Regimes vergegenwärtigt werden, ist zunehmend einem ökonomischen und ideologischen Markt überlassen. Aus dem Zusammenhang gerissene Bilder haben bereits einen maßgeblichen Einfluss auf das Geschichtsbild. Dieser Prozess ist international und überlagert nationenspezifische geschichtspolitische Probleme. Der Autor stellt dar, was von den NS-Verbrechen bleibt, welche Aspekte der Erinnerungen von Zeitzeugen von Anfang an ignoriert wurden und welche Missverständnisse die Vorstellungen über Konzentrationslager bestimmen.

Thomas Willms, 1967 geboren, ist Diplompolitikwissenschaftler und arbeitet als Geschäftsführer der VVN-BdA in Berlin.

Der Eintritt ist frei.

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
27.885
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.08.2018 um 19:28 Uhr
Irgendwann ist nichts mehr vorhanden. Weder real noch in den Köpfen der Menschen.
Christian Momberger
11.184
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 14.08.2018 um 20:08 Uhr
Bestimmt ein interessanter Vortrag.
Kurt Wirth
1.999
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.08.2018 um 21:48 Uhr
Man warte die Veranstaltung ab. Daß irgendwann nichts mehr vorhanden ist (Peter Herold), glaube ich nicht. Irgendwann kommen historische Vorgänge immer wieder zu Tage, solange die Menschheit nicht durch Öko-Umstände ausgelöscht wird. Ob Markt oder Staat, in 100 Jahren werden die konkreten Tatbestände des Faschismus im Internet oder Vergleichbarem immer noch nachzulesen sein, egal wie die jeweiligen gesellschaftlichen Mehrheiten sich dazu verhalten.. Da müßten schon gewaltige Verwerfungen bezüglich Gesellschaft und Informationstechnologie eintreten.
H. Peter Herold
27.885
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.08.2018 um 21:56 Uhr
Ja schon. Aber ist da noch ein Bezug dazu da? Meine Generation hat von dieser Zeit nahezu nichts erfahren. Ich war nicht lange in der Schule aber von meiner Frau Jahrgang 1952 ich 1940 habe ich gehört, dass auch sie wenig über die Zeit in der Schule gehört hat.
Christine Weber
7.460
Christine Weber aus Mücke schrieb am 15.08.2018 um 08:54 Uhr
Auch in meiner Schulzeit (Jahrgang 1945) wurde in Geschichte nichts darüber gesagt.
Kurt Wirth
1.999
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 15.08.2018 um 09:47 Uhr
In der Schule (ich bin ein 44-er Jahrgang) habe ich einiges gehört, dank einem aufgeschlossenen Deutschlehrer, nicht in Geschichte. Das löste auch eine Weiterbeschäftigung mit diesen Dingen aus. Aber normalerweise endet ja die Wissensaneignung ja nicht mit dem Schulabschluss. Das meiste erfährt man sicher im Lauf des Lebens über die Medien, bisher hauptsächlich Radio, Fernsehen, Zeitung, Bücher. Aber eben auch durch Veranstaltungen wie oben.
H. Peter Herold
27.885
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.08.2018 um 10:07 Uhr
Ich habe mich erst nach dem Tod meines Vaters etwas damit beschäftigt. Ausgelöst durch die Arbeit bei der Rentenantragstellung. Da fand ich den Arischen Stammbaum und Unterlagen zur Entnazifizierung.
Christine Weber
7.460
Christine Weber aus Mücke schrieb am 15.08.2018 um 15:53 Uhr
Auch im Deutschunterricht wurde bei uns nicht darüber gesprochen. Das Meiste habe ich aus Sendungen im Fernsehen erfahren.
Karl-Ludwig Büttel
3.712
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.08.2018 um 15:59 Uhr
Wir hatten dies in der Schule ausführlich. Seit Jahren hat die Gesamtschule Hungen einen Kurs in der Oberstufe der nach Auschwitz fährt. Der Verein Spurensuche in Hungen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Jüdischen Opfern der Stadt Hungen und seinen Ortsteilen. Nur eine lebendinge Geschichte bleibt im Bewusstsein.
Meine Großeltern haben mit mir immer wenn ich sie danach gefragt habe offen gesprochen. Mein Großmutter Väterlicherseits dafür gar nicht. Für die gab es diese Zeit nicht.
H. Peter Herold
27.885
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.08.2018 um 16:18 Uhr
Welcher Jahrgang sind sie denn?
Karl-Ludwig Büttel
3.712
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.08.2018 um 16:23 Uhr
Ich hatte es in den 70er in der Schule.
H. Peter Herold
27.885
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.08.2018 um 16:26 Uhr
Meine Frau hatte 1970 ihr Abitur
Ich war schon zwei Jahre zum ersten Mal verheiratet.
Karl-Ludwig Büttel
3.712
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.08.2018 um 19:12 Uhr
Im Unterricht hatte wir leider nichts zu Ihrem Privatleben Herr Herold. Das war mir bisher nicht bekannt.
H. Peter Herold
27.885
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.08.2018 um 19:14 Uhr
Mann lernt nie aus :-)
Michael Beltz
7.468
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.08.2018 um 18:38 Uhr
Ja, Peter, 1970!
H. Peter Herold
27.885
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.08.2018 um 18:42 Uhr
Zu spät für mich. Ich war nur bis 1957 in der Schule
Michael Beltz
7.468
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.08.2018 um 10:34 Uhr
Während die Teilnehmer sich ernsthaft mit dem o.g. Thema beschäftigen, schreibst Du, Peter, anscheinend nur um irgendetwas zu schreiben. Das Thema selbst scheint Dir nicht wichtig.
Karl-Ludwig Büttel
3.712
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 19.08.2018 um 11:07 Uhr
Das ist ja in Bezug auf die Kommentare von Herrn Herold ja jetzt keine neue Erkenntnis.
Es ist übrigens nie zu spät sich mit einem Thema auseinanderzusetzen um sich dann auch adäquat an einem Dialog beteiligen zu können.
H. Peter Herold
27.885
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.08.2018 um 12:04 Uhr
Ob und wie ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe ist meine Sache. Ich verweise einfach mal auf meinen ersten Kommentar.
Martina Lennartz
5.893
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.08.2018 um 23:03 Uhr
"Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.“ – Albert Einstein
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