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46ers können Alba lange Paroli bieten

Fällt er rein, oder nicht? Er tat es in dieser Situation nicht.
Fällt er rein, oder nicht? Er tat es in dieser Situation nicht.
Gießen | Mit 66:81 unterlag Basketball-Bundesligist LTi Gießen 46ers am gestrigen Abend in der Osthalle den Berliner „Albatrossen“. Drei Viertel lang konnte das Team von Coach Simon Cote mit dem Deutschen Basketball-Meister mithalten, lag zur Halbzeitpause sogar mit einem Punkt in Front. Am Ende setzte sich jedoch die größere individuelle Klasse der Berliner durch.

Albas Ansu Sesay und Michael Umeh auf Gießener Seite eröffneten die Partie mit jeweils einem Dreier, wodurch gleich Schwung in die Partie kam. Gießen, dass ohne Center Robert Maras auskommen musste, schien in der Folgezeit wacher als der Gegner, der sich zunächst nur mit Fouls zu helfen wusste. Allein der starke Florian Hartenstein bekam in den ersten Minuten vier Freiwürfe zugesprochen – alle fanden ihr Ziel. Mit 11:7 lagen die 46ers nach fünf Minuten in Front. Die Führung der Gastgeber hielt bis in die achte Minute (15:13), bevor Alba-Star Julius Jenkins mit sieben Punkte in den letzten zwei Minuten des Viertels beinahe im Alleingang für die Berliner 22:17-Führung nach dem ersten Viertel sorgte.

Die ersten dreieinhalb Minuten des zweiten Spielabschnitts
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waren gleichbedeutend mit der stärksten Phase der 46ers. Einen 13:1-Lauf legte das Team von Trainer Simon Cote in dieser Zeit hin. Bis zur 17. Spielminute konnte der Vorsprung gar auf 38:30 ausgebaut werden. Die Berliner, bei denen Center Patrick Femerling wegen einer Knieprellung fehlte, reagierten mit ihrem stärksten Lauf der Partie und gingen kurz vor Ende der ersten Spielhälfte erstmals nach acht Minuten wieder in Führung (39:40). Dass Gießen dennoch mit einer 41:40-Führung in die Kabine ging, war Gerrit Terdenge zu verdanken, der aus der Mitteldistanz traf.

Mit einer kleinen Serie Gießens, diesmal einem 6:0-Lauf, begann das dritte Viertel. Erst in der 25. Minute sorgte Ansu Sesay mit zwei Freiwürfen für die ersten Berliner Punkte nach dem Seitenwechsel. Die bsi dahin sehr diszipliniert agierenden Gastgeber leisteten sich in der Folgezeit einige Fehler. Etwa Mitte des Viertels gingen die Berliner wieder in Führung (47:48). Bis zur letzten Viertelpause bauten die „Albatrosse“ diesen Vorsprung bis auf fünf Punkte (52:57) aus.

Die Hoffnungen der Gießener Fans, dass dieser Rückstand noch aufzuholen sein könnte, wurden im letzten Spielabschnitt schnell geringer. Gegen die zunehmend unkonzentriert wirkenden 46ers hatten das
Florian Hartenstein (im weißen Trikot) besorgte 17 Punkte für Gießen, zwei davon in dieser Situation.
Florian Hartenstein (im weißen Trikot) besorgte 17 Punkte für Gießen, zwei davon in dieser Situation.
Starensemble aus der Bundeshauptstadt nun leichtes Spiel. Spätestens mit Adam Chubbs Dunking zum 71:60 – es war die erste zweistellige Führung des Favoriten – war das Spiel entschieden. Zwischenzeitlich betrug der Abstand sogar 19 Punkte (62:81). Letztendlich konnten die Gießener das Ergebnis mit 66:81 noch im „Rahmen“ halten und den Fans, die ihre Mannschaft trotz der Niederlage feierten, einen positiven Abschluss bieten.

„Trotz der Niederlage war die Partie aus meiner Sicht dennoch ein Erfolg für uns“, bilanzierte 46ers-Trainer Cote nach der Partie. „Wir haben schon vorher gesagt, dass wir den Erfolg des Spiels nicht an dem Ergebnis messen, sondern daran, wir wir auftreten und als Team zusammenspielen und in diesen Bereichen haben wir uns gegenüber dem Spiel in Oldenburg deutlich verbessert.“ Den Unterschied sah er im zur Verfügung stehenden Spielermaterial: „Wir haben wir die vollen 40 Minuten lang gekämpft, aber Berlin ist individuell besser und tiefer besetzt als wir und hat daraus in den letzten 15 Minuten Kapital schlagen können.“

Sein Berliner Gegenüber Luka Pavicevic zeigte sich nach der Partei nicht überrascht von der starken Leistung des Gegners: „Wir haben kein leichtes Spiel erwartet und wir haben kein leichtes
Berlins Adam Chubb sorgte mit seinem Dunking zum 71:60 für die Vorentscheidung zugunsten seines Teams.
Berlins Adam Chubb sorgte mit seinem Dunking zum 71:60 für die Vorentscheidung zugunsten seines Teams.
Spiel bekommen.“ Gießen habe sehr strukturiert agiert. „Man muss sehr konzentriert agieren, um gegen dieses Team zu bestehen. Wir waren heute in der ersten Hälfte noch nicht ganz bei der Sache, haben Gießen zu viele Breakdowns und Offensivrebounds erlaubt. Nach der Pause sind wir in diesen Bereichen dann konzentrierter zu Werke gegangen, haben besser verteidigt und einen wichtigen Sieg nach Hause gefahren“, so Pavicevic.

Nach der zweiten Saisonniederlage liegen die LTi Gießen 46ers in der Tabelle der Basketball-Bundesliga auf dem letzten Tabellenplatz. Die gute Leistung am Samstag dürfte jedoch Mut für die bevorstehenden Auswärtsaufgaben bei den Artland Dragons in Quakenbrück (4. Oktober) und den Walter Tigers Tübingen (11. Oktober) gemacht haben. Das nächste Heimspiel in der Osthalle steigt dann am 18. Oktober. Dann empfangen die 46ers die Telekom Baskets Bonn.

Fällt er rein, oder nicht? Er tat es in dieser Situation nicht.
Fällt er rein, oder... 
Florian Hartenstein (im weißen Trikot) besorgte 17 Punkte für Gießen, zwei davon in dieser Situation.
Florian Hartenstein (im... 
Berlins Adam Chubb sorgte mit seinem Dunking zum 71:60 für die Vorentscheidung zugunsten seines Teams.
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