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vhs-Haus Lich wird saniert – Kurse in Lich laufen weiter

Der bisherige Eingang zum vhs-Haus. Foto: Leipold
Der bisherige Eingang zum vhs-Haus. Foto: Leipold
Gießen | Ab Oktober wird das vhs-Haus in Lich saniert. Landrätin Anita Schneider stellte gemeinsam mit Torsten Denker, Leiter der Kreisvolkshochschule (KVHS), sowie Ingo Jung und Ingmar Kupski vom Fachdienst Bauen des Landkreises Gießen, die Pläne vor.

„Das vhs-Haus ist zu einem wichtigen Ort der Begegnung, des Lernens und der Kultur geworden“, sagte Landrätin Schneider. Durch das Kommunale Investitionsprogramm des Bundes habe sich die Möglichkeit ergeben, das Gebäude aus dem Jahr 1963 energetisch zu sanieren. „Wir nutzen die Gelegenheit für weitere Veränderungen, damit ein Ort für zeitgemäßes Lernen entsteht.“ In die Konzeption sind die Erfahrungen aus über 30 Jahren eingeflossen, denn so lange nutzt die KVHS das Gebäude inzwischen. „Außerdem haben wir uns intensiv mit Merkmalen guter Bildungshäuser auseinandergesetzt und daraus gemeinsam Ideen entwickelt“, erklärt Torsten Denker. Ingo Jung, Fachdienstleiter Bauen des Landkreises, ergänzt: „Es ist ein architektonisch tolles Haus mit einer guten Atmosphäre. Daher modernisieren wir ganz gezielt und erhalten dabei das Bewährte.“

Im Zuge der energetischen Sanierung wird der Gebäudekomplex organisatorisch neu geordnet. Zukünftig wird es eine klare Trennung zwischen Verwaltungstrakt und Unterrichtsgebäude geben. Der verglaste Zwischengang, der die beiden Gebäude bisher verbindet, wird komplett abgebrochen und erneuert. Der Neubau wird dann der neue repräsentative Haupteingang. Im Foyer können künftig größere Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Lesungen stattfinden. Das integrierte Lerncafé bietet Kursleitenden und -teilnehmenden dann einen anregenden Aufenthaltsort. Gleichzeitig ist über das neue Verbindungsgebäude der barrierefreie Zugang zu Unterrichts- und Verwaltungstrakt möglich.

Denn die Barrierefreiheit ist bei der Neugestaltung ein zentrales Anliegen. „Alle sollen Zugang zu den Angeboten der KVHS haben“, betont Anita Schneider. Bislang sei dies oft nur mit Hilfe möglich gewesen. Ein neu angebauter Aufzug am Unterrichtsgebäude und eine interne Rampen-Treppen-Anlage in der neuen Eingangshalle ermöglichen gehbehinderten Menschen, die Räume selbstständig zu erreichen. Zudem entsteht im Unterrichtsgebäude auf jeder Etage eine barrierefreie Toilette. Elektrische Türantriebe, ein Leitsystem für Sehbehinderte sowie eine verbesserte Akustik unterstützen die Barrierefreiheit.

Im Rahmen der
(v.l.) Torsten Denker, Leiter der Kreisvolkshochschule, und Landrätin Anita Schneider stellten gemeinsam mit Ingo Jung und Ingmar Kupski vom Fachdienst Bauen des Landkreises Gießen die Pläne für die Sanierung des vhs-Hauses vor. Foto: Landkreis Gießen
(v.l.) Torsten Denker, Leiter der Kreisvolkshochschule, und Landrätin Anita Schneider stellten gemeinsam mit Ingo Jung und Ingmar Kupski vom Fachdienst Bauen des Landkreises Gießen die Pläne für die Sanierung des vhs-Hauses vor. Foto: Landkreis Gießen
energetischen Sanierung erhält die Fassade ein Wärmedämmverbundsystem mit mineralischer Dämmung und die Fenster werden ausgetauscht. Das Dach auf dem Unterrichtsgebäude wird komplett erneuert. Dabei wird aus dem Satteldach ein Walmdach, das sich harmonisch in den Baukomplex einfügt. Derzeit wird noch geprüft, ob auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert werden kann.

Ein Highlight des Umbaus ist für Torsten Denker, dass die Unterrichtsräume im Erdgeschoss einen direkten Zugang zum Park erhalten. „Der Park kann damit noch stärker als bisher als Lernort genutzt werden.“ Zudem wird die Kreisvolkshochschule nach dem Umbau beste Voraussetzungen für digitale Lernformate haben. Dazu wird die technische Ausstattung modernisiert und die KVHS erhält im Zuge der dritten Breitband-Ausbaustufe schnelles Internet per Glasfaserkabel bis ins Haus.

Die Umbauarbeiten sollen bis Ende April 2020 abgeschlossen sein und 5,26 Millionen Euro kosten. Davon stammen 3,06 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Bundes, 2,2 Millionen Euro werden aus dem Haushalt des Landkreises finanziert.

Der Umbau stellt das Team der Kreisvolkshochschule vor eine große Herausforderung, denn das Bildungsangebot wird aufrechterhalten. Es galt, Ausweichorte für 450 geplante Angebote zu finden. „Es war eine große Aufgabe, aber dank der Unterstützung vieler Partner ist es uns gelungen“, sagte KVHS-Leiter Torsten Denker. So werden ab Herbst Kurse in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, der Anna-Freud-Schule und der Erich-Kästner-Schule stattfinden. Auch die Stadt Lich hat Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, ebenso die evangelische Stiftung Arnsburg, das "Statt Gießen" oder die Christusgemeinde. Die Geschäftsstelle der KVHS zieht in die Heinrich-Neeb-Straße 17 um, voraussichtlich ab Mitte September.

Der bisherige Eingang zum vhs-Haus. Foto: Leipold
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(v.l.) Torsten Denker, Leiter der Kreisvolkshochschule, und Landrätin Anita Schneider stellten gemeinsam mit Ingo Jung und Ingmar Kupski vom Fachdienst Bauen des Landkreises Gießen die Pläne für die Sanierung des vhs-Hauses vor. Foto: Landkreis Gießen
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