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"Ein heißes Date!" - „Last5Minutes“ und „Regenbogen“-Chor verführen ihr Publikum in St. Thomas Morus

"Last5Minutes" und "Regenbogen"-Chor verführen ihr Publikum beim ersten musikalischen Rendezvous in St. Thomas Morus
"Last5Minutes" und "Regenbogen"-Chor verführen ihr Publikum beim ersten musikalischen Rendezvous in St. Thomas Morus
Gießen | „Ich ruf Dich an!“, rief Chorleiter Arndt Roswag (Regenbogen) seiner Kollegin Astrid Platen (Last5Minutes) im hellrosa Sommerkleid zum Abschied hinterher. Das erste Mal verlief besser als erwartet. Es harmonierte nicht nur zwischen den beiden Chorleitern. Viel Sympathie zeigten die beiden Chore auch füreinander. Bei Cliff Richards „Roten Lippen“ wagte zunächst Chorleiter Roswag einen erfolgreichen Flirtversuch, dafür gab es ein „Schmatzerl“ von Chorleiterin Platen. Zum „Halleluja“ von Leonhard Cohen waren Schüchternheit und Nervösitat verflogen und beide Chöre großartig vereint in unverwechselbaren Ensembleklang.

Der Förderverein St. Thomas Morus – in der Rolle des „Kupplers“ – hatte eingeladen zur Chorvesper am Sonntagnachmittag. Vorsitzender Jakob Ch. Handrack begrüßte das zahlreich erschienene Publikum. Vor der Kirche bot man Erfrischendes. Die Temperaturen waren hoch, drinnen wie draußen.

Eine Vesper ist eine Gottesdienstform mit musikalischem Schwerpunkt. Der Förderverein St. Thomas Morus e.V. versteht es seit Jahren erfolgreich mit seinem pastoralen Auftrag die Schnittstelle zwischen Kirche und Welt
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zu füllen und dadurch auch ein weniger traditionelles Publikum anzusprechen. Kirche zeigt der Welt ihr Gesicht. Das Programm bot entsprechend eine Symbiose aus kirchlicher und weltlicher Literatur. Neben Cliff Richard oder Elton Johns „Can You feel the love tonight“ aus dem König der Lowen präsentierte der Regenbogen-Chor aus Rabenau-Londorf eine anmutige und transzendente Version der gregorianischen Antiphon „Ubi caritas“. Gemeinsam vorgetragen erklang das Lied „Evening rise, spirit come“, ein altes, indianisches Traditional mit schamanischen Wurzeln. Das Lied beschreibt Mystik und Sehnsucht einer Schöpfungsspiritualitat. Bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang ist der göttliche Geist spürbar. „Die Sonne geht unter, doch Mutter Natur erweckt mich mit dem Herzschlag des Ozeans.“ So zeugt es von einer tiefen Identität Gottes mit der Natur.

Aber auch weniger religiöse Lieder wie „Für alle“ weckten Emotionen. Die Gruppe „Wind“ erreichte 1985 beim Grand Prix Eurovision de la Chanson für Deutschland den zweiten Platz. Die junge Sopranistin Maria Sodke verlieh mit ihrem zarten Timbre den Worten Ausdruck und Bedeutung.

Mit viel Charme und Witz moderierten Karin Hanika-Pieck (Last5Minutes) und Manfred Hoss (Regenbogen) den Konzertnachmittag.

Das Fazit lieferte König Salomo in der Lesung vorgetragen von Hildegard Pilawa. Sinngemäß folgerte der Autor: Die Sehnsucht des Menschen liegt in der Ewigkeit, in der Gegenwart liegt das Glück.

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