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Seenotrettung statt Seehofer

Gießen | Am 10.08.2018 fand in Gießen eine Demo, zu der die Seebrücke Gießen aufrief, statt, an der gut 400 Menschen teilgenommen haben.

Horst Seehofer (CSU, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat), der italienische Innenministers Matteo Salvini und Österreichs Außenminister Sebastian Kurz nutzen die Not von Menschen auf hoher See aus um ihre eigenen Machtkämpfe auszutragen.

Sie treten damit internationale Menschenrechte mit Füßen. Das ist unerträglich und widerwärtig.
Viele schwerkranke Menschen auf der Lifeline und schon auf anderen Schiffen vorher mussten tagelang auf hoher See ausharren, bis der gesellschaftliche Druck so groß wurde, dass Seehofer und Konsorten nicht mehr anders konnten, als die Lifeline anlegen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits mehrere Städte und Länder angeboten, die Menschen auf der Lifeline aufzunehmen.
Doch statt die Solidarität innerhalb der Bevölkerung anzuerkennen, versucht Seehofer immer weiter Seenotrettung zu kriminalisieren. Die Crew der Lifeline wird nun von Seehofer vor Gericht gestellt.
In diesen Minuten, Stunden, und Tagen laufen weiterhin Boote aus den Häfen Libyens aus und die Menschen darauf werden keine Hilfe erhalten, denn aufgrund der angespannten Situation ist kein einziges Rettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer. Das heißt: Jeden Tag sterben hunderte Menschen auf dem Weg nach Europa. Das ist eine unfassbare humanitäre Katastrophe, die verhindert werden muss.
Seehofers Plan ist es, dass keine Schiffe mehr auslaufen können. Wir wollen genau das Gegenteil: Nicht weniger Rettung, sondern viel viel mehr!
Weitere Aktionen sind geplant.
http://mission-lifeline.de/


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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
13.389
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 13.08.2018 um 12:52 Uhr
Das Verhalten von Seehofer und Co. ist absolut Menschen verachtend. Ich könnte k...... Wir haben das Glück im Wohlstand zu leben, das haben diese Menschen nicht. Ich würde diese Politiker gerne dorthin verfrachten, aber ohne Rückfahrschein. Der Aufschrei müsste viel größer sein, auch von anderen Parteien und Politikern.
Martin Wagner
2.534
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 14.08.2018 um 12:42 Uhr
Was mir gefallen hat (und die Bilder zeigen es auch) ist, dass hier viele Demonstationsteilnehmer mit selbst gefertigten (Mini)transparenten oder Schildern gekommen waren. Ein sehr erfreuliches Bild neben den obligatorischen Fahnen und Transarenten der Parteien. Es zeigt, dass die Zivilgesellschaft, welche bereit ist sich eindeutig zu positionieren, im wachsen begriffen ist.
Martina Lennartz
5.893
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.08.2018 um 23:10 Uhr
Martin, ich hoffe es. Es wird Zeit! In jeder Hinsicht!
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