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Zu Gast bei den Waldjugendspielen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich

Revierförster Ulrich Gessner führte Dr. Christiane Schmahl durch die einzelnen Stationen der Waldjugendspiele. Bild: Landkreis Gießen
Revierförster Ulrich Gessner führte Dr. Christiane Schmahl durch die einzelnen Stationen der Waldjugendspiele. Bild: Landkreis Gießen
Gießen | Kinder und Jugendliche haben heute weniger Naturerlebnisse als alle anderen Generationen zuvor. Damit die jungen Menschen Erfahrungen im Lebensraum Wald sammeln können, finden jedes Jahr an rund zehn Orten im Landkreis Waldjugendspiele statt. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Umweltbildung im Forstamt Wettenberg. In diesem Jahr hatten Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich und der IGS Busecker Tal Gelegenheit teilzunehmen.

Schul- und Naturschutzdezernentin Dr. Christiane Schmahl besuchte die Waldjugendspiele im Licher Stadtwald. Über mehrere Tage hatte der Forstbetrieb des Stadtwaldes Lich die Spiele vorbereitet. Sechs Försterinnen und Förster waren im Einsatz.

Rund 70 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen konnten an sieben Stationen, verteilt rund um den Pflanzgarten im Licher Stadtwald, Erfahrungen mit allen Sinnesorganen sammeln. Der Licher Revierförster Ulrich Gessner führte Christiane Schmahl durch die einzelnen Stationen und erläuterte viel Wissenswertes rund um das Ökosystem Wald und die moderne Forstwirtschaft. Die Schul- und Naturschutzdezernentin war begeistert, wie viel Engagement die Beteiligten in die Veranstaltung gesteckt haben: „Ich bin froh, dass sich das Forstamt gemeinsam mit engagierten Lehrkräften und der Unteren Naturschutzbehörde für dieses tolle Angebot stark macht. Für die Jugendlichen bedeuten die Waldjugendspiele eine ideale Mischung aus Naturerlebnis, spannenden Spielen und Lernen.“

Am Bibermobil der Umweltwerkstatt Wetterau, das von der Unteren Naturschutzbehörden des Landkreises gesponsert wurde, gab es unter anderem Antworten auf die Fragen, warum der Biber rote Zähne hat und seinen Schwanz als Frühstücksbrettchen verwendet.

An einer anderen Station wurde das Leben am Teich unter die Lupe genommen. Die Jugendlichen konnten Molche, Kaulquappen und Libellenlarven beobachten und mehr über deren Biologie und Besonderheiten erfahren. Aber auch die Technikbegeisterten kamen nicht zu kurz: Moderne Ernte- und Rückemaschinen waren vor Ort und konnten erforscht werden.

Ein weiteres Thema war, wie aus der Buchecker ein Bett wird. Der Weg vom Samen zum Baum und dann zum fertigen Möbelstück wurde in Fotografien dargestellt und musste von den Jugendlichen in einem Wäscheleinenspiel in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Wie sich die einzelnen Baumarten unterscheiden und woran man deren Holz erkennen kann, erfuhren die Teilnehmenden anhand eines Wald- und Holzpuzzles. Kreativ ausleben konnten sich dann alle beim Bau eines Waldgeistes mit Naturmaterialien.

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