Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Schluss für die Skandal-Bürgermeisterin

Gegen die Verschleuderung von 5 Millionen Euro demonstrieren am 28. Juni während der "Einweihung" des Bahndurchstichs etwa 50 Gießener Bürgerinnen und Bürger
Gegen die Verschleuderung von 5 Millionen Euro demonstrieren am 28. Juni während der "Einweihung" des Bahndurchstichs etwa 50 Gießener Bürgerinnen und Bürger
Gießen | Die Brutto-Netto-Verwechslung, die die Stadt teuer zu stehen kommt, sollte der letzte Schaden sein, den Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) anrichten konnte.

Hunderte Bäume, die teilweise mit den fadenscheinigsten Begründungen in der Wieseckaue für die LaGa gefällt wurden, gehen auf ihr Konto – das brachte ihr den Namen „Kettensägen-Gerda“ ein.
Mit Mühe konnte verhindert werden, dass sie den Schwanenteich zu einer unnatürlichen rechteckigen Wasserfläche verunstaltete – das Hochzeitsbrückchen hat’s nicht überlebt.

Bis heute sind die realen Kosten der Landesgartenschau nicht nachvollziehbar offengelegt. Gerade mal 500.000 Besucher waren gekommen statt der in der Machbarkeitsstudie genannten Zahl 1.000.000, die dann auf 700.000 reduziert wurde.
Und ihr Umweltfrevel in der Wieseckaue geht weiter (s. Artikel auf Seite 3), ebenso wie die schon merkwürdig anmutende Bevorzugung des Wirtes der Strandbar Trageser.

Mit dieser „Verwechslung“ und dem Verschleiern der Kosten des Bahndurchstichs in der Dammstraße hat sie nun in den letzten Tagen ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin ihrem Fehlverhalten die Krone aufgesetzt (s. untenstehende Pressemitteilung).
Mehr über...
Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Wenn einem Hauptschüler ein solcher Fehler unterliefe, so eine Mathe-Lehrerin, würde er den Hauptschulabschluss nicht bekommen. Aber einen Posten als Stadtrat schon? Im November soll Weigel-Greilich für weitere vier Jahre zur Stadträtin gewählt werden, wobei sich an der Dezernatsaufteilung nichts ändern würde; sie wäre weiter fürs Gartenamt und damit die Wieseckaue zuständig. E. Beltz
(aus: Gießener Echo Juli 2018)

Aus: Pressemitteilung der
Bürgerinitiative Lebenswertes Gießen
Entweder hat Frau Weigel-Greilich diese Klärung „unprofessionell“ und „dilettantisch“ versäumt (so die Worte von OB Grabe-Bolz, d. Red.). Dann wäre sie ihrer Verantwortung nicht im Entferntesten gerecht geworden und müsste sich vermutlich fragen lassen, ob sie ihrem Amt gewachsen ist.
Oder aber die Bürgermeisterin kannte frühzeitig die Problematik und war sich daher auch darüber im Klaren, dass das Vorhaben Dammdurchstich erheblich teurer werden würde.
Dann aber hätte sie dieses Wissen über Monate, wenn nicht Jahre verborgen – vor der Öffentlichkeit, dem Parlament und selbst vor ihren Magistratskollegen, die erst vor wenigen Wochen von der massiven Kostensteigerung erfahren haben.
In diesem Fall hätte Frau Weigel-Greilich über die Köpfe ihrer Magistratskollegen hinweg im Alleingang für die Entscheidung für ein bereits im Vorfeld bei weitem nicht unumstrittenes Vorhaben gesorgt, das bei frühzeitigem Bekanntwerden der tatsächlichen Kosten mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nicht realisiert worden wäre ... -
Dann wiederum stellt sich die Frage, warum sich die anderen Magistratsmitglieder in einer Nibelungentreue auf das Kollegialprinzip zurückziehen, statt hier die Verantwortlichkeit zu benennen.
„Die Weigerung der Oberbürgermeisterin und der Koalition, die wohl bereits vorliegende Stellungnahme des Revisionsamts zu den Mehrkosten zu veröffentlichen, lässt leider Spielraum für Spekulationen darüber, ob hier Dinge vertuscht werden sollen,“ so Dr. Eckart Schneider vom Verein.
lebenswertes-giessen.de/lebenswertes-giessen-e-v-pressemitteilung-15-06-2018/#more-959

Kommentare zum Beitrag

30
Cornelia Mim aus Gießen schrieb am 30.06.2018 um 11:57 Uhr
interesannt dazu ein Kommentar aus dieser Zeitung von : Wolfgang Schwarz aus Gießen schrieb am 12.07.2014 um 23:31 Uhr

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/94609/was-ist-draus-geworden/
Peter Baier
10.146
Peter Baier aus Gießen schrieb am 30.06.2018 um 23:20 Uhr
Dieser "Stich" ist natürlich wichtiger als zum Beispiel bezahlbare Wohnungen.
Gießen wächst sehr schnell, da stehen 1000 Wohnungen gegen 16 neue Wohnungen in der Neustadt.
Unsere Bürgermeisterin Freude sich über die "vielen" Personen welche zur Eröffnung kamen, nur wenn ich die rund 20 Mitglieder der BI, Personen aus dem Rathaus , Gartenamt, der DB, der Baufirma "Käfer"abzieht sind nicht mehr viele Bürger übrig geblieben und bei diesen war die Meinung unterschiedlich.
Die Baudurchführung war ausgezeichnet wenn man bedenkt wie wenig Platz die Fa. Käfer zur Verfügung hatte.
Die Frage über Sinn oder Unsinn muss sich jeder selbst stellen.
Für die große zusage der Gießener waren viel zu wenige vor Ort, das war bei der Übergabe der Nordstadtbrücke anders.
Die Frage Fehler oder Absicht? Tendenz bei vielen Absicht, Faktenschaffen und fertig.
Am Kirchenplatz wurde die Grabung vergessen +350000€, genauso am Marktplatz auch hier wurde die Grabung vergessen +?€.
2.289
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 01.07.2018 um 12:59 Uhr
Ich frage mich immer wieder, aus welchem Grund die jetzt regierende Koalition
eine eigentlich abgewählte Bürgermeisterin in ihrem Amt beließ und jetzt mit
einem Amt als Stadträtin "belohnt".
Ich glaube, so ein Vorgehen ist allgemein unüblich, und
in Anbetracht der vielen Fehlleistungen, die der betreffenden Person in ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin zugeschrieben werden müssen, besonders erstaunlich und eigentlich unverständlich.
Ich habe lange überlegt und bin auf drei mögliche Erklärungen gekommen.
1. Die Fraktionsführer und alle, die an den Fraktionsverhandlungen beteiligt waren, sind schwachsinnig.
Das schien mir dann aber doch ein bisschen übertrieben, deshalb habe ich diese Lösung aus geschlossen.
2. Es handelt sich um einen Fall von persönlicher Protektion, ein Verhalten, das in meiner früheren Heimat Österreich immer schon sehr verbreitet war, und dazu geführt hat, dass eine rechtsextreme Partei immer stärker wurde und jetzt schon zum zweiten Mal an der Regierung ist.
3. Sie waren alle mit dabei. Damit meine ich die diejenigen, die in den in der Regierung vertretenen Parteien Führungspositionen inne hatten.
Sie könnten sich zu einer Täuschung des Stadtparlaments verabredet haben, weil sie das Projekt Dammstich und auch andere Projekte unbedingt durchsetzen wollten. Dann hätte Frau Weigel Greilich eine sehr starke Position gegenüber ihren Kollegen.
Für den Fall, dass diese Vermutungen bei den Betroffenen und ihren Anhängern große Empörung hervorrufen werden, gebe ich gern zu, dass das alles nur Gedankenspiele sind, von denen ich leider nichts beweisen kann.
Aber man wird doch einmal nachdenken dürfen! Oder?
Christine Stapf
6.753
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 01.07.2018 um 21:50 Uhr
In Gießen wundert mich nichts mehr !
2.289
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 01.07.2018 um 23:34 Uhr
Ja, mich auch nicht!
Michael Beltz
7.212
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.07.2018 um 11:46 Uhr
Herr Trageser darf große Veranstaltungen wie Bierfest durchführen. Ohrenbeäubender Schall strahlt in einst ruhige Straßen. Wieso darf er das? Die Brgermeisterin versprach einst, es würden kleinere Veranstltungen stattfinden.
Was können wir vermuten? Schwachsinn wohl nicht, also knallharte Geschäftsinteressen!

Vermutungen:
1. Dis Bürgermeisterin mag Lärm.
2. Die Bürgermeisterin mag Herrn Trageser.
3. Die Bürgermeisterin kann das alles laufen lassen, weil die
anderen sich unter Druck fühlen.
4. Viele Menschen in unserer Stadt vermuten.........
Michael Beltz
7.212
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.07.2018 um 11:56 Uhr
Martina Lennartz hat im April 2016 gefordert, die geheimen läne und Verträge zwischen Stadt (WeigelGreilich) und Herrn Trageser offenzulegen.
Michael Janitzki hat erst kürzlich eine Anfrage über die wahren Kosten der Landesgartenschau gestellt.
......in unserer Stadt vermuten.......
2.289
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 02.07.2018 um 12:39 Uhr
Das Versprechen, nur kleinere Veranstaltungen sollten in der Wieseckaue stattfinden, war sicher eine Lüge.
Alle Planungen bei der Gestaltung des Geländes zeigen deutlich, dass es von Anfang an vorgesehen war, die Wieseckaue massentauglich zu machen.
Ob Herr Trageser bei diesen Planungen schon eine Rolle spielte, oder ob er erst nach der Aufgabe des Strandcafes auf den Plan trat, weiß ich nicht.
Auf jeden Fall eignet er sich bestens für die ihm zugedachte Rolle.
Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es, die Verantwortlichen in der Stadt
zur Herausgabe der geforderten Informationen zu bringen? Hat man da
schon alle Möglichkeiten aus geschöpft?
Und wenn viele Menschen sich durch den Lärm der Strandbar massiv beeinträchtigt fühlen, könnten sie auch klagen.
Ich kann mich erinnern, dass die Beschwerden einer einzigen Anwohnerin jahrelang die Durchführung lautstarker Feste in der Innenstadt eingeschränkt haben.
Nibelungentreue ist jedenfalls kein passender Ausdruck für das Verhalten
der Giessener Verantwortlichen. Die Nibelungen, und diejenigen, die sich an ihnen orientiert haben, sind zum Glück gemeinsam untergegangen,
Das können wir von Frau Weigel-Greilich und ihren Getreuen leider nicht erhoffen!
339
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 03.07.2018 um 16:27 Uhr
Lügen gehört in Deutschland zur Politik von Adenauer bis Strauß... Kohls Schwarzgeldkassen... Kochs "jüdische" Vermächtniskonten... Lambsdorffs Flick-Affäre... Scharpings mit Schädel fußballspielende Serben... und das ist nur das, was in wenigen Minuten einfällt.
Warum soll es in Gießen anders sein? z.B. Gails fingierter Bombenalarm, mit dem er das Rathaus räumen ließ...
Man schätzt, dass bei bis zu 80% der öffentlichen Bauaufträge Korruption im Spiel ist.
2.289
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 03.07.2018 um 16:48 Uhr
Das von dem Bombenalarm hab ich noch nicht gewusst. Wann war das?
Ansonsten muss man feststellen, dass trotz der vermutlich hohen Zahl der Korruptionsfälle kaum jemals einer aufgeklärt wird. Zu dicht sind die Netzwerke, zu viele Personen direkt oder indirekt involviert.
Und wenn es eng wird, findet sich wie im Fall Koch einer, der die Sündenbockrolle auf sich nimmt-- natürlich nicht ohne "Belohnung", die
ja nicht unbedingt materieller Art sein muss.
339
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 03.07.2018 um 17:42 Uhr
Als Ende 2002 von der CDU/FDP/FWG-Koalition die sog. "Gefahrenabwehrverordnung" beschlossen werden sollte (und wurde), kam es zu massenhaften Protesten in und vor dem Rathaus. Daraufhin behauptete der damalige Bürgermeister Heinz-Peter Haumann (es war nicht Gail, sorry), dass es eine Bombendrohung gegeben habe. Das war gelogen, wie die Polizei bestätigte. Haumann ließ ein Großaufgebot von Polizisten ausmarschieren und das Gebäude räumen. Nur noch handverlesene Zuschauer durften in den Sitzungssaal.
Trotzdem wurde er danach zum Oberbürgermeister gewählt.
2.289
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 03.07.2018 um 20:10 Uhr
Danke für die Auskunft!
Michael Beltz
7.212
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 05.07.2018 um 18:27 Uhr
Die oben genannten 80% Korruption im Rahmen der Bauwirtschaft wurden vor einigen Jahren von der FAZ genannt - und dahinter steckt ein kluger Kopf (?)
Michael Beltz
7.212
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.07.2018 um 18:54 Uhr
Wir warten weiterhin (vergeblich?) auf Erklärungen.
2.289
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 18.07.2018 um 09:42 Uhr
Es wird auch weiterhin keine Erklärungen geben, schon gar nicht vor der Landtagswahl.
Das sollte aber kein Grund sein, Fragen zu stellen, zielgerichtet und auf der Basis guter Hintergrundinformationen.
Das ist die Aufgabe von Oppositionspolitik.
Nur: Wer macht in Gießen Oppositionspolitik? Wenn fast alle Parteien in diverse Netzwerke verstrickt sind, bleiben nur die Linken, denn die AfD kann man nicht als demokratische Partei gelten lassen.
Birgit Hofmann-Scharf
10.192
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 19.07.2018 um 18:33 Uhr
Danke für diesen Beitrag UND aussagekräftigen Kommentare! Fazit: Schüttelkopf
Michael Beltz
7.212
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.07.2018 um 16:33 Uhr
Die Vertreter der Koalition - CDU, SPD, GRÜNE - werden Frau Weigel-Greilich wohl als Stadträtin wählen, wobei einige froh wären, wenn sie verschwinden würde.
2.289
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 21.07.2018 um 18:20 Uhr
Und wie wird diese Wahl vor sich gehen? Es wird wohl leider keine geheime Wahl sein?
Michael Beltz
7.212
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.07.2018 um 17:38 Uhr
Diese Wahlen sind geheim. Der neue Bürgermeister, Herr Neidel, wurde geheim gewählt und tritt am 1. November seine Aufgabe an. Für Frau Weigel-Greilich gilt Nibelungentreue.
2.289
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 22.07.2018 um 20:27 Uhr
Da könnte es doch sein, dass auch einige Stadtverordnete der Koalition gegen Frau Weigel-Greilich stimmen?
Michael Beltz
7.212
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 23.07.2018 um 16:37 Uhr
Ja, das könnnte theoretisch sein. Ich habe da wenig Hoffnung. Einige Abgeordnete von SPD und CDU denken selbst - nach dem Motto: Nur dem Gewissen verpflichtet. Also doch ein wenig Hoffnung.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

offline
Interessensgebiet: Gießen
Michael Beltz
7.212
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Aus dem Schreiben des Herrn Maaßen, Präsident des Verfassungsschutzes
Herrn Horst Seehofer Minister für Auswärtiges, Heimatschutz und...
Plakat der DKP aus den 70er Jahren
Wohnungsspekulanten sollen zahlen
Dies verlangt die Fraktion Gießener Linke im Stadtparlament in der...

Weitere Beiträge aus der Region

Ideal ist der Samen wohl für solche Grünfinken
Bei Regenwetter gibt es Nahrung in den Lebensbäumen!
Dieses Jahr haben diese Lebensbäume in Nachbars garten, wieder gut...
Rezension: Auge um Auge – Jürgen Hövelmann
Inhalt : MARBURGVIRUS Kaum ist Kommissar Nau mit seinem Hund...
Hanna Reeh spielt in dieser Saison auch für den Zweitligisten Bender Baskets Grünberg, ist aber im Pokal nur für den BC Pharmaserv Marburg gemeldet.
Hessenderby zum Saisonauftakt
Deutscher Pokal, 2. Runde: Elangeni Falcons Bad Homburg – BC...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.