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Die Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 oder: die Stunde der Heuchler

Gießen | In Gießen wurde am 8. Mai der Bücherverbrennung im Jahr 1933 in Gießen gedacht. Und zwar durch eine Text-Lesung ("Jahrgang 1902") von Leuten, die in ihrer Mehrheit dem Nationalsozialismus völlig unkritisch, affirmativ und auch einfach nur dumm gegenüberstehen. Dazu zählt auch der Universitätspräsident Mukherjee, ein Inder, der bislang noch nicht gezeigt hat, das er überhaupt irgend etwas von der deutschen Geschichte verstanden hat. Drei Uni-Präsidenten (Heinz Bauer, Stefan Hormuth, Mukherjee) haben sich in drei Jahrzehnten nicht entblödet, oder positiv gesprochen: so blöd gemacht, einen Alt-Nazi politisch zu salvieren. Das ist ein grotesker Akt der politischen Dummheit! Gleichzeitig ist das ein exemplarischer Akt, der zeigt, wie in dieser dummen Provinz die nationalsozialistische Geschichte geschrieben wird. Auch die reaktionäre SPD, die in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts die linke Arbeiteropposition mittels der Reichswehr und reaktionärer Freikorps abschlachten ließ, marschiert da unter so dumpfen Figuren wie Schäfer-Gümbel ganz vorne mit.

Ich schrieb den folgenden Leserbrief, der auch nach einiger Zeit am 6.6.2018 veröffentlicht wurde:

Mehr über...
"Zu: „Erinnerung an Bücherverbrennung vor 85 Jahren! (GA 8. Mai 2018)

Symbolisches und Reales

In Gießen wurde mit einer Lese-Zeremonie an die Bücherverbrennung 1933 in Gießen erinnert. Die Diskrepanzen zwischen symbolischen Akten, die nichts kosten, und der Realität und ihren Mühen könnte kaum größer sein, auch wenn dies die Journalisten in Gießen aufgrund einer oberflächlichen Hof-Berichtserstattung nicht merken. Bei einer Mehrheit der Texte-Vorleser sind massive Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihres erinnerungspolitischen Auftretens angezeigt.
Mehrere Uni-Präsidenten, zuletzt Mukherjee, haben über Jahrzehnte die NS-Vergangenheit des Namensgebers des Otto-Eger-Heims heruntergespielt, bagatellisiert. Der Letzte in der Reihe hat, wie seine Vorgänger, keine Initiativen entwickelt, Kernbereiche der braunen Ludwigs-Universität aufarbeiten zu lassen. Die Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz hat ebenfalls dem Rechtsausleger und Nazi Prof. Otto Eger die Stange gehalten. Auch die Stadt umgeht die NS-Geschichte der Region wie der Teufel das geweihte Wasser! Frank Thilo Becher, der Dekan des Evangelischen Dekanats Gießen, verwehrt Forschern den Einblick in Kirchenchroniken der frühen 30er Jahre, welche Aufschlüsse geben könnten u.a. über das Wirken „Deutscher Christen“ in der Region. Der Oberhessische Geschichtsverein hat in der Vergangenheit unter Erwin Knauß und Michael Breitbach eine Abwehrfront entwickelt, um einen Giessener Altrechtsradikalen und Wegbereiter des Nationalsozialismus, Jakob Friedrich Zimmer, zu salvieren. Der journalistische Mainstream-Professor Leggewie hat in einem seiner apologetischen Bücher „Von Schneider zu Schwerte“ erklärt, daß das Untertauchen des SS-Mannes Schneider und sein Wiederauftauchen als Prof. Schwerte ein notwendiger Schritt und Beitrag zur Normalisierung der Verhältnisse nach 1945 war. Monika Graulich ist vor Jahren auch auf Tauchstation zu gegangen, als es darum ging, als Mitglied der SPD in einer zugespitzten Auseinandersetzung um die politische Vita eben jenes Jakob Friedrich Zimmer Farbe zu bekennen. Wer so wie die Genannten mit der Geschichte, wenn es konkret wird, umgeht, der sollte sich solcher symbolischen Akte tunlichst enthalten.

Prof. Dr. Bruno W. Reimann, Gießen"

Diejenigen, die da erwähnt wurden, sind samt und sonders Heuchler von der allerschlimmsten Sorte! Der Oberheuchler ist der Uni-Präsident Mukherjee, weil eine solche Institution auf Wahrheit verpflichtet ist. Mukherjee ist für dieses Amt weder klug noch integer genug!

Leggewie ist Autor jener naiv-schlichten Schrift "MultiKulti - Spielregeln für die Vielvölkerrepublik", die meilenweit entfernt ist von bescheidensten sozialwissenschaftlichen Einsichten. Mit dieser Schrift diente sich der Mainstream-`Theoretiker`"Rot-Grün" an.

Als mir eine Pfarrerin und ihr Dekan den Einblick in Kirchenchroniken verwehrten, schrieb ich:

"Die Pfarrerin Kasemir-Arnold und der Dekan Frank-Thilo Becher haben mir die Einsicht in die "Chronik des Kirchspiels Rodheim" verweigert. Auf Widersprüche in der Einsichtspraxis ist keiner von diesen unredlichen Kirchenleuten eingegangen. Helmut Failing, der Leiter des Biebertaler Heimatmuseums, hatte Einblick, auch der Autor der Studie "Burg und Siedlung Vetzberg im Wandel der Jahrhunderte", Jürgen Leib, nennt die "Chronik des Kirchspiels Rodheim" als seine Quelle und berichtet aus ihr (S.51).
Das Ganze ist nicht nur unredlich, sondern verludert und verlumpt!!
Man weiß genau, warum man einem Faschismusforscher den Einblick verwehrt: es gab in Rodheim auch "Deutsche Christen"!
Dieses lumpige Verhalten liegt genau auf der Mentalitätslinie dessen, was ich auf meiner Homepage als "Hitlers Nachhut" gekennzeichnet und beschrieben habe!" (Reimann)

Es kennzeichnet die heruntergekommene Gießener SPD, daß sie den Dekan Becher zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen im Herbst 2018 erkoren hat. Das paßt wie die Faust aufs Auge. Schäfer-Gümbel ist ein übler Typ, der nichts zur NS-Aufarbeitung in der Region beigetragen hat, aber die Arbeit anderer in dümmster Weise herbabsetzt.

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von:  Bruno W. Reimann

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