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250 Kinder begeistern beim „SingBach“-Konzert

Generalprobe
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Gießen | Das Konzept zu "SingBach" hat die Kirchenmusikerin Friedhilde Trüün aus ihrer reichen Erfahrung als Vokalpädagogin und Kinderchorleiterin heraus für Grundschulkinder entwickelt. Mit "SingBach" wird ihnen ein altersgerechter und aktiver Zugang zur klassischen Musik ermöglicht und das Chorsingen als Gemeinschaftserlebnis spürbar gemacht.
Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen lernen ganze Grundschulklassen Lieder, Choräle und umgearbeitete Arien oder mit Text versehene instrumentale "Hits" von J.S. Bach. Das einstündige Abschlusskonzert mit allen 250 Kindern und einem Jazzensemble ist der Höhepunkt von "SingBach". Beim Auftritt vor großem Publikum lernen die Kinder nicht nur viel über die Musik der Barockzeit, sondern entdecken dabei ihre eigenen Fähigkeiten und ihre eigene Singstimme.
Die Gießener Lehrerin Monika Hotte hatte Friedhilde Trüün und ihre »Sing Bach«-Konzerte 2016 bei einer Fortbildung kennengelernt und sofort begonnen, Sponsoren und heimische Schulen zu finden, die bereit waren, ein solches Konzert auch in Gießen mit Grundschülern auf die Beine zu stellen. Und so kamen nun Schüler der Uhland-, Korczak-,
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Petruskirche (6)Musik (1013)Konzert (850)Grundschule (165)Bach (72)
Hedwig-Burgheim-, West- und Albert-Schweitzer-Schule zusammen, um Lieder mit alten und neuen Texten zu Bachs Musik zu singen. An fünf Tagen probten sie in zwei Gruppen im Gemeindesaal der Petrusgemeinde. In Blitz und Donner sind die Jungen und Mädchen eingeteilt. Mit dieser Einteilung gelingt es den Chor zweistimmig singen zu lassen – etwa die Komposition „Sind Blitze, sind Donner“ aus der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach. Zusammen sollten die 250 Kinder nur einmal proben- bei der Generalprobe am Vormittag vor dem Konzert. Dass die Nervosität auf allen Seiten groß ist, kann man nachvollziehen, denn wenig später werden die Kleinen einen großen Auftritt in einem Konzert haben– für die allermeisten wohl eine ganz neue Erfahrung. Als es schließlich soweit ist, ziehen die Schulklassen in Begleitung ihrer Lehrkräfte geordnet in die Kirche ein und stellen sich dicht gedrängt auf den Podesten im Altarraum auf. Bei den Proben wurden die Kinder auf dem Klavier von der Kantorin Marina Sagorski begleitet, beim Auftritt in der Petruskirche dann von einem Jazzensemble unter der Leitung von Frank Schlichter, der auch für die Arrangements der Lieder verantwortlich ist und das SingBach-Projekt mitentwickelte. Mit verabredeten Zeichen und
Gesten wie einem gemeinsamen Klatscher oder einem lauten „Hey“-Ruf lenkt die Dirigentin die Aufmerksamkeit auf sich. Und damit alle den ersten Ton gleichzeitig singen, nehmen sie eine Körperhaltung ein, als wollten sie zum kraftvollen Wurf eines Dartpfeils ansetzen. Damit diese Verständigung gelingt, braucht die erfahrene Kinderchorleiterin einen intensiven Blickkontakt. Ebenso, wie sie von Anfang an jedes Kind ansieht und wahrnimmt, erwartet sie es auch umgekehrt. Weil die Kinder auswendig singen, übertragen sich auch die Leidenschaft, enorme Präsenz und Körperspannung ihrer Chorleiterin auf sie. Als die Schülerinnen und Schüler das Programm mit dem ansteckenden „Komm sing mit, das macht fit, sing mit uns diesen Hit“ eröffnen, ist ihre Begeisterung förmlich mit Händen zu greifen. Gegen Ende der Aufführung lässt die Konzentration natürlich etwas nach. Doch auf kreativ spielerische Weise, mit dem Zauberblick und dem gemeinsamen Singen mit dem Publikum, kann sie wieder geweckt werden. Durch das Programm führte der Drittklässler Johannes Reimer gekonnt das Publikum, das die Kirche bis auf den letzten Platz füllte. Als bleibende Erinnerung an diese besondere Projektwoche bleiben den Kindern neben vielen Ohrwürmern auch ein Liederbuch und ihr "SingBach"-T-Shirt.

Generalprobe
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von:  Thekla Schulz-Nigmann

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