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Untersuchung zu schnelleren Verbindungen auf der Vogelsbergbahn – Kooperationsvereinbarung von RMV, ZOV, Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis für Machbarkeitsstudie

Gießen | In einer Machbarkeitsstudie sollen die Möglichkeiten zur Beschleunigung der Vogelsbergbahn untersucht werden. Eine Kooperationsvereinbarung für die Untersuchung soll in der Sitzung des Verbandsvorstandes des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV-Verkehr) am 3. August zwischen Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), dem ZOV, dem Landkreis Gießen und dem Vogelsbergkreis geschlossen werden. Der Kreisausschuss hat jetzt grünes Licht dafür gegeben.

„Wir prüfen den Ausbau der Schieneninfrastruktur um ein noch besseres ÖPNV-Angebot für Pendler ins Rhein-Main-Gebiet sowie einen attraktiven Nahverkehr in der Zukunft anbieten zu können. Gerade im ländlichen Raum ist ein attraktiver Nahverkehr ein wichtiger Faktor für eine gute Entwicklung“, erklärt Landrätin Anita Schneider. Ziel der beabsichtigten Kooperationsvereinbarung ist es, die Machbarkeit schnellerer Schienen-Verbindungen auf dem Abschnitt Alsfeld – Gießen der Vogelsbergbahn und darüber hinaus in das Rhein-Main-Gebiet zu untersuchen. Ein Beratungsbüro soll prüfen, welche infrastrukturellen Ausbaumaßnahmen möglich sind und inwieweit diese förderfähig sind.

Die Federführung für die Untersuchung wird beim RMV liegen, der in Abstimmung mit dem ZOV die Beauftragung des Beratungsbüros übernimmt. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie betragen rund 60.000 Euro. 50 Prozent der Kosten übernehmen RMV und ZOV. Die verbleibenden Kosten werden zu zwei Dritteln auf den Vogelsbergkreis und zu einem Drittel auf den Landkreis Gießen verteilt.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.534
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 22.07.2018 um 17:23 Uhr
Na, nach rund dreissig Jahren (!!!) kommt offensichtlich das Thema wieder.

Damals war ich in einem Fahrgastverband tätig, welcher mit viel Aufwand den Einsatz von Neigezügen auf der Relation Koblenz - Limburg - Giessen - Fulda (damals waren die Einzelstrecken noch nicht zerhackt) propagierte. Ich kann mich noch entsinnen, damals organisierten wir eine "Probefahrt" mit diesen neuen Zügen auf der damals einer der ersten Stecken für Neigezügen (die Strecken müssen für den Einsatz der Neigezügen hergerichtet werden) von Würzburg nach Coburg.

Jeder der etwas von dem Betrieb von Eisenbahnen versteht ist geläufig, dass es bei der Optimierung von Strecken in der Regel darum geht an den Knotenpunkten die vorgegebenen Umsteigefenster einzuhalten. Diese wiederum sind durch den schnellsten Verkehr (ICE - FFM über Fulda nach KS-Wilhelmshöhe und Interegio - FFM über Giessen nach Kassel; nachrangig der Takt in Limburg bzw. in Koblenz) vorgegeben.

Mein Gedächtnis lässt nach, aber auf der Strecke Giessen - Fulda fehlten rund 15 Minuten Fahrzeit weniger um einen besseren Stundentakt an den Knoten Giessen und Fulda realisieren zu können. Der Einsaz von Zügen mit Neigetechnik hätten diese Ersparnisse gebracht.

Warum dieser Ansatz irgendwo im Behördendschungel versickerte weiss ich nicht mehr.
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