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Positive Bilanz der Beweidung mit Galloway-Rindern

Von links: Ingrid Moser (LPV Gießen), Dr. Gerd Hasselbach (Leiter Umweltamt Gießen), Fabian Zech (LPV Gießen), Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, Oliver Ginzler-Donner (Abt. für den ländlichen Raum Lahn-Dill und Gießen), Landwirt Thomas Pohl
Von links: Ingrid Moser (LPV Gießen), Dr. Gerd Hasselbach (Leiter Umweltamt Gießen), Fabian Zech (LPV Gießen), Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, Oliver Ginzler-Donner (Abt. für den ländlichen Raum Lahn-Dill und Gießen), Landwirt Thomas Pohl
Gießen | Bei einem Ortstermin in der Gemarkung Wieseck zogen die Beteiligten eine positive Bilanz der Beweidung mit Galloway-Rindern. Die Stadt setzt die Tiere erstmals neben Schafen für die Beweidung von Ausgleichsflächen für das Baugebiet „Marburger Straße West“ ein.

„Die Galloway-Rinder sind ideale Landschaftspfleger und finden auch in der in der Bevölkerung positive Resonanz“, betonte Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich. Dem konnte Ingrid Moser, Geschäftsführerin der Landschaftspflegevereinigung Gießen e.V. (LPV) zustimmen: „Die Beweidung spielt neben der Pflege der Streuobstgehölze eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung des Grünlandes aus naturschutzfachlicher Sicht“.

Die Galloway-Rinder kamen zur rechten Zeit. Da eine vollständige Schafbeweidung wie im Vorjahr nicht stattfinden konnte, drohten die Ausgleichsflächen, darunter wertvolle Heidebestände und Magerrasen, im wuchernden Gras zu ersticken. Umso größer war die Freude, als sich Landwirt Thomas Pohl (Wettenberg) mit seinen Galloway-Rindern bereit erklärte, einen Großteil der Beweidungsflächen zu übernehmen.
Wie Thomas Pohl erläuterte, erbringen Galloway-Rinder selbst bei sehr hohen Grasbeständen ein gutes Weideergebnis. Dies beruhe darauf, dass die Tiere selbst trockenes Gras vom Boden aufnähmen.
Die Weideflächen befinden sich im europäischen Naturschutzgebiet „Borstgrasrasen bei Wieseck“. Dieses ist – zusammen mit dem Schutzgebiet „Wiesecker Teiche“ - Teil des den gesamten europäischen Kontinent umfassenden Schutzgebietsnetzes NATURA2000, das in Hessen etwa ein Fünftel der Landesfläche umfasst. Die naturschutzfachliche Planung und Betreuung der beiden Gebiete erfolgt im Auftrag des Regierungspräsidiums Gießen durch die Abteilung für den ländlichen Raum Lahn-Dill und Gießen bzw. durch das Forstamt Wettenberg.

Die Anwesenden waren sich einig, dass die Rinder eine sinnvolle Ergänzung zur Schafbeweidung darstellen. Die Stadt Gießen bittet die Bürger jedoch erneut um Rücksicht beim sonntäglichen Spaziergang durch die Streuobstwiesen. Hunde sollten in der Nähe der Rinder angeleint und die eingezäunten Beweidungsflächen nicht betreten werden.

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